Josef Beutelmann: Die große Balancefrage
Shownotes
Gute Versorgung, begrenzte Mittel: Die große Balancefrage. Wie sichern wir Stabilität im Gesundheitssystem, wenn Ansprüche, Kosten und Erwartungen wachsen?
Unser Gast: Josef Beutelmann, Aufsichtsratsvorsitzender der BarmeniaGothaer Versicherung
Die Gesundheitskosten steigen seit Jahren stärker als das Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig wächst der Anspruch an medizinische Innovation, Versorgungssicherheit und Pflegeleistungen. Die Beiträge in der Pflegeversicherung sind gestiegen – und die strukturellen Probleme bleiben.
In dieser Folge von „Mit Haltung und trocken – der Zukunftstalk“ sprechen wir mit Josef Beutelmann über die große Balancefrage im Gesundheitssystem: Haben wir ein Einnahmeproblem – oder ein Ausgabenproblem? Welche Strukturveränderungen sind notwendig? Und wie lässt sich Beitragsstabilität sichern, ohne die Versorgung zu gefährden?
Es geht um Generationengerechtigkeit, um die Auswirkungen des demografischen Wandels und um die Frage, warum ein steuerfinanziertes Modell nicht einfach auf Deutschland übertragbar ist. Josef Beutelmann plädiert für mehr Ehrlichkeit und Transparenz in der Gesundheitspolitik – und warnt davor, durch Einzelvorschläge unnötigen Handlungsdruck zu erzeugen.
Außerdem berichtet er über die Fusion von Barmenia und Gothaer – mit rund 8.500 Beschäftigten – und warum dieser Zusammenschluss weniger betriebswirtschaftliche Notwendigkeit als vielmehr ein strategischer Zufall war.
Eine Folge über ein Thema, das uns alle betrifft – und darüber, wie Politik und Gesellschaft wieder zu einer tragfähigen Balance zwischen solidarischer und zukunftsfähiger Finanzierung des Gesundheitssystems und einer guten Gesundheitsversorgung für uns alle finden können.
Mit Haltung und trocken – der Zukunftstalk mit Markus und Markus. Ein Podcast der WSW Wuppertaler Stadtwerke.
Februar 2026
Transkript anzeigen
00:00:05: Mit Haltung und Trocken, der Zukunftstalk mit Markus und Markus.
00:00:12: Heute zu Gast Josef Beutelmann, Vorsitzender der Aufsichtsreite der Bamenia
00:00:17: Gota Versicherungen.
00:00:20: Herzlich willkommen zur Mithaltung und trocken.
00:00:22: der Zukunftstalk mit Markus & Markus!
00:00:24: Ich bin Markus Schlomski, Arbeitsdirektor der WSW und hallo auch von meiner Seite, schön dass ihr dabei seid.
00:00:29: Insbesondere lieber Joseph, schön das du dich bereit erklärst dieses Experiment oder dieses Format mitmachen zu wollen, wir wollen heute mit dir über die Fragen sprechen.
00:00:39: Die uns alle ganz unmittelbar betrifft insbesondere in den aktuellen Zeiten, die aber auch sehr komplex ist wie sichert man eine gute Versorgung wenn Mittel begrenzt sind Ansprüche wachsen und Erwartungen immer lauter werden Gesundheit Absicherung und Stabilität alt.
00:00:56: das gilt für uns in Deutschland zumindest als selbstverständlich.
00:01:00: Aber was passiert?
00:01:01: Wenn die Bolons ins Wanken gerät?
00:01:03: Und wer trägt eigentlich die Verantwortung, wenn Systemgrenzen sichtbar werden?
00:01:07: Das ist unser Thema heute.
00:01:09: Aber bevor wir einsteigen in diese große Balancefrage – das ist ja ein sehr, sehr ernstes Thema – gehört auch ein bisschen Leichtigkeit dazu.
00:01:16: Heute bieten wir einen Chardonnay an und sagen immer welchen Wein wir trinken.
00:01:20: Das machen wir auch heute.
00:01:21: Jetzt Josef wird mich interessieren des Balancehrer für dich ein Zustand, den man irgendwie erreicht oder ist das etwas was man permanent austarieren muss?
00:01:30: Das muss man permanent austauschieren.
00:01:32: Ja,
00:01:32: das kann ich mir vorstellen!
00:01:34: Zum Wohlstoßen wir einmal an oder?
00:01:36: Noch mal herzlich willkommen.
00:01:37: Ja danke schön.
00:01:38: Herzlichen Dank
00:01:40: sowohl.
00:01:41: Josef bevor wir immer einsteigen in das Ganze.
00:01:45: Schmeckt er dir?
00:01:46: Sehr gut.
00:01:47: Perfekt haben wir mal so ein paar persönliche Fragen damit unsere Hörerinnen und Hörern soweit es denn welche sind dass wir dich besser kennenlernen bisschen bevor wir dann ins Thema einsteigend.
00:01:58: Erste Frage, was war dein erster Job und was hast du fürs Leben daraus gelernt?
00:02:03: Meinerster Job war die Lehre zum Versicherungskaufmann bei den Vermeniaversicherungen in der Resilchseriektion Münster.
00:02:09: Ich habe mit vierzehn Jahren dort begonnen.
00:02:11: Wahnsinn!
00:02:13: Das ist uns sehr... Und kann nur sagen also dass man dort gelernt hat sicherlich auf der einen Seite Verantwortung zu übernehmen aber auch Selbstorganisation selbstbestimmtheit zu übernemen.
00:02:25: Und vor allen Dingen habe ich kennengelernt, wie wichtig der Vertrieb ist.
00:02:28: Also insbesondere für unser Geschäft und auch wie wichtig Mentoren sind.
00:02:32: also das glaube ich muss man einfach sagen und sollte man auch für sich selber glaube ich Ehrlichkeitshalber immer sagen ohne Mentoren kommt mal auf die sich gesehen glaube ich nicht weiter und die hatte ich auch in Münster schon während meiner Lehrzeit mit meinem Chef damals aber auch mit anderen Kolleginnen und Kollegen Und das hat mich einfach ja auch zielstrebig weinen lassen.
00:02:52: Nur muss man so zu formulieren, denn ich durfte dem dritten Lehrjahr schon im Grunde um eine kleine Abteilung führen und dann habe ich auch einen entsprechenden Abschluss gemacht und wollte dann weiter in der Berufsausbildung und Weiterbildung hab' ich auch gemacht Und man hat den Betriebsrat gewählt, mich doch zu halten.
00:03:10: Also finde ich eine ungewöhnliche Situation heute mehr.
00:03:14: Eine
00:03:14: ständige Fakuleinheit!
00:03:15: Wünschte
00:03:16: dir das heute immer, dogger?
00:03:17: Ja
00:03:19: und na gut... Ich habe das trotzdem in den Kopf gesetzt, hab das auch gern gemacht und bin dann eben weitergegangen Auch
00:03:25: wenn das jetzt vielleicht nicht so passt, wenn man so dein Währlehrgang sieht.
00:03:28: Jetzt mit vierzehnten schon in der Familie eine Rolle gespielt.
00:03:32: Trotzdem, wenn du nochmal davorstellst, würdest du irgendwie im Beruf irgendeine Entscheidung gründlich machen und anders treffen als du sie getroffen hast?
00:03:40: Also beruflich was die berufliche Entwicklung usw.
00:03:43: angeht nein Ich würde eine andere Entscheidung, aber die mit dem Hausbau zu tun hat anders fällt.
00:03:50: Das wäre
00:03:50: jetzt meine Frage gewesen.
00:03:51: Gab es mal Zweifel oder so wo du sagst das ist mir im Gedächtnis gebliebenen Moment?
00:03:57: Wo du Zweifeln hattest, wo du Halt gebraucht hast und sagst Mensch hier kippt jetzt gerade was?
00:04:03: Ja das war neunzehnneunundsechzig.
00:04:06: ich wollte gerne studieren an der deutschen Versorgungsakademie in Köln Und neunsechzig waren ja die Studenten in Ruhe.
00:04:12: Das Semester wurde aberkannt und dann hat mich der Leiter, der DVA verwiesen auf das Frühjahr des nächsten Jahres und damit ich zurückgefahren und da auf dem Rückweg in Dortmund beim Arbeitsamt mal vorgesprochen dort habe ich eine Stelle vermittelt bekommen, wo ich gleich wieder Abteilungshalter mit zwanzig Jahren werden kann und beim Versicherungsbereich für den Transportbereich.
00:04:30: Und nichtsdestotrotz habe ich das trotzdem nicht gemacht, obwohl es sehr verlockend war und da hatte ich gewisse Zweifel, macheste das oder nicht?
00:04:37: Ich hatte mir einfach einen Kopf gesetzt.
00:04:38: Ich wollte zur Deutschen Versicherungshakademie und da wollte ich auch hin.
00:04:41: Okay!
00:04:42: Sehr gut!
00:04:43: Jetzt wenn du auch zurückguckst die ganzen Jahre... Die Erfahrung, die man gemacht hat.
00:04:48: bist du gelassener geworden?
00:04:50: und wo hast du gemerkt hier bin ich ein bisschen klarer oder ein bisschen entschiedener geworden als ich das mit zwanzig vielleicht gewesen wäre.
00:04:56: Also mit Sicherheit ist man gelassener geworden.
00:04:59: Ich glaube, des Lebens wird man gelassener.
00:05:02: Vorher hat man immer noch sehr geguckt und auch teilweise perfektionistisch geguckt.
00:05:06: Ist das alles richtig so?
00:05:07: Machst du deinen Job richtig?
00:05:09: Haben die Mitarbeiter die richtigen Ergebnisse geliefert
00:05:11: usw.?
00:05:12: Das ist klar!
00:05:13: Das ist heute eine gewisse Gelassenheit.
00:05:16: Wenn Fehler passieren geht die Welt davon nicht unter um es ganz deutlich zu sagen Und man muss Dinge, die man nicht ändern kann einfach hinnehmen.
00:05:23: Sehr
00:05:26: schön.
00:05:27: Steigen wir mal ein, also von der individuellen Verantwortung zu systemischen Versicherungen.
00:05:33: wie vorhin gesagt steht ja auch für Stabilität.
00:05:36: gerade jetzt aber in diesen Zeiten steigende Kosten Wachsenerwartung strukturelle Veränderungen sprechen wir gleich sicherlich noch drüber über die Fusion von der Bamenia und der Gotha.
00:05:47: Jetzt stellt sich die Frage Wie hält man ein System im Gleichgewicht wenn sich eben ständig diese Parameter verschieden.
00:05:54: Also wie sieht heute das, wenn man auf das System schaut?
00:05:58: Wo gerät die Balance unter Druck?
00:06:00: Zwischen der Versorgung und wirtschaftlicher Stabilität ... Das ist ja die Gradwanderung, denke ich um dies bei euch jetzt aus einer Vogelperspektive geht.
00:06:10: Wo ist der Druck am stärksten?
00:06:13: Das ist nicht nur bei dem privaten Krankenversicherung insgesamt so sondern auch insbesondere in der GKV.
00:06:20: Ganz klar ist der Druck im Krankenhausbereich.
00:06:22: Die Kosten des Krankenhausbereichs schlagen sehr stark durch, machen beispielsweise ein Drittel fast das Gesamtaufwand aus ... Ein Drittel?
00:06:31: Ja bei der GKV, kann ich sagen sind es hundertzwei Milliarden im Jahr, vierundzwanzig gewesen und das ist fast ein Drittel und das is natürlich heftig!
00:06:39: Und da muss es sicherlich Strukturveränderung geben, dass will man ja auch mit der Krankenhausform erreichen.
00:06:45: die ist im Moment bisschen in Stocken geraten weil ja die neue Ministerin im Grunde genommen das alte Krankenhausgesetz ein bisschen anpassen möchte.
00:06:53: Und da besteht so ein bisschen die Gefahr, dass sie Dinge, die davor gesehen war oder auch kalioses Flaumand hier schon in Nordrhein-Westfalen gemacht habe, ein bisschen verwässert werden und dann muss man jetzt abwarten was letztlich am Ende dabei rumkommt.
00:07:05: aber das ist ein Punkt.
00:07:06: der andere Punkt ist der Pflegebereich, der sehr stark zugenommen hat durch verschiedene Leistungsausweitungen in der Vergangenheit Und die schlagen uns gewissermaßen jetzt auf der Butterseite, weil wir im Grunde genommen die Kosten dafür jetzt aufbringen müssen.
00:07:20: Und jeder weiß wer Beiträge zahlt sei es privat oder auch gesetzlich dass die enorm in den letzten Jahren gestiegen sind.
00:07:27: und wenn man sich das anschaut die Entwicklung auch Dann kann man nur sagen, das sind eigentlich ganz merkbare Zahlen.
00:07:37: Wir haben also eine Entwicklung bei den Krankenhausleistungen von acht Komma acht Prozent und wir haben die im Bereich der Arzneimittel von neun Komma Neun Und bei den eislichen Behandlungen von Vier Sechs Komma Sechs.
00:07:51: Also insofern muss man schon sagen Das sind keine normalen Zahlen.
00:07:56: Wir müssen einfach immer festhalten, dass im Gesundheitswesen die Zahlen immer deutlich praktisch über der Entwicklung des Inlandsproduktes lagen.
00:08:05: Weil ich muss mal ganz klar so sehen und das ist nicht gut!
00:08:08: Es gibt also Untersuchungen, dass zumindest immer ein Prozentpunkt Differenz dazwischen war, ob auf Lidat zu fünfzehnzig Jahre im Grunde.
00:08:16: Und da kann man sich ja ausrechnen, wann die Schere weiter aufgeht.
00:08:20: Und das ist eine Entwicklung, die muss unbedingt gestoppt werden und ich hoffe dass jetzt die Regierung die Kraft dazu hat.
00:08:27: man weiß ja noch nicht was die Kommission Gesundheit vorschlägt.
00:08:31: sie soll ja praktisch kurzfristige Maßnahmen zum ein dreißigsten dritten Vorschlagen langfristiger bis zum ein Dreißigstenswölften.
00:08:38: Das ist aber nicht bekannt.
00:08:39: und ob es umsetzt das ist ja noch ganz etwas anderes.
00:08:41: das muss ja nicht allen Parteien gefallen was dabei rumkommt.
00:08:44: Aber Ich glaube schon dass wir kein Einnahmenproblem haben, sondern ein Ausgabenproblem.
00:08:50: Und da muss wirklich dran gearbeitet werden damit das für alle in Zukunft noch tragbar ist.
00:08:57: Besteigende Kosten medizinischer Fortschritt auch künstliche Intelligenz oder demografischer Wandel auch im System welcher dieser Faktoren verändertes System am meisten?
00:09:07: Also die Gesundheitsökonomen sind der Ansicht, dass es der medizinische Fortsschritt ist.
00:09:12: Der demografische Wandel ist im Grunde genommen gegeben und wird auch mit einer Seitbewegung immer stärker.
00:09:19: Man muss einfach wissen, wenn jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen dann beziehen die Leistungen und zahlen deutlich weniger Beitrag auf zur Krankenversicherung der Rentner Und das bedeutet zusätzliche Belastung des Systems der GKV.
00:09:34: Die Privaten sind etwas durch ihre Alterungsrückstellung davor geschützt, weil die ja praktisch das über Jahrzehnte aufbauen und der medizinische Fortschritt auch noch durch den Zuschlag erhoben wird von zehn Prozent mit abgefedert werden kann.
00:09:47: Von daher sind wir da im Hinblick auf das Alter mit Vorsorge entsprechend ausgerüstet.
00:09:53: was man nicht mehr sehen kann ist – und das bedauere ich eigentlich sehr!
00:09:57: Das ist das Defizit der Krankenversicherung der Ränder in der GKV.
00:10:01: Früher gab es jährliche Zahlen dazu, die werden seit einiger Zeit nicht mehr bekannt gegeben.
00:10:07: Die letzte Zahl, die ich in Erinnerung habe – das ist wahrscheinlich zwölf-fünfzehn Jahre her als neununddreißig Milliarden DFZ.
00:10:13: Das wird jetzt deutlich höher sein naturgemäß im Bereich.
00:10:17: Und da finde ich, muss man auch Lösungen verfinden.
00:10:20: Denn das hat damit zu tun und dass ja nicht mehr so viele Kinder wie man das früher gedacht hat einfach da sind um diese Kosten auf sich gesehen zu tragen.
00:10:29: Wir haben zwar Zuwanderung was uns teilweise jetzt auch hilft auch im GKV System.
00:10:34: Allerdings ist es immer noch nicht ausreichend um praktisch diese enormen Herausforderungen finanzieller Art vernünftig abzufedern.
00:10:42: Wir legen mittlerweile bei einem Beitragssatz, der ist ja auch öffentlich von siebzehn Komma fünf Prozent.
00:10:48: Wenn man also die vierzehnt sechs plus die Zusatzbeiträge den durchschnittlichen Zuschlag in die Regierung bekannt gibt rechnet.
00:10:55: das ist einfach im Grunde genommen zu viel.
00:10:58: Wo glaubst du geht es hin?
00:10:59: Also ich höre zwischen den Zahlen dass so ein bisschen dieses Solidaritätsprinzip was ja dann anscheint aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht funktioniert, weil es eben in dieses hohe Defizit herauskommt am Ende des Tages.
00:11:11: Also wo glaubst du geht das System hin?
00:11:14: Wenn es eben nicht in der Struktur wie es im Moment ist funktioniert.
00:11:18: also ich glaube die Solidarität ist ja dass A und O der GKV insbesondere spielt natürlich in einer privaten Krankenversicherung genauso eine Rolle mit aber da gibt's auch noch andere Parameter.
00:11:28: so Aber man wird wahrscheinlich zumindest auf absehbare Zeit sehe ich das nicht, die eine große Veränderung vornehmen können zumal das Solidaritätsprinzip des A und O der GKV ist.
00:11:41: Das muss man ganz klar so sehen und insofern wird man versuchen das Thema vorerst glaube ich nicht anzugehen Es sei denn, man sieht eine Linderung dadurch was ja vorgeschlagen worden ist von der SPD das im Grunde genommen die sonstigen Einkünfte mit berücksichtigt werden.
00:11:58: Also die Mieteinnahmenbarsche Kapitaleinkünfte und die Verbeitragte gibt es sicherlich auch nach Reihe Rentner Die in der Lage wären da zusätzlich aus diesen Bereichen Beitrag zu zahlen.
00:12:08: Das ist keine Frage, hat aber wieder andere Nebenwirkungen.
00:12:12: Deshalb lent die CDU das wieder ab, nämlich dass im Grunde genommen damit die Kapitalvorsorge und die Altersvorsorge eingeschränkt werden auch.
00:12:19: Insofern muss man sehen letztlich, welchen in Anführungszeichen Tod man stirbt.
00:12:23: Das ist halt so... Man muss hier aber an erster Linie ran und zwar die Ausgabenseite.
00:12:29: Ist das allerwichtigste?
00:12:30: Wir haben kein Einnahmeproblem, wir haben ein Ausgabeproblem und da gibt es auch Vorschläge zu um das einigermaßen zu steuern.
00:12:38: also beispielsweise dass man sagt, wir koppeln die Ausgameneinnahmen.
00:12:42: Das kann man machen, da gibt es in dieser Hinsicht drei Vorschläge.
00:12:46: Wie das entsprechend berücksichtigen hat aber auch wieder andere Konsequenzen möglicherweise Auswirkungen auf den medizinischen Fortschritt und so weiter.
00:12:54: also das muss man sich genau anschauen ob das wirklich der richtige Weg ist.
00:12:59: Aber ich denke schon dass man ohne ein Justieren das gibt nicht die eine oder andere Lösung sondern man muss wahrscheinlich mehrere Dinge anfassen um dann entsprechend das auch zu verbessern.
00:13:11: dann muss man das Ganze so als Gesamtpaket sehen.
00:13:14: Darf ich noch kurz eine Nachfrage stellen?
00:13:16: Gibt es irgendwo im Ausland oder gibt es Vorbilder, wo du sagst die machen das besser als wir um das ein bisschen plakativer vielleicht... Also
00:13:24: das Ausland hat ja häufig so wie beispielsweise in England National Health Prinzip dass die dort im Grunde haben ganz auch Steueraufkommen finanzieren Und das ist insofern kein Vorbild, weil wir historisch dieses duale Prinzip haben zwischen der GKV und dem privaten Krankenversicherung.
00:13:42: Wir haben die privaten Kankenversicherungen ohnehin nur noch einen Anteil von zehn Prozent, weil ja im Laufe der Zeit die Versicherungspflichtgrenze immer raufgesetzt wird – immer stärker um den Grundum.
00:13:54: Den Zuwachs in die PKV sind ein bisschen zu verhindern.
00:13:57: Nichtsdestotrotz, wenn Personen diese Grenzen erreichen kommen sie trotzdem zu uns!
00:14:02: Wir haben wieder Nettozuwächse in den letzten Jahren so dass man sagen kann das die PKV nach wie vor auch gefragt ist und auch entsprechenden Zuwachsen wenn es eben möglich ist erreicht.
00:14:12: Man muss einfach sehen jemand an der Beitragsmessungsgrenze zahlt heute im Monat etwa twelvehundert Euro in die GKV.
00:14:19: Dafür kann ich gut und gerne Privatversicherungen zeigen, je nachdem wie viele Personen auch dabei sind.
00:14:23: Dass man das entsprechend mit berücksichtigt.
00:14:25: Und da wird noch eben die eigene Generationsgerechtigkeit betrieben.
00:14:29: also wenn wir mehr PKV versichert haben weil wir eine Alterungsrückstellung aufwenden im jahre, vierundzwanzig einmal drehundvierzig Milliarden Rücklagen in dem Bereich Die werden praktisch für das Alter mit eingesetzt.
00:14:39: Das ist in der GKV durchs Umlageverfahren nicht der Fall Und das ist im Grunde genommen mehr Generationengerechtigkeit.
00:14:47: Deshalb bieten wir der Politik ja auch an, wenn man das möchte – mehr Generationengerechtigkeit muss man mehr PKV zulassen.
00:14:53: Das ist ganz einfach so!
00:14:55: Dort haben wir auch Systeme wie Eigenbeteiligung selbst behalte die überall bekannt sind und die in der GKV nicht so üblich sind.
00:15:02: Von daher ist es sicherlich nicht schlecht ,wenn man auch im Grund genommen die Versicherungspflichtgrenze absenken würde um mehr Möglichkeiten für die PKV und für die eigene Generationengerechtigkeit zu schaffen.
00:15:13: Ja, komme ich mal zum anderen Thema.
00:15:15: Passt aber auch sehr gut dazu.
00:15:18: vor anderthalb Jahren und viele Jahre davor hast du ja Diffusion begleitet.
00:15:22: bei Menya-Gota war das vor allen Dingen so eine wirtschaftliche Notwendigkeit die der beiden Unternehmen da hinten gebracht hat mit einer eigenen Identität?
00:15:32: oder war das eher eine strategische Antwort auf strukturellen Druck?
00:15:35: Wird er noch!
00:15:37: Jetzt sind wir begegnet.
00:15:39: Ich sage immer ganz gerne,
00:15:40: dass
00:15:44: bei beiden keine wirtschaftliche Notwendigkeit und muss mal ganz deutlich zu sagen in dem Bereich auch strukturelle Änderung finden keine Rolle.
00:15:51: Es war im Grunde genommen ich sag das immer so Salopp ein erarbeiteter Zufall.
00:15:56: der Zufahl ist folgender die Bamene hat zusammen mit der R&V einen großen Gruppenvertrag gemacht mit der Chemieindustrie.
00:16:03: Da haben wir auf einen Schlag vielerfünfzigtausend Versicherte, die alle bei uns versichert sind.
00:16:07: LRNV ist da auch entsprechend beteiligt aber wir machen die technische Durchführung so und das steht in der Zeitung.
00:16:13: Und daraufhin hat der Chef der Gota bei Andreas Aul unserem CEO angerufen und gesagt können wir nicht in der betrieblichen Krankenversicherung was gemeinsam machen?
00:16:21: Das war ein großer Pflegevertrag im Übrigen, den wir abgeschlossen haben Und so sind die in das Gespräch gekommen und haben festgestellt, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben.
00:16:29: Also wie beispielsweise im gemeinsamen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – gut, das wussten wir auch vorher, ist keine Frage!
00:16:34: Aber beispielsweise ein gemeinsames Werteverständnis über das Thema Nachhaltigkeit, die haben Ruhe nachhaltigkeitsvorher gehabt, wie auch in dem Bereich im Werteverstand langfristiges Denken in etwa identisch, die versicherten Orientiertheit identisch im Grunde genommen.
00:16:48: Das waren viele gemeinsame Punkte und dann festgestellt hat insbesondere bei den Geschäftsfeldern ... Wir sind ein großer Krankenversicher?
00:16:54: Die Gutter ist ein großer Kompositversicher.
00:16:57: Sie haben auch einen größeren Lebensversicher gehabt, als wir.
00:16:59: Insofern haben wir irgendwo gesehen das macht Sinn um für die Zukunft besser geröstet zu sein.
00:17:04: also das ist im Grunde genommen ein reines Thema der Zukunftsfestigkeit Das muss man ganz klar so sagen um die Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer zu halten und die Ertragsorientierung sicherzustellen Und im Grunden genommen auch Arbeitsplätze zu sichern und auch darüber hinaus weiterzuwachsen.
00:17:20: Also das ist in Grunde Ja, prozyklisch hat man das im Grunde genommen begleitet und gemacht.
00:17:26: Und insofern darf ich sagen ist es glaube ich ganz gut gelungen denn das ist in Rekordzeit wirklich in elf Monaten über die Bühne gegangen.
00:17:34: Glückwunsch
00:17:35: noch mal dafür!
00:17:35: Das ist ein
00:17:36: tolles Projekt.
00:17:38: Ich durfte auch einmal einen Zusammenschluss von zwei Firmen begleiten kann das in kleiner Variante sehr gut nachvollziehen.
00:17:45: Das eine sind jetzt die Folien, betriebswirtschaftliche Logiken und so weiter, die dahinter stehen.
00:17:49: Die auch sicherlich sich erschließen... Was passiert denn gerade auf menschlicher Ebene zwischen den beiden Häusern?
00:17:56: Was ist denn da die größte Herausforderung?
00:18:00: Also der Belanzen und Werte ist das Seine.
00:18:03: Aber dass sie Menschen zusammengehören, das ist eigentlich genauso wichtig, verstehe ich fast sagen in ihrem Bereich Und das menschliche Vertrauen zu gewinnen ist glaube ich die größter Aufgabe für beide Seiten.
00:18:14: Ich glaube, das ist uns insofern ganz gut gelungen.
00:18:17: Weil wir eben diese gemeinsame Voraussetzung des Vereins auf Gegenseitigkeit hatten Die Idee war ja bei beiden verankert und dass wir von Anfang an mit großer Transparenz die Mitarbeiter mitgenommen haben.
00:18:29: Wir haben am Tag im Grunde genommen der Verkündung Das war ja fast ein Jahr vorher auch schon gesagt Hatten wir im Grundum die Grobstrukturen Und wie wir das machen wollen Auch in den Führungsebenen schon im Kopf Und haben das dann auch entsprechend realisiert.
00:18:44: Also jeder Mitarbeiter wusste nach dem ein, dreißig nachten.
00:18:47: Das war der Termin, den wir abwarten mussten im Grunde genommen wo er praktisch nachher ist weil wird die ganzen Bereichsleitung alle schon stehen werden auch die Gremien ist die Aufstiegsräte die Vorstände.
00:18:58: das war alles bis dahin im Grunden genommen geklärt und einvernehmlich alles geklärten.
00:19:02: Wo hat
00:19:03: es denn jetzt so operativ?
00:19:04: wenn du mal einen Beispiel aus dem Leekästchen Am Dresel ist immer alles super, aber wo knarrt es denn so gerade operativ?
00:19:14: Also knarren würde ich nicht sagen.
00:19:17: Ich glaube man kann sicherlich den Service noch verbessern das muss man ganz klar so sagen Aber ansonsten glaube ich funktioniert das wirklich reibungslos.
00:19:27: Gibt es so in deinem Haus, was dir jetzt ... Ich will nicht sagen, dass es dir näher steht.
00:19:31: Die Bamenia?
00:19:31: Wenn du die Menschen dir anguckst, sind da die Menschen noch Bamenianer oder sind sie schon
00:19:36: zusammengebracht?
00:19:37: Wir sind ja auf dem Weg dahin praktisch die Bameniana zu verlassen auch die Gotarianer.
00:19:45: Sondern wir wollen ein neues Wir machen.
00:19:47: Zusammen sind wir stark das ist unser Motto Und da wollen wir hin und das gelingt auch glaube ich schon ganz gut, weil man dafür von Anfang an viel getan hat.
00:19:56: Also ich will mal nur so sagen dass wir eine Woche hatten wo die im Grunde am Wechselseitig mit Bussen nach Köln und Wuppertage fahren wurden um einfach einmal die Häuser kennenzulernen Die Führungsetagen kennen zu lernen, um da einen Austausch zu haben.
00:20:09: Es haben Arbeitsgruppen stattgefunden zwischen den Unternehmen die Beispiel im Risikomanagement zusammenarbeiten und so weiter.
00:20:16: also von daher ist sehr viel getan wird immer noch getan.
00:20:19: Also es gibt CO-Crolls im Grunde monatlich wo die dann praktisch per Video hoch können sich die Leute zuschalten beim letzten Mal zu über dreitausend Personen, die sich so geschaltet haben.
00:20:31: Das kann man nicht mehr in der Bayer-Arena machen, das ist auch mal gemacht worden ... Also das geht dann nicht jeden Monat nach Rande.
00:20:40: Aber von daher ist ganz wichtig auf allen Führungsebenen, dass man das zusammenwachsen fördert und das gelingt glaube ich ganz gut.
00:20:48: Und welts wenn es über den Karneval ist muss man sozusagen aber Wir haben natürlich auch andere Hebel insofern eingesetzt.
00:20:57: Ich möchte nur mal sagen, dass wir zum ersten Ersten die Vertriebe zusammengeführt haben.
00:21:03: Das ist eine große Herausforderung, die Exklusivvertriebe zusammengeführt haben und auch haben wir zum erster einer Arbeitgebergesellschaft.
00:21:12: Das heißt, das soll zur Kultur praktisch beitragen, dass alle Mitarbeiter unter einem Dach fast vereint haben.
00:21:20: Es sind noch nicht alle Tausend aus besonderen Gründen.
00:21:23: Einige Gesellschaften gehen auch aus aufstiegsrechtlichen Gründen, das muss man sehen ... Aber die Mehrzahl ist es also von acht und ein halbtausend sind etwa siebeneinhalb tausend Dagez in dem Bereich beschäftigt.
00:21:33: Alle in einer Arbeit geben Gesellschaft.
00:21:35: Und auch dort haben wir darauf geachtet unter der Motto Schlankheit, dass wir eine neue Gesellschaft gründen, sondern die sind jetzt angelisiert bei der Bameniagota-Finanzholung.
00:21:45: Das Wort Finanzholung ist weggefallen,
00:21:46: d.h.,
00:21:47: beim Baminiagota Aktiengesellschaft Und die Mütter sind die beiden Vereine auf Gegenseitigkeit darüber.
00:21:53: So dass nach wie vor der Vereinsgedanke auch im Vordergrund steht.
00:21:56: Hat sich beim Thema Führung, du hast das Unternehmen ja die Bahmenia auch operativ sehr lange geführt?
00:22:02: Wenn du jetzt sag mal aus deiner Position jetzt aus Aufsichtsrat sich drauf guckst auch nach der Fusion hat sich was in der Führungssteuerung eines doch deutlich größeren Unternehmens hat sich da etwas verändert würdest du sagen ist auch manches weiter weg Ein Zugriff usw.
00:22:21: Es ist so, dass kleine Vorstandssitzungen wechselseitig in Köln oder in Wuppertal statt.
00:22:28: Dann sind die Vorstände natürlich alle weg.
00:22:30: Dann ist auf der Vorstandsetage erst mal keiner, also so Tage und Veranstaltungen gibt es natürlich nicht.
00:22:37: Na gut ich bin immer noch da!
00:22:41: Und von daher sind das Veränderungen, die es früher so nicht gegeben hat.
00:22:46: Natürlich hat's auch Tage gegeben wenn Vertriebsveranstaltung wo die alle nicht da waren ist überhaupt keine Frage.
00:22:51: aber jetzt allein schon durch den Wechsel der Vorstandssitzung kommt das häufiger vor.
00:22:55: Das muss man mal... Aber das ist so eine Facette, würde ich sagen.
00:22:59: Weil darunter wissen ja die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter... wie sie im Grunde genommen das zu sehen haben.
00:23:06: Das ist denn wirklich sehr vermittelt worden und außerdem haben wir eine Sicherheit gegeben bis zum Jahr zwanzig, sodass die Arbeitsplatz-Sicherung kamen.
00:23:17: Und auch die Standortsicherung war uns wichtig dass eben auch die beiden Standorte nach wie vor erhalten bleiben und auch die übrigen Standorte die vorher in Göttingen usw.
00:23:26: waren sind alle erhalten geblieben.
00:23:28: da ist also nichts im Grundum abgebaut worden Und auch schon gar nicht und das ist mir auch wichtig, stand für uns ein Mitarbeiterabbau im Vordergrund überhaupt nicht.
00:23:37: Sondern wir wollen im Grunde mit den Mitarbeitern die wir haben, die brauchen wir wahrscheinlich alle dringend allein schon wegen der demografischen Entwicklung in der Belegschaft.
00:23:46: Deshalb war es für uns kein Thema
00:23:48: So Prioritäten im Konzern?
00:23:50: Wie werden die Gesetze zwischen so Innovationen, Versorgungssicherheit und was ich glaube auch sehr wichtig ist Beistragsstabilität.
00:23:57: Haben wir schon ein paar Mal jetzt drüber gesprochen?
00:23:59: Ja!
00:24:00: Ich glaube das betrifft nicht nur den Konzernen oder insbesondere die Krankenversicherung sondern ich glaube dass betrifgt auch insbesondere die Versorgungen insgesamt.
00:24:08: also neunzig Prozent der Menschen sind ja auch in der GKV versichert.
00:24:12: Und da muss man schon sagen, ich glaube das A&O ist die Versorgenssicherkeit Denn wir haben das ja gesehen, wenn Medikamente zeitweise nicht mehr zur Verfügung stehen.
00:24:21: Das war ja gar nicht so lange her oder ist nicht so lang her.
00:24:24: Dass das nicht gut ankommt in der Bevölkerung und dass man diese Engpässe auch nicht erklären kann.
00:24:29: Und deshalb glaube ich, dass die Versorgungssicherheit das A und O ist.
00:24:34: Die Innovationen sind im Medizinbereich gerade dann gefragt und gefordert, wenn es eben darum geht.
00:24:41: Krankheiten die früher fast zum Tode geführt haben heute praktisch umzuwandeln in eine Medikalisierung.
00:24:47: dass sie Leute mit Medikamenten dann doch auch länger und weiter leben können das ist richtig aber nicht sehr so.
00:24:53: trotz muss man das versuchen mit der Beitragstabilität zusammen hinzukriegen.
00:24:57: Das ist ja wirklich eine große Herausforderung das muss man sagen da ist auch die Politik und sind noch alle die haben Gesundheitswesen beteiligt zu beneiden.
00:25:05: Denn wenn man, ich sag mal für seltene Krankheiten sich die Medikamente anguckt.
00:25:09: Dann ist das glaube ich nicht einmal ein Prozent oder nur null zwei Prozent was da verschrieben sind aber vierzehn Prozent der Kosten ausmacht.
00:25:16: Da muss man mir vorstellen, wenn also seltenen Krankheiten mit besonderen Präparaten behandelt werden müssen, die sind sehr teuer.
00:25:22: Das Gleiche gilt für patentgeschützte Arzneimittel.
00:25:27: Machen nur sieben Prozent der Verschreibung aus, aber fifty-fünfzig Prozent der Erneuungsmittel kosten.
00:25:31: Und wenn wir es vorhin ja mal gesagt haben in der GKV die Zahl war fünfzig Milliarden.
00:25:35: Wenn man davon Fifty Prozent weiß machen was da alleine drauf entfällt im Bereich Und das sind Dinge, die muss man versuchen zu justieren ohne dass man eben die Versorgungssicherheit abwirkt oder auch die Innovation.
00:25:49: Aber es geht nicht an, dass wir brauchen dort eine entsprechende Steuerung.
00:25:53: Es kann nicht sein, dass dauerhaft das Gesundheitssystem praktisch außen vor ist gegenüber anderen Entwicklungen in der Bevölkerung beziehungsweise in der Wirtschaft.
00:26:02: Findest du, dass Politik dein Moment transparent mit umgeht?
00:26:06: In der politischen Kommunikation mitgeworben, dass man den Bürgerinnen und Bürgern sagt wo es wirklich steht.
00:26:13: Dass die Menschen die Wahrheit verkraften können Und so weiter, wir kennen alle die Diskussion oder auch das, was da viel erzählt wird.
00:26:21: Aber glaubst du, dass die Transparenz da ist?
00:26:24: Wenn nein ... Vielleicht
00:26:25: nach
00:26:26: den
00:26:27: Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Bauen-Württembergen.
00:26:31: Genau!
00:26:31: Also wie offen wird es kommuniziert?
00:26:34: Ist wirklich ein Problem da?
00:26:36: Wie du sagst, die Menschen kriegen mit, dass kein Penicillin für Kleinkinder da ist in der Apotheke oder ich drei, vier Stunden dafür fahren muss.
00:26:43: Man kriegt mich das Apotheken zu machen.
00:26:46: Arzttermine schwieriger sind und so weiter.
00:26:48: Es ist ja nicht so, dass die Bevölkerung oder dass wir Menschen das nicht mitbekommen operativ.
00:26:54: Aber es ist zumindest mir nicht wirklich transparent.
00:26:57: wird es wirklich erklärt?
00:26:58: Haben wir ein Problem oder haben was nicht?
00:27:00: Also ich glaube schon, dass wir eine bessere Kommunikation haben könnten.
00:27:06: Das ist aber immer so ein bisschen leider Wahl bezogen.
00:27:08: Das muss man einfach so sagen.
00:27:11: Und das ist egal welche Partei das ist.
00:27:13: Wir werden aber nicht drum herumkommen mit der Wahrheit entsprechend umzugehen, um auch Maßnahmen zu ergreifen die nicht populär sein werden.
00:27:22: Das geht nicht anders.
00:27:26: Es ist ja mal gesagt worden, der Zahnersatz.
00:27:28: Ob man den rausnehmen konnte?
00:27:30: Das könnte privat abgesichert werden in dem Bereich.
00:27:33: Das hat gleich einen Aufschrei wieder gegeben und ich bin sehr unglücklich darüber, das beide Parteien zu sein.
00:27:39: Wir machen Vorschläge wie die Beitragsseite vereinnahmt aber nicht Leistungskürzung.
00:27:44: Lauterbach hat auch gesagt, Leistungskürzungen kommen mit mir nicht infrage.
00:27:48: Ich halte es für törig.
00:27:49: Da kommt man heute nicht mehr dran vorbei.
00:27:53: Insofern muss man sagen, und die andere Seite sagt also Zahnersatz kommt nicht den Frage oder wie auch immer das es ausgeht.
00:28:00: Das ist ein Vorschlag hier glaube ich von vom CDU-Wirtschaftsrat gewesen aber ist ja nur parteinahe.
00:28:07: Aber da muss man ganz klar sagen Ich bin unglücklich darüber dass zur Zeitsache Dinge hin und her diskutiert werden praktisch dieses Ping-Pong Spiel.
00:28:14: Die sollen sich eigentlich einschließen bis weißer rauch aufsteigt das wäre für meine Begriffe das Beste.
00:28:18: um dann der Bevölkerung offen zu sagen das und das ist erforderlich Man muss auch abwarten.
00:28:23: Die haben ja eben diese Gesundheitskommission beauftragt, die Ergebnisse abwachten.
00:28:28: Ich halte es nicht für zielführend, wenn man Vorfestverlegungen macht.
00:28:32: Nicht genauso wie mit der Rentenversicherung.
00:28:34: Dass ich im Grunde eine Vorfest-Legung mache in Sachen Stabilisierung auf ... Das kostet Milliarden!
00:28:43: Wie sollen dann die Renten-Versicherungs-Kommissionen vorschlagen?
00:28:46: Dann wird's billiger also.
00:28:48: Das ist unglücklich.
00:28:49: Also wenn man Kommissionen beauftragt, dann muss man auch den Mut haben zu schweigen bis zu was sagen.
00:28:55: Sicherheit und Stabilität sind die Menschen ja unglaublich wichtig gerade was das Thema Gesundheit angeht und auch Versorgung angeht.
00:29:00: Was heißt das für dich stabilität persönlich in so einem System?
00:29:03: Was sich permanent ändert?
00:29:05: also wir kommen nicht drum herum auch persönlich dynamische Anpassungen vorzunehmen.
00:29:10: Es wird nicht vermeidbar sein denn alles andere glaube ich wäre nicht state of the art, das kann man nicht mit empunken.
00:29:19: und von daher meine ich schon dass man die stabilität wichtig sehen muss.
00:29:24: Dass man auch stabilität haben muss in der planung aber nichtsdestotrotz nicht nur eine jahresplanung mittelfristige planung gewissermaßen als dritte größe auf sich zu fahren im grund um wir kommen nicht drum herum dort eine entsprechende flexibilität auch an den tag zu legen.
00:29:40: Jetzt die Zeit schon wieder fast um.
00:29:41: Wo wir gerade richtig einsteigen können, wirklich spannendes Thema.
00:29:45: Wir innen aber immer positiv Josef Das heißt... Wir wollen ja Zuversicht geben und deswegen auch positiv ändern.
00:29:52: Was motiviert dich?
00:29:53: Und ich bin wirklich beeindruckt Ich darf dich ja ein paar Jahre kennen und bin echt beeindruckend was du immer noch für eine Produktivität und Leuchten in den Augen hast Obwohl
00:30:02: du
00:30:03: das nicht werten, wenn ich das sagen darf obwohl du das auch so lange machst und viele Geschichten auch schon fünfhundert mal gehört hast.
00:30:10: Da bin ich wirklich von beeindruckt, aber was motiviert dich immer noch morgens aufzustehen und zu sagen?
00:30:15: Ich greif immer noch an!
00:30:18: Also erst mal motiviert mich mein Job.
00:30:20: also ich habe mit der Lehre im Grunde entschieden Versicherung uns sonst nichts.
00:30:26: Ich hab auch Banken studiert aber trotzdem war für mich Versicherungen klar einkommen.
00:30:30: Das ist das eine dass andere ist einfach sich immer wieder in neue Sachverhalte einarbeiten zu dürfen, zu können und zu müssen.
00:30:38: Alles ist, glaub ich, richtig.
00:30:40: Und auch hat mir der Job die Möglichkeiten geboten über den Versicherungsbereich hinaus andere Bereiche kennenzulernen.
00:30:48: Ich nenne mal den Hochschulrat beispielsweise.
00:30:50: Man muss da mit öffentlichen Situationen tun in dem Bereich ... Auch das macht mir Spaß!
00:30:55: Ich mach Beratungstätigkeiten für eine Klinik
00:30:58: usw.,
00:30:59: wissenschaftlicher Barrat also das sind alles Dinge wo ich sage Das macht Spaß, jeden Tag aufzustellen und das noch mit Freude.
00:31:06: Kann ich also nicht anders sagen?
00:31:08: Also ich kann nicht sagen dass ich mal einen Tag hätte wo ich keine Lust hätte.
00:31:12: Super!
00:31:14: Vielen.
00:31:14: vielen Dank lieber Josef für diese Einordnung zwischen Verantwortung und Realität.
00:31:18: war ein ganz ganz spannendes Thema Und an alle da draußen die es gehört haben Die Diskussion endet hier nicht.
00:31:23: wenn euch das Gespräch impulse gegeben hat bleibt dran bringt euch ein diskutiert miteinander auch vielleicht mit kommentaren oder mit einem like Oder leitet diesen podcast einfach weiter.
00:31:33: Ja, von meiner Seite lieber so.
00:31:35: Vielen Dank, dass du da warst!
00:31:36: Das wars schon wieder unser Podcast mit Haltung und Trocken.
00:31:39: Bleibt neugierig, bleibt mutig, bleib im Gespräch.
00:31:41: Tschüss!
00:31:42: Bis bald, vielen Dank!
00:31:51: Mit ihm
00:32:01: sprechen wir über die Frage, wer
00:32:03: erzählt unsere
00:32:04: Stadt?
00:32:04: Lokaljournalismus zwischen Krise
00:32:06: und Neubeginn.
00:32:08: Hat euch die Folge gefallen?
00:32:09: Dann
00:32:09: freuen wir uns über
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