Dr. Arne Lawrenz (Grüner Zoo Wuppertal): Darf man das heute noch? Institutionen im gesellschaftlichen Stresstest.
Shownotes
Unser Thema: „Darf man das heute noch? Institutionen im gesellschaftlichen Stresstest – Ein Zoo als Spiegel von Wandel, Kritik und Verantwortung.“
Unser Gast: Dr. Arne Lawrenz, Direktor des Grünen Zoo Wuppertal
Ein Zoo ist längst nicht mehr nur ein Ort für Tiere. Er ist Bildungsinstitution, öffentlicher Raum – und immer öfter Projektionsfläche für moralische Fragen: Tierwohl, Artenschutz, Transparenz, Verantwortung. Und: die harte Realität hinter schönen Bildern.
In dieser Folge von „Mit Haltung und trocken – der Zukunftstalk mit Markus und Markus“ sprechen wir mit Dr. Arne Lawrenz darüber, wie sich Zoos verändern müssen, um relevant zu bleiben. Es geht um neue Erwartungen, um Kritik, die lauter und schneller wird und um die Frage, wie viel Ehrlichkeit eine Gesellschaft wirklich aushält, wenn sie Transparenz fordert.
Unser Gast beschreibt, warum moderne Zoos heute mehr liefern müssen als „Zeigen, was man kann“: Artenschutz, Bildungsauftrag, Forschung, mentale Gesundheit – aber auch schwierige Entscheidungen wie Populationsmanagement und der Umgang mit unbequemen Wahrheiten. Und er erklärt, wie man Mitarbeitende und Öffentlichkeit mitnimmt, ohne die Realität weichzuzeichnen.
Eine Folge über Wandel in Institutionen und darüber, was Glaubwürdigkeit im Dauerstresstest wirklich bedeutet.
Mit Haltung und trocken - der Zukunftstalk mit Markus und Markus. Ein Podcast der WSW Wuppertaler Stadtwerke. https://www.linkedin.com/company/wsw-wuppertaler-stadtwerke-gmbh/?viewAsMember=true Februar 2026
Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:21: Herzlich willkommen zu Mithaltung und Trocken.
00:00:23: der Zukunftstalk mit Markus und Markus.
00:00:26: Ich bin Markus Schlomski, Arbeitsdirektor der WSW und sage auch hallo und schön dass ihr wieder dabei seid.
00:00:32: Schön dass du heute hier bist lieber Arne.
00:00:34: das Thema Heute ein Zoo ist heute weit mehr als ein Ort für Tiere.
00:00:38: Er ist ein öffentlicher Raum, er ist eine Bildungsinstitution und zunehmend auch einen Ort an dem sich gesellschaftliche Erwartungen manchmal auch Kritik oder heutzutage moralische Fragen bündeln.
00:00:50: Absolut!
00:00:51: Uns interessiert heute was das mit einer Institution wie dein Zoo oder wie den Zoo im Wuppertal oder generell eure Branche die Verantwortung trägt?
00:01:01: Und plötzlich... in dieser öffentlichen Öffentlichkeit auch neuen Medientransparenz unter ganz neuen Maßstäben betrachtet wird.
00:01:09: Darüber wollen wir heute zusammen sprechen und freuen uns sehr, dass du da bist.
00:01:13: Ja, freut mich sehr!
00:01:14: Das ist wichtig diese Transformation die wir da gerade durchmachen.
00:01:18: Aber zu dem ernsten Thema auch ein bisschen Leichtigkeit in unser Podcast im Form eines Weißweins.
00:01:23: Heute haben wir einen Weißgrund damit gebracht aus der Falz.
00:01:28: Welche Rolle spielt für dich Genuss so insgesamt?
00:01:30: Du weißt, mit einer Cola Zero hättest du mir einen Wurst reingefahren getan.
00:01:33: Ja, genau
00:01:33: weiß ich.
00:01:34: Das
00:01:34: stimmt, das stimmt.
00:01:37: Wir stehen
00:01:38: ihn eingeladen!
00:01:40: Da gestehe ich... Da schimpft auch meine Frau dass ich gerade was das Essen angeht da eher so ein Konsument bin und nicht der reine Genussmensch.
00:01:48: aber ich genieße Städtereisen, ich genieße Landschaften, Natur.
00:01:54: Das ist das was ich gerne genießen kann.
00:01:55: Ich freue mich wenn ich morgens hinzugehe und die Sonne geht auf Und ich sehe schöne Wolken und tolle Natur.
00:02:01: dass begeistert mich sehr.
00:02:02: da bin ich ein Genussmensch.
00:02:04: Wir starten am Anfang immer mit ein paar persönlichen Fragen damit dich alle bisschen besser kennenlernen oder Ein paar Seiten von dir außerhalb der Fachfragen auf die wir dann nachher eingehen.
00:02:14: Was war dein erster Job?
00:02:15: Und was hast du daraus gelernt fürs Leben?
00:02:18: Mein erster Job war wirklich Hausmeister.
00:02:21: Als ich während des Studiums und nach dem Studium an meiner Doktorarbeit gearbeitet habe, hab' ich als Hausmeist in einer Schule gearbeitet.
00:02:27: Und die lustige Geschichte...
00:02:28: Mit so grauen Kittel?
00:02:30: Ja!
00:02:30: Also Kakao-Ausgabe?
00:02:31: Genau, so ähnlich.
00:02:33: Das war spannend weil irgendwann war ich dann auch sogar schon mal promoviert bevor ich angefangen bin aber als Tier zu arbeiten.
00:02:39: Dann hat der Direktor der Schule sich damit gelobt gesagt es gibt zwei Promovierte in der Schule.
00:02:44: das ist der Direktor der Hausmeester.
00:02:46: Das war eine witzige Geschichte.
00:02:48: Aber wenn ich es mir recht überlege, dann habe ich sogar noch eher direkt nach dem Abitur als Praktikant in der Lenz-Halle in Berlin gearbeitet.
00:02:55: Das ist ein Versuchsgut von der TU für International Agrarentwicklung, wo ich in einer Landwirtschaft gearbeitet hab und wo ich mich im so bisschen auch mein Studium vorbereitet habe – als Westberliner wenig mit Wirtschaftsnutztierend in Berührung kommt, habe ich da fast ein Dreivierteljahr bis sich dann den Studienplatz bekam.
00:03:13: Eben wirklich als Praktikant gearbeitet Rinder gemolken, Massstelle gereinigt, Stallungen sauber gemacht.
00:03:20: Das war gute körperliche Arbeit hat mir viel gebracht auch vor allen Dingen einfach mal als Abiturient plötzlich mal zu denken das weißt du besser aber das ist dein Job jetzt.
00:03:30: und jetzt machst Du denn einfach so Mit einer Bürste, so einen Maststahlputzen und wenn du vorne fertig bist, fängst du hinten wieder an.
00:03:36: Ob Sinn macht oder nicht auch einfach mal zu machen was man dir sagt.
00:03:40: das hat mich fürs Leben nicht negativ beeinflusst
00:03:44: Aber in jungen Jahren schon etwas mit Tieren.
00:03:45: also dein Weg war schon sehr früh vorgeprägt.
00:03:49: Meine Eltern sind beides Biologen Und haben mich und meinen Bruder ich habe noch ein Bruder der zwei Rönger ist relativ, also immer mit den Natur genommen haben uns Tiere gezeigt und habe mich auch relativ früh mit nach Afrika genommen.
00:04:01: Deswegen eben meine ganz große Liebe für Afrika die dadurch geprägt wurde und da auch geblieben ist.
00:04:06: Wenn du jetzt gerade schon in der Erinnerung schwelchst gibt es denn beruflich etwas was du heute anders machen würdest?
00:04:12: Und wenn sagst du uns das?
00:04:14: Also ich bin absolut zufrieden mit dem was ich gemacht hab.
00:04:18: Es war vollkommen richtig.
00:04:20: Ich hab auch einmal einen fatalen Fehler gemacht, der aber für mein Leben mitentscheiden war.
00:04:25: Weil ich daraus gelernt habe immer ehrlich und immer transparent zu sein.
00:04:29: also insofern würde ich sagen ich wüsste nicht was sich anders machen würde wenn ich sagen würde ich drehe die Zeit zurück ich nenne das noch mal... Was war das
00:04:36: für ein Fehler?
00:04:37: Willst du das so?
00:04:38: Ja!
00:04:38: Also das war..ich nenne es immer dass ist meine Geschichte von dem weißen Pony eines kleinen Mädchens Und ich habe in einer Pferdepraxis gearbeitet und hat eigentlich mich mit Kleintchen ausgekannt habe die Klinikpferde versorgt und dieses Pony war von einem großen Pferd getreten worden, hatte eine Teilfraktur im Schulterbereich und hatte dann noch offene Wunde.
00:04:58: Und ich sollte diese Wunde versorgen.
00:05:00: Bei der Wundversorgung hab' ich auch Fehler gemacht und dabei hat sich das Pferdi überschlagen ist in die Ecke zu liegen gekommen, hat dann einen Moment nichts gemacht und dann hat es gepanigt und hat gegen die Wand getreten und hat sich dann dabei das Bein gebrochen.
00:05:15: Das ist ein Fehler kann einem passieren und der darf nicht passieren, aber der große Fehler an der Geschichte war.
00:05:22: Dass dann ich das eben meinen Chefs den Klinikbesitzern gemeldet habe und der Einheit gesagt er kümmert sich da drum.
00:05:28: Und noch andeutete er wird irgendeine Geschichte erzählen.
00:05:33: Das war für mich natürlich einmal fatal dass ein Pferd gestorben ist was dann erlöst werden musste weil ich einen Behandlungsfehler begangen hatte.
00:05:41: Dann ist es passiert dass diese Familie mit dem kleinen Mädchen das Pony gehörte auf den Hof kamen Da wo die Praxis war und derjenige, der gesagt hat er hätte mit der Familie gesprochen.
00:05:52: Mit dem konnte ich nicht mehr sprechen mit dem Klinikleiter.
00:05:54: Und ein anderer Kollege, der mit mir auch als das Tent gearbeitet hat, hat dann gesagt Er spricht mit der familie und hat dann mit der famille gesprochen.
00:06:01: und Dann sind sie plötzlich alle wieder vom Hof.
00:06:04: Und dann kamen die Familie zu mir und sagt wie kann denn sowas nur passieren?
00:06:07: Und ich immer so ja noch telefoniert schnell irgendwie keinen bekommen.
00:06:11: was weiß die Familie jetzt, wissen die ehrliche Geschichte das was mir passiert ist.
00:06:16: Was ich gemacht habe zu dem ich gerne auch gestanden hätte natürlich ist das unschön aber das hätt ich gerne und dann war ich so verunsichert dass irgendwann mal die gefragt haben ja sind sie denn dabei gewesen?
00:06:27: Ich wusste nicht was ich sagen soll.
00:06:28: dann hab gelogen und gesagt nein ich werde nicht dabei gewissen.
00:06:31: Und das war so schlimm für mich, dass ich wirklich eine Zeit lang überlegt habe ob ich dem Job aufgeben sollte.
00:06:36: Damit der Kollege hatte dann den Familien genau das gesagt, dass es bei der Behandlung passiert ist, dass er sich überschlagen hat und irgendwas.
00:06:42: Nachdem ich dann gesagt hätte, ich wäre nicht dabei gewesen, haben sie gedacht, er wär's gewesen und damit hatte er dann quasi eine weitere Leiche im Keller.
00:06:48: Das war für ihn jetzt nicht so ein Problem aber für mich noch diesen Problem.
00:06:51: Ich wollte dann dieser Familie sagen, dass mir das passiert ist.
00:06:54: Und das hat mir aber meinen Chef nicht erlaubt.
00:06:56: also das war für Diese Geschichte des weißen Ponys, die mich da so geprägt hat.
00:07:00: Megatransparenz zu sein immer ehrlich zu sein nie zu lügen auch nicht eine blöde Notlüge und das war eine harte aber extrem wichtige Erfahrung, die ich in meinem Leben gemacht habe.
00:07:10: Toll dass du uns mit uns teilst.
00:07:12: Ja meine Geschichte vom weißen Pony ist dir hat mich eben sehr geprägt.
00:07:17: Gibt es Gerüche?
00:07:18: Die dich an deine Kindheit erinnert?
00:07:21: also Ich hab auch das große Glück dass meine Großmutter ein kleines Häuschen in Tirol gekauft hat und wir sind sehr, sehr viel in den Schälen dann immer nach Tiroll gefahren.
00:07:30: Und dieser Geruch wenn man da hinkommt und es riecht nach Rind und Milch und nach Land und nach Wiese das ist mein Geruch.
00:07:38: Das ist der Geruch wo ich mich zu Hause fühle Der mich an meinen Jugend erinnert.
00:07:42: Ja super!
00:07:43: Und jetzt mal zum Abschluss unserer persönlichen Fragen bevor es dann richtig losgeht.
00:07:46: Wann lieber Arne warst du letztes Mal mutig?
00:07:49: Wann war ich letztes mal
00:07:50: mutig?!
00:07:52: Vielleicht auf meiner letzten Mountainback.
00:07:59: Ich bin der Schlechteste von unserem Team, der am wenigsten mutig ist.
00:08:03: Ich habe auch mittlerweile schon zwei künstliche Hüften und ein Schlüsselbeinbruch.
00:08:08: Insofern muss ich da aufpassen.
00:08:09: Aber am letzten Tag ... Und ich trink ja relativ wenig.
00:08:13: Da hatten sie mich aber dann überredet doch noch mal auf der Hütte oben einen Williams-Bürne zu trinken.
00:08:19: Richtig mutig.
00:08:22: Super, sehr schön!
00:08:24: Steigen wir ein?
00:08:25: Also und so heute einer der ältesten öffentlichen Institution überhaupt zumindest jetzt in dem städtischen Kontext woran merkst du heute ganz konkret dass sich die Erwartung der Gesellschaft an euren Auftrag verändert
00:08:40: hat?
00:08:40: Also wenn ich alleine nur schaue, wie wir zum Beispiel die Elefanten bis Femur neunzig gehalten haben.
00:08:46: Wie wir sie seit Femunneunzig bis jetzt gehalten habe und wie wir planen, die Elefonnenhaltung weiter zu verändern und auch nicht nur weil wir selber das Gefühl haben dass wir unsere Tierhaltung permanent anpassen und optimieren müssen sondern ist auch immer wieder höhere aus dem was die Bevölkerung mir sagt was die Erwartungen der Bevölkerung an eine optimierte Tierhaltungs Und da ist es auch immer wieder schwierig zu sagen.
00:09:09: Kannst
00:09:10: du das beschreiben ein bisschen?
00:09:10: Also was hat sich da konkret verändert?
00:09:13: Ein Knackpunkt bei mir war auch noch mal wichtig, wir haben diesen Markenkerr in Grünazwo Wuppertal analysiert mit Studierenden der Universität hier.
00:09:20: Wir arbeiten sehr viel mit der Uni zusammen und da waren viele jüngere Menschen Studierende die dann gesagt haben ja also wenn ich mich an den Zoo erinnere die haben so ähnliche Fragen bekommen wie jetzt.
00:09:29: gerade Erinnere ich mich, da bin ich als Kind mit der Familie hingegangen.
00:09:32: Ich hatte ein schönes Wochenende und Muskelkater gehabt weil viele Berge hoch gelaufen sind.
00:09:37: Ich habe mal Eis gegessen war toll also eine ganz positive Erinnerung.
00:09:40: aber es schwingt so ein bisschen das Gefühl mit.
00:09:43: darf ich diese uneingeschränkte Freude empfinden wenn ich weiß jetzt als heranwachsender oder als erwachsener Mensch dass dafür Tiere wilde Tiere eingesperrt werden?
00:09:52: Und das macht einigen Menschen ein schlechtes Gefühl Und das würde mir auch persönlich ein geschlechtes Gefühl machen, wenn ich wüsste, ich sperr sie nur ein um Sie zu zeigen.
00:10:02: Alleine nur zum Zeigen sondern das ist kein trifftiger Grund, um heute wilde Tiere einzusperren.
00:10:06: Beraustien sehe ich das anders.
00:10:07: die sind extra dafür domestiziert worden uns Menschen zu gefallen als Pferd ja als Hund uns zu dienen als Nutztiere uns essen zu geben.
00:10:17: aber Wilde Tiere einzusperren braucht es aus meiner Sicht mehrere triftige Gründe Und da gehört eben der Arten und der Naturschutz ganz klar dazu.
00:10:25: Da gehört der Bildungsauftrag ganz klar zu, und da gehört aber auch – das muss man eben auch sagen – dass die Menschen Spaß haben können, ehrlich genießen können, uneingeschränkt es auch genießen kann, weil wir auch mittlerweile schon wissen Dieses in die Natur gehen, rausgehen auch für eine mentale Gesundheit sehr wichtig ist.
00:10:44: Es gibt jetzt sogar so ne tolle Studie.
00:10:46: im Englischen heißt das Never leave a child inside Ist ja ein bisschen neu zu Tage man wird urban groß es gibt die Entfremdung Die Menschen haben weniger soziale Kontakte leben nur vor ihrem Smartphone oder Display und kommen nicht mehr raus.
00:10:59: Und da sehe ich auch eine wichtige Aufgabe die in Richtung Erholung geht aber auch noch mal weiter gefasst als nur Ich gucke mir exotische Tiere habe Spaß sondern Ich lasse mich durch diese Tiere inspirieren, rauszugehen in Natur zu gehen und wir sehen unseren Bull auch in die Natur rein.
00:11:13: Deswegen haben wir mehrere Gründe, die wir haben müssen und das kriege ich ihm auch wiedergespiegelt.
00:11:17: Klar krieg' ich auch einige Menschen, die jetzt nicht so kritisch bezost Tierhaltung umgehen, die dann sagen was soll das Ganze?
00:11:25: Und ja, ich bin früher in Zoo gegangen, jetzt habe ich zwanzig Euro gezahlt und früher hab ich Löwe, Tiga Leopard, G-Part alles gesehen... ...und jetzt sehe ich den nicht!
00:11:34: Muss sich mehr Zeit nehmen, es muss vielleicht ein Fernglas mitbringen.
00:11:37: Das finden manche sehr gut und das finden andere noch nicht so gut.
00:11:40: Und das ist aber, glaube ich, meine Aufgabe den Menschen zu zeigen, dass wenn wir über Tierwohl reden, wenn wir Tiere halten wollen oder ein Bildungsauftrag haben, dass Tierwohl keine Frage sein darf.
00:11:51: Ich möchte nicht, dass Menschen zu mir in Zukunft fragen, geht es den Tieren hier gut?
00:11:55: Das muss anhand der Tierhaltung jedem deutlich sein, dass man sagt, hier gehts unseren Tieren gut!
00:12:00: Wenn du die letzten Jahre in den Zoo schaust, was war der Moment, wo man gemerkt hat, dass so die klassischen Erzählungen und Selbstverständigkeit nicht mehr tragen?
00:12:09: Ich entsinne mich noch an meinen Vorgänger von dem ich wahnsinnig viel gelernt habe.
00:12:13: Von dem ich die ganze Zoologie gelernt hab, die Tierhaltung, aber er hatte die Möglichkeiten auch oder ist auch nicht so kritisch hinterfragt worden.
00:12:21: Und wenn man ihn gefragt hat zum Beispiel warum halte ich Elefanten?
00:12:24: dann hat er einfach sagen können weil ich es kann.
00:12:27: Ja und damit war das schon klar.
00:12:28: Und wenn ich heute sagen würde, ich halt Elefanten weiß kann, da würden alle mir ein Stickefinger zeigen.
00:12:32: Was ist das denn?
00:12:33: Ich brauche aus meiner Sicht triftige Gründe, warum ich eben wilde Tiere halte.
00:12:38: Wie gehst du persönlich mit um?
00:12:39: Du hast vor diesem Spannungsverhältnis erzählt, Bildungsauftrag, Tierwohl, Freizeitangebot und so weiter.
00:12:47: Es ist ja ein Spannung- verhältnis wie du es gerade beschrieben hast.
00:12:49: Wie geht's dir persönlich damit um?
00:12:51: also wie ordnest du das?
00:12:54: Also was hat eine Priorität für dich?
00:12:56: Also das mag vielleicht daran auch anliegen, dass wir ja städtisch sind.
00:12:59: Dass ich ein Stadtbetriebsleiter, zweihundertfünfzehn bin und dass ich einen festes Budget habe und dass die Stadt mir auch gewährt.
00:13:09: Dass sich ein gewisser Einnahmen bringen muss.
00:13:14: aber sie sagt nicht Ich muss mit meinen Tieren Geld verdienen Und das finde ich extrem positiv und gut Und deswegen kann ich diesen Bildungsauftrag nachkommen.
00:13:22: Deswegen kann ich eben Natur- und Artenschutzgedanken gehen, deswegen kann auch mal einen kleinen braun Vogel halten, der in einer Natur ausgestorben ist, der aber nicht jeden Besuchenden eine große Freude bereitet.
00:13:33: Hinter den Kulissen züchten wir Tausende von Schnecken die wir jedes Jahr dann in die Natur zurückbringen, die in der Natur aus gestorben waren, die auf die Fitchi Inseln gingen gemeinsam mit The London's Logical Society und Sperin, dass sich solche Projekte durchziehen können, die nicht jeder Besuchende sieht die nicht besonders attraktiv sind.
00:13:51: Und ich glaube, ich kann mir das eh mehr leisten als jemanden der zu Achtzig, Neunzig, Hundert Prozent Deckungsgrad das Geld mit seinen Tieren verdienen muss und der Angst haben muss dass wenn er vielleicht mal eine etwas kritischere Geschichte macht Wenn er über Populationsmanagement Artenschutz redet einem auch mal den Menschen manchmal ja ehrlich was einschenken muss was sich nicht schön anhört.
00:14:12: Und da kann ich, glaube ich ehrlich und transparent damit umgehen.
00:14:15: Weil ich natürlich die Besuchenden brauche und sie nicht verlieren darf.
00:14:18: aber ich muss mich vielleicht um jeden einzelnen besuchen kämpfen.
00:14:21: Ich muss nicht in Riesenradform Zoo aufbauen oder irgendwelche Sachen machen sondern ich kann mich ganz auf unsere naturnahen schönen Anlagen fokussieren Auf Ökosysteme fokassieren auf den Natur- und Artenschutz und das bereitet mir eine Freude.
00:14:34: und ich glaube dass ist das was sich besonders kann und darf und bildet mir ein solange ich eben Politik glücklich mache, unsere Gesellschaft glücklich machen und zeige dass der Zoo eben eine ganz ganz wichtige deutliche Funktion für diese Stadt hat.
00:14:46: Und das er ihm wichtig und notwendig ist.
00:14:50: Wenn Kritik an der Institution so kommt, dann kommt die ja sehr laut und emotional.
00:14:56: Es ist auch schnell öffentlich.
00:14:58: Man kann viel erreichen.
00:14:59: Es gibt viele Influencer, die Tausende von Menschen mobilisieren mit Argumenten, die nicht immer tragen, die auch unfair sind oder nicht abgeleitet sind.
00:15:08: Was macht das mit einer Institution?
00:15:10: Und was macht es mit den Leuten, die bei dir arbeiten, wenn oft auch Kritik von außen kommt... ...die nicht erklärbar sind, die nachvollziehbar sind?
00:15:18: Wie reagiert man da?
00:15:19: Ja, also ich glaube für mich als jemand der den Zoo leitet und sich viel mehr mit der Sache auseinandersetzt.
00:15:24: Ich setze mich permanent auseinander, ich lerne damit umzugehen.
00:15:28: Ich kann auch noch viel besser akzeptieren dass ich oft sagen muss die haben recht in vielen Punkten haben die Recht manchmal sind es überspitzt, manchmal beschreiben sie in so vor zwanzig Jahren und haben nicht mitbekommen das wir uns verändert haben.
00:15:39: Den so vor Zwanzigjahren oder dreißig jahren würde ich auch nicht mehr unterstützen.
00:15:43: da wäre ich auch ein Gegner.
00:15:45: Für meine Mitarbeitung ist das manchmal schwieriger weil Du Tierpfleger wirst, weil du dich für Tiere interessierst.
00:15:51: Weil du mit Tieren arbeiten möchtest und für die ist es dann häufig sehr schwer wenn dann vor allen Dingen auch gesagt wir quälen die Tiere, wir sperren die ein, Tiere gehören in Natur Und du gibst dein Herzblut alles.
00:16:02: Deswegen weiß ich dass das für mein Pflegepersonal deutlich schwieriger ist und die häufig dann einfach auch dicht machen Sagen mich interessiert das nicht was die da draußen sagen und Ich habe hier meinen Job und ich hab ja meine Tiere und ich pflege die.
00:16:14: Das ist glaube ich auch ein guter Schutzmechanismus den die machen, aber mein Job ist es dann eben mich immer proaktiv transparent und ehrlich mit diesen Meinungen auseinanderzusetzen.
00:16:24: Und auch mit diesen Menschen, die so Gegner sind zu diskutieren, solange sie eben Diskussion zulassen.
00:16:31: Ich krieg ja manchmal nur dieses Faktsos vorgeschmissen.
00:16:34: Aber nichts ist so trotzmerkig dass sich viele Menschen, Und die sagen, ich lehne Zoos ab.
00:16:41: Sie deshalb ablehnen weil sie einen modern wissenschaftlich geführten Zoo wie besonders der Grüne Zufuhrpartal ist.
00:16:47: das muss ich sagen wir sind nicht Mainstream Wir sind schon was Besonderes da bin ich ein bisschen eingebildet und wir gehen meins an sehr zukunftsgewandt voran.
00:16:56: dass wenn ich das beschreiben kann Ich da viel merke wie Leute ins nachdenken kommen ins grübeln bekommen.
00:17:04: also jetzt fallen die mir nicht all um Hals und sagen mensch toll.
00:17:06: Aber dass ich merke, dass manche Menschen eben einfach noch ein falsches Bild, ein verstaubtes Bild von Zoos haben.
00:17:11: Dass du das eigentliche Kritik, die dich an diesen Zoo gegendern habt, dass sie wirklich besseren Wissens so ein verstopftes Bild von zoos immer wieder propagieren und sagen wir würden in die Natur gehen, Tiere einfangen, die Natur zerstören und sowas.
00:17:24: also das ist der totale Schwachsinn!
00:17:26: Also das ist blöd.
00:17:28: Andererseits sind die Menschen, die diesen Zoo gegen dann folgen ja auch schon mal Menschen sich in irgendeiner Form kritisch mit T-Altung gesetzt haben.
00:17:35: Also das sind keine Menschen, die völlig verloren sind, wo ich sagen muss... Gibt sie sich auf?
00:17:40: Nein, nein, sehr gut!
00:17:41: Du hast, ich würde doch gerne mal ganz kurz einen Schritt noch einmal zurück.
00:17:44: du hast vorhin gesagt dass dir die Rahmenbedingungen mehr Freiraum geben mit der Entwicklung oder dieser Transformation auch anders umzugehen.
00:17:52: in der Zooentwicklung kannst uns da ein zwei Beispiele machen, die in einer normalen Umgebung viel unbequemer gewesen wären oder die du hier durchgesetzt hast, die auch zu Kritik geführt haben.
00:18:06: Vielleicht am Anfang, wo du aber den Freiraum genutzt hast um genau diese Transformation voranzutreiben?
00:18:12: Absolut!
00:18:13: Also ich bin sehr stolz auf unseren Grünen.
00:18:15: so wir übernehmen extremst wie Verantwortung was das Managen von Reservepopulation angeht.
00:18:20: Das ist Wort Reservepopulation kann man auch mal definieren.
00:18:23: Ist es eine Reservepopulierung?
00:18:24: wird's eine ReservePopulation?
00:18:25: wann ist es ein ReservePopolation?
00:18:27: Aber wir versuchen, stabile Populationen zu halten.
00:18:30: Wir sind verantwortlich für den afrikanischen Elefanten und das ist eine Reservepopulation für die nördlichen Löwen.
00:18:36: Der Nördliche Löwe ist in seinem natürlich angestammten Lebensraum in Nordafrika ausgestorben.
00:18:41: Es mag ihn vielleicht noch im westlichen Afrika geben und wir sind gerade dran Forschung zu machen um zu gucken wie genetisch verwandt sind die Löwen.
00:18:47: aber es gibt ihnen nur noch ein menschlicher Obhut also in der Natur ausgestorm.
00:18:51: Und gleichzeitig führen wir noch für den Nürzind-Ahr das Suchprogramm, wo unser Ziel ist, Fünfzig bis Hundert Tiere so zu züchten.
00:18:57: Dass wir die jedes Jahr in die Natur entlassen können weil sie eben in der Natur so bedroht sind dass es im Bereich gibt wo sie mal gelebt haben aber nicht mehr leben, weil wir Menschen sehr ausgerolltet haben.
00:19:05: Wir führen das Suchbuch für den kleinsten Hirsch Südamerika, dem Pudu und für eine Tangarenart also übernehmen extrem viel Verantwortung und wir managen solche Populationen und wir berechnen die um die stabil gesund als Reserve.
00:19:20: und lass es naiv nennen oder nicht, aber wir wollen dass die nächsten fünfzig bis hundert Jahre überleben weil wir hoffen das wir sie jetzt schon oder in fünfzighundert Jahren wieder in Natur zurückbringen können wenn wir uns wieder gesammelt haben.
00:19:32: Die Lebensräume wieder da sind.
00:19:33: Wir alle nachhaltiger mit unserer Umwelt umgehen.
00:19:36: und deswegen managen wir diese Populationen.
00:19:38: und wir haben gemerkt wenn man diese Population managt und eine stabile gesunde Population haben willst Dann hast du auch nicht anders.
00:19:45: Aber in der Natur, da wird ein Tier geboren und dann wird es gefressen.
00:19:49: In der Natur verdostet ein Jungtier oder ein älteres Tier einen verhungerten Jungtier.
00:19:54: Also da gibt's eine natürliche Selektion wenn man noch ein stabiles Ökosystem hat.
00:19:59: Bei mir stirbt keiner, bei mir verhungert keiner.
00:20:01: Bei mir verdurstet keiner und wird keiner von einem anderen Tier gefressen außer ich verfüttert ihn.
00:20:06: Ich habe also deutlich mehr Tiere als ich brauche und dann kann ich Mechanismen einsetzen wie Verhütungsmittel.
00:20:12: Kann versuchen die Population zu steuern.
00:20:14: das haben wir über viele viele Jahre gemacht mit Verhüptungsmitteln.
00:20:17: Und dann merkst du wie so eine normale gesunde Population wäre es eine Pyramide mit wenigen Alten und vielen Jungtieren und dann wächst die immer stabil.
00:20:24: Und wenn wir jetzt aber eingreifen mit Verhütungsmitteln, Tiere voneinander trennen, kontraceptive also das sind chemische oder Kastrationen einsetzen, dass du dann eben weniger Jungtiere hast und dann werden wir Tierärzte deutlich besser.
00:20:37: Wir haben uns wirklich extremst entwickelt in den letzten zwanzig Jahren.
00:20:40: Das heißt also viele Tiere wären noch viel älter als auch in der Natur.
00:20:44: Hast du irgendwann so einen Diamanten oder so ein Blatt?
00:20:47: Und wir merken, dass diese Populationen, das haben die Amerikaner uns vorgemacht, dann irgendwann so rauswachsen.
00:20:51: Dass du irgendwann nicht mehr genug züchtende Tiere hast und dass diese populatione menschliche Obhurt aussterben können.
00:20:57: Ich hatte ja eingangs gesagt, wir gehen nicht mehr in die Natur.
00:21:01: Wir sind nicht mehr hattariemäßig unterwegs.
00:21:02: Wenn man es verbockt hat, holen wir wieder Tiere aus der Wildbahn.
00:21:05: Sondern wir müssen eine stabile Population aufbauen.
00:21:08: Um das zu machen ... Das hat bisher jeder Wissenschaftler bestätigt mir das.
00:21:13: Wer meint, dass es anders geht?
00:21:14: Der ist herzlich eingeladen zu mir zu kommen und mir zu zeigen wie's geht.
00:21:17: Nichts lieber würde ich machen aber wir merken ihm auch das man so eine ... Wir nennen das net ausgedrückt eine selektive Mortalität brauchen bedeutet also Ich muss gesunde Tiere ob jung mittelalterlich alt Das hängt immer von der Kaskade von der Tierart ab.
00:21:31: Tiere rausnehmen töten um sie dann eben auch sinnhaft eben auch noch zum Beispiel meinen Fleisch fressen mein Kranivon zu verfüttern Und das is eigentlich der Kreislauf des Lebens.
00:21:41: Der ist educativ aus meiner Sicht auch sehr wichtig, gerade wo wir Oban groß werden.
00:21:45: Aber das ist nicht leicht und es ist nicht was, was jeder sexy findet.
00:21:49: Und wenn das eine zwergzige ist, finden die Leute das noch toll.
00:21:51: und wenn das vielleicht ein kleiner Hirsch ist dann find man das gut weil das auch gejagt wird.
00:21:56: aber Wenn das ein Zebra wird, dann schluckt man schon.
00:21:58: da gibt's wenn nimmst du ein bisschen den cuteness Index Ja
00:22:01: ja und wenn
00:22:02: dass ein kleiner Vogel ist, dann ist das auch noch gut.
00:22:04: aber wenns ein Pinguines Dann wird schlucken schon größer.
00:22:07: Ja, ich merke das selbst.
00:22:08: Das ist schon ein Störgefühl.
00:22:10: Wo ist die Cut-off Linie?
00:22:12: Aber da ist kein Unterschied!
00:22:13: Deswegen ist es meine große Aufgabe... ...die Bevölkerung über diese Tatsache zu informieren.
00:22:17: Ihnen zu sagen wenn ich aktiv Arten und Naturschutz betreiben möchte muss ich mich auch mit dem aktiven Töten von Tieren beschäftigen.
00:22:23: Muss das auch akzeptieren?
00:22:25: Und dann wird es irgendwann auch mal einen Elefanten in Menschenaffen oder wie jetzt eben auch in Nürnberg Paviane betreffen.
00:22:33: Das ist eine rein ethische Geschichte.
00:22:34: und dann muss man sehr definitieretiger, super schwer.
00:22:36: Weil wo ist da der Unterschied zwischen der Ratte die ein gleiches Sozialsystem hat wie den Affen?
00:22:41: Aber wir Menschen machen da eben einen Unterschied.
00:22:43: Den emotionalen Unterschied.
00:22:47: Bambi darf es nicht sein!
00:22:49: Ja also aber das ist die Welt.
00:22:50: will ich Disney Anime Kingdom, Bambii alle haben sich lieb, der Löwe kuschelt mit der Giraffe.
00:22:56: Oder will ich sagen, wir haben den europäischen Weg?
00:22:58: Sorry aber eine Kiraffe ist auch tolles Löwenfutter und irgendwo muss das Futter für den Fleischpreis herkommen.
00:23:04: Aber wie schwer das ist, auch in deiner Aufgabe als so einer seit den Menschen Freude zu machen indem sie zu dir kommen zur Besuch und sich in den Tieren erfreuen.
00:23:12: Und dann die Wissenschaft um das was deine Aufgabe es Tiere zu erhalten für uns für die nächsten Generationen die sonst verloren gehen das übereinzubringt?
00:23:19: Das ist gar nicht so einfach!
00:23:20: Nee das ist nicht einfach und das ist aber ein langer Weg dem jetzt gehen.
00:23:23: und da muss ich wirklich sagen dass sind vier Zoos in Europa die das sehr proaktiv vorantreiben weil wir eben nicht unseren Kopf ins anstecken und sagen das wird schon irgendwie klappen sondern wir wissen es funktioniert weil wir diese Verantwortung haben, weil wir die Zuchtbücher führen.
00:23:36: Das ist einmal der Zoo von Kopenhagen, das ist einmal den Zoo Zürich und der Nürnberger Zoo und der Wuppertaler Zoo.
00:23:42: Wir sind vier Vorreiterzos, die proaktiv sagen, wir müssen Populationen managen, wenn wir sie für die Zukunft bewahren
00:23:49: wollen.".
00:23:49: Da sind wir viel zu wenig stolz drauf als Wuppertaaler, weil will ich gar nicht wissen, dass wir solche Vorreite auch haben hier in dieser Stadt?
00:23:55: Ja, die Frage ist, isst man stolz darauf, denn man ehrlich ist, ist man stolzt darauf, wenn man eben sagt, wir müssten Tiere töten ... wird keiner drum herumkommen.
00:24:02: Ich bin stolz drauf, eben dieses Jährlich und da kommt vielleicht die Geschichte vom weißen Pony wieder.
00:24:08: Es macht jeder aber es reden nur vier drüber.
00:24:10: Okay, spannend!
00:24:11: Und das machen viele, sagen wir mal was?
00:24:12: Es machen viele.
00:24:13: ich will jetzt nicht falsches sagen.
00:24:14: Wie du sagst, es macht jeder wie offen darf man darüber reden?
00:24:17: also was ist gesellschaftlich...wie soll ich es mal nennen?
00:24:20: Das eine ist die Transparenz finde ich absolut richtig und ich finde auch gut dass man so offen darüber spricht und es nicht verheimlicht Aber die Art und Weise, wie man das tut.
00:24:29: Man kann ja auch nicht so tun als gäbst du die gesellschaftliche Meinung nicht.
00:24:33: Auch wenn es die harte Realität in vielen Bereichen ist ja nicht nur im Zoo-Bereich sondern auch gibt.
00:24:40: Die Kunst ist dann diese beiden Welten in vernünftiger Form kommunikativ miteinander zu verbinden und zu erklären Weil es macht ... Wir haben trotzdem alle die Disney-Filme geguckt und wir finden auch König der Löwen super.
00:24:54: Und gehen mit dieser Sozialisierung in den Zoo, treffen dann jetzt auf so eine harte Beschreibung?
00:25:00: Eine harte Realität!
00:25:02: Die Kunst ist ja eher, glaube ich, diese beiden Welten in vernünftiger Form miteinander zu verbinden
00:25:08: oder?
00:25:08: Genau.
00:25:09: Also es gibt deswegen auch noch mal eben einmal vielleicht mein persönlicher Ansatz von dem weißen Pony Deswegen schön dass sich da die Chance hatte das zu erzählen.
00:25:17: Und die andere Realität, dass ich im Städte bin.
00:25:20: Dass ich aus Steuermitteln finanziert werde zu fünfzig Prozent und das jeder in dieser Stadt in Deutschland das Recht hat eine Information über diesen Zoo zu bekommen.
00:25:29: Wenn irgendjemand wissen möchte wie ich mein Gorilla, meinen Löwen, mein Zebra behandelt habe hatte das Recht das zu bekommen.
00:25:35: Ich gestehe als Tierarzt da am Anfang vor twenty-fünf Jahren angefangen hab ich gedacht wen geht das an?
00:25:39: Wie ich ein Zebrabehandel?
00:25:40: was geht die Leute das an und das musste ich also lernen Und habe mich damit auseinandergesetzt, hab am Anfang gedacht was für Mist.
00:25:47: und hab das dann gelernt.
00:25:48: Das ist das Schöne dass ich sagen muss genau das ist das was du beschrieben hast.
00:25:52: natürlich dass wir mega transparent sind sein müssen und sein wollen können wir nur das machen was wir auch jedem zeigen können und wollen.
00:26:00: wenn es etwas gibt wo ich sage boah da würde ich jetzt mit euch nicht gerne drüber reden wollen das kann ich der öffentlichenigkeit zeigen dann kann ich noch nicht machen.
00:26:07: und genau ist es dass ich weiß ich muss Irgendwann mal, wenn ich eine stabile Population halten will das mit den Tieren machen.
00:26:15: Und deswegen fange ich an mit dem Tieren diese Tiere zu verfüttern die für den Menschen normal sind Die Ziege Das Schwein.
00:26:23: und versuche auch nochmal zu erklären dass der Löwe ist ein Fleischfresser.
00:26:27: Der kann nicht wie wir Menschen vegan werden.
00:26:29: Wir könnten alle mehr oder weniger vegan leben.
00:26:32: Der Löwe kann das nicht.
00:26:32: Das heißt irgendwo muss das Fleisch vom Löwen herkommen und das Fleisch von Löwen kann natürlich aus Massentierhaltung kommen Wie es jetzt kommt indem ich einen Rinderviertel kaufe und dann da eben Kotlet abschneide, und dann noch Mineralstoffe drauf gebe und Vitamine draufgebe.
00:26:45: Oder es kann aber auch von einer Ziege am Schwein einem Hirsch aus meinem Zoo kommen der geboren wurde um eine stabile Population aufzubauen?
00:26:54: Der versucht wurde abgegeben zu werden, das passieren die gehen immer.
00:26:57: Sie sind eine halbe Jahr auf der Abgabeliste, wären an den Zoos abgegeben aber irgendwann wird er vielleicht nicht abgegeben bekommt Stress mit seinem Vater.
00:27:04: der junge Hirschmann und wird vom Vater rausgeschmissen sitzt irgendwo bei mir in der Ecke oder irgendwo abgesperrt sitzt dann da noch ein paar Monate versuche noch einen heimzufinden und wenn ich dann nicht finde dass sich dann diesem Tier ein schmerzfreies Ende bereitet, indem ich ihn erschieße wirklich schmerzfrei.
00:27:21: Also das heißt er wird nicht transportiert wie ein Schlachttier.
00:27:24: Er kommt nicht auf den Schlachthof.
00:27:25: Er weiß nicht dass eventuell morgen das Ende ist und er wird erschossen und dann eben an den Löwen verfüttert der von irgendwas ernährt werden muss.
00:27:33: Und wenn man auch noch sagt dass es ihm amantierwohl ist weil dieser junge Hirsch einmal dazu gedient hat dass die Eltern ihre Sexualität ausleben konnten Dass die Eltern die Mutter einen Jungtier ausgetragen hat gesorgt hat großgezogen hat, die Jungtiere miteinander gespielt haben.
00:27:48: Also es hat für das Halten von Tieren aus meiner Sicht auch ich kann... Ich bin ein bisschen verstrahlt als... Ja im Alter wird man verstraht!
00:27:57: Ich kann keine wilden Tiere mehr in menschliche Obhut halten oder einsperren wenn ich ihnen ihre Sexualität vorpflanzen und das alles nehmen behaupte dann, dass ich da Beschäftigung mache indem ich den irgendwas zum Spielen gebe oder irgendwas.
00:28:11: Das ist lächerlich.
00:28:11: wenn ich denen ehrlich gesagt die Fortpflanzung, die Jungtieraufzucht des Sozialleben das Spiel mit Artgenossen nehme und wenn ich ihnen das nicht nehme wie ich dann muss ich irgendwann mal eben populationsmäßig eingreifen rausnehmen.
00:28:23: und warum dann nicht ein gesundes Tier was mehrere Jahre bei mir toll gelebt hat ein schönes Leben gehabt hat und dann verfüttert wird
00:28:29: Ja.
00:28:29: Jetzt bist du vorgesetzt da und so, Direktor!
00:28:32: Wie schaffst du es deine Truppe auch immer wieder zu begeistern?
00:28:36: Und auch von diesen Dingen die du ja sehr leidenschaftlich beschreibst auch zu begeistern und zu sagen das ist der neue Weg.
00:28:42: wir müssen den jetzt mitgehen weil Du hast es ja auch beschrieben Es gibt ja Mitarbeiter Die fangen bei dir an als Tierpfleger und sagen ich will nur für das Tier da sein.
00:28:49: Genau ein großes Spannungsfeld.
00:28:50: also gestehe ich auch Also ich habe die jüngeren Mitarbeiter realisieren dass mehr.
00:28:55: Ich hab noch viele ältere Mitarbeitende Die in Zoo gekommen sind, da hat man sich definiert und das auch gut und richtig so über die exotische Rarität.
00:29:04: Wir waren der einzigste Zoo der Königspingüne gehalten haben!
00:29:08: Wir waren den einzigsten Zoo der nezulogischen Rariteten, die waren gar nicht bedroht aber eben Felsenhähnen, ganz toll am bunten Vogel gehalten hat.
00:29:16: Das war... Da sind Leute aus ganz Europa gekommen um diese Tiere zu sehen.
00:29:19: Ne Handvoll.
00:29:20: Und jetzt sage ich, lege ich nicht mehr Wert darauf.
00:29:22: Sondern ich lege Wert auf den kleinen braun Vogel der vom Aussterben bedroht ist oder denen es in der Natur nicht mehr gibt die so Korotaube, die es nur noch im menschlichen Output gibt.
00:29:29: und das ist für einige eben schwierig zu verstehen.
00:29:32: und dann wenn's an dieses Populationsmanagement geht sehen eben einige vom Verstand her sagen sie ja ich sehe wie viel besser es meinem Tier geht wenn ich es sich fortpflanzen lasse Wenn ich Jungtiere habe und Socialstrukturen hab.
00:29:44: und da merke ich wie immer mehr durch dieses Vormachen viele Tierpflegende auch sagen Ich gehe das mit.
00:29:51: Vom Herzen tut es mir total leid und total weh, aber ich geh das
00:29:53: mit.".
00:29:54: Und dann gibt's natürlich auch noch einige die eben sagen vom Kopf verstehe ich so sofort und ich finde das toll... Aber ich bringe das nicht übers Herz!
00:30:02: Das ist ein extreme Spannungsfeld in dem wir uns da befinden.
00:30:06: Ich habe den großen Vorteil häufig der Nennen das der begrenzten Distanziertheit?
00:30:11: Natürlich bin ich emotional mit all meinen Tieren.
00:30:14: Also es wäre, wenn ich da kalt wäre und sagen würde, die gehen mir alle vorbei, wäre ich ein ganz schlechter Zoodirektor.
00:30:18: Und wenn wir Tiere töten müssen ist das immer eine ganz ganz schwerer Gang den wir machen.
00:30:22: Das müssen keine Leute machen oder das machen wir Tierärzte.
00:30:26: Wir sind immer erleichtert, wenn wir es gemacht haben oder wenn es durch ist, wenn man das gemacht hat.
00:30:31: Wir wissen vom Verstand, dass es richtig ist.
00:30:32: Aber die Aktion selber... Also wenn das ich mal machen würde und damit nichts mehr Emotionales empfinden würde, dann wäre ich raus, dann wär ich falsch!
00:30:41: Und das ist so ein bisschen auch der Spannungsfeld was wir da haben, was immer wieder auf uns zukommt aber was wir auch immer wieder eben lernen müssen und wir sehen irgendwie viel deutlich besser als den Tieren gibt, wenn wir sie in ihren sozialen Strukturen halten und nicht früher haben wir sie einfach einen Menschen, einem Weibchen gehalten weil wir Menschen auch so gelebt haben.
00:30:57: Jetzt halten wir sie an physiologischen Strukture.
00:30:59: Du hast das ja sehr offen jetzt beschrieben.
00:31:01: und wenn wir über die in Anführung stichens neue Transparenz auch gesprochen, nimmst du Warn dass wir bereit sind als Gesellschaft das auch zu akzeptieren oder die Wahrheit auch verarbeiten zu können.
00:31:14: Die wir einfordern und die du ja jetzt auch sehr treffend und auch sehr punktuell beschrieben
00:31:21: hast?
00:31:21: Also ich glaube es und es bringt mir nichts wenn nicht aus wissenschaftlichen Gründen sagen das was sich da tut ist hundertprozent richtig Und ich trotzdem die Akzeptanz in der Bevölkerung verliere.
00:31:30: Also, ich muss die Bevölkerung mitnehmen und deswegen teste sich das ja auch immer.
00:31:34: und deswegen haben wir auch gesagt Wir müssen da proaktiv vorgehen!
00:31:37: Wir haben also mit Quarks &
00:31:38: Co.,
00:31:39: wir haben immer wieder medial Beiträge gemacht.
00:31:41: Wir bringen es auf Social Media dass wir Tiere töten müssen... Wir werden jetzt.. Das wird auch spannend werden wenn wir ins Social Media bringen.
00:31:48: Wir wären ein ganzes Rind was wir bekommen, was geschlachtet werden muss auf die Anlage der Löwen bringen.
00:31:54: Ganz Mit Haut und Haaren allen drum und dran.
00:31:57: Fast unmöglich zu bekommen, weil im Schlachthof müssen Tiere zerlegt werden.
00:32:02: Es muss also das Rückenmark entnommen werden, es muss die Haut abgezogen werden.
00:32:06: Und wir haben jetzt eben mit langen Hin- und Her, dass eben toll hingekriegt mit tollen Vitrinerbehörden, die uns dazu gestimmt haben Dass wir ein ganzes Rind auf die Anlage bringen können So wie der Löwe draußen einen Büffel erlegt und dann den ganzen Büffelfrist aufbrechen muss Die Innereien frisst, die Haut frisst ,die Haare frisst.
00:32:23: Wir wissen das Für die Tiere ist viel gesünder, weil sie sich über Jahrmillionen adaptiert haben.
00:32:28: Könnten Sie das denn noch?
00:32:30: Die müssen das lernen und haben es wieder gelernt.
00:32:32: Das braucht ein bisschen, aber das können die noch.
00:32:34: Du merkst gleich wie's besser geht, wie viele Gesünder sind.
00:32:37: Eine Sache möchte ich auch wirklich viele Sachen lernen.
00:32:39: Und wo wir manchmal denken, wie blöd waren wir eigentlich früher... Wir haben unsere Löwen, wie wir Menschen dreimal am Tag gefüttert.
00:32:46: Morgens hat's ein bisschen Gulasch gegeben, Mittags hats ein bisschen ... Ich übertrieb mich, ich habe Kotlet, also Fleisch im Knochen gegeben, abends noch ein bisschen.
00:32:52: Die waren gut genährt, die hatten alles was ihr brauchten.
00:32:55: Wenn man mal in die Natur guckt, der war nie satt.
00:32:58: Weil in der Natur schlägt ein Büffel eine Giraffe dann frisst er sich drei Tage voll hat so einen Bauch da sie nicht mehr bewegen kann liegt auf seinem dicken Bauch und so nach einer halben Woche nach einer Woche fängt er wieder an zu jagen dann hat er Pech, dann jagt er drei Tage ist schlank wie Sand, hungret ein bisschen rum um sich dann wieder die Plauze vorzuschlagen.
00:33:15: also dieses Sättigungsgefühl haben die Löwen bei uns über viele Jahre nie gehabt.
00:33:19: Und seitdem wir die so füttern dass wir Wir schmeißen den Würfel weil die Tier auch unsere und Pfleger lesen können.
00:33:25: Dann wissen die nicht, an welchem Tag es was gibt oder was es gibt?
00:33:28: Und wie viel es gibt!
00:33:30: Das wirfeln wir zusammen mehr oder weniger.
00:33:32: Wir haben so ein Konzept.
00:33:33: Das macht das abwechslungsreich und so naturnah.
00:33:38: Mit wissenschaftlichen Untersuchungen können wir belegen, dass diese Tiere deutlich entspannter sind.
00:33:43: Also dieses, wir nennen das Auf- und Ablaufen von Tieren.
00:33:46: Die irgendwo bewegungsdrang nachgehen oder irgendwas ... Das ist extremst nicht mehr da, fällt nicht mehr auf, ist deutlich geringer seitdem wir diese Tiere im Sonnaturnen ernähren.
00:33:55: Dann sehen die Leute schon mal ein ganzes Rind drinlegen.
00:33:58: Und dann sehen sie auch eine Ziege drin legen.
00:34:00: Wir verkaufen das medial und befragen die Bevölkerung vor Ort.
00:34:04: wie sehen Sie das?
00:34:05: Da gibt es natürlich Leute, die uns kritisieren.
00:34:07: Es gibt Leute, wo sich erschrecken.
00:34:09: Aber viele Meinungen sagen ja... Ich verstehe das.
00:34:12: Kurze Transportwege, ich kenne die Ziege, die war glücklich.
00:34:16: mein Kind hat es zwei Jahre gestreichelt und das ist mein Cut.
00:34:19: aber letztendlich essig auch Fleisch sagen die.
00:34:21: und irgendwo muss man Fleisch herkommen.
00:34:23: Und ich glaube dass wir Menschen da und vor allem auch Kinder viel besser mit umgehen können wenn wir ihnen nichts vormachen Wenn wir sie nicht anlügen sondern wenn wir ihn in die Zusammenhänge erklären.
00:34:34: Jetzt im Abschluss einen Blick nach vorne.
00:34:36: Was müssen Institutionen wie Zoos lernen, um auch in zehn und zwanzig Jahren noch relevant und glaubwürdig zu sein?
00:34:44: Ich glaube das ist eben diese absolute Ehrlichkeit die Transparenz dieses sich immer kritisch selber hinterfragen.
00:34:51: warum halte ich Tiere es mir erlaubt hier ein menschlicher Oppo zu halten?
00:34:55: Und ich glaube, wir brauchen immer wieder dafür gute, gute Aufgaben um diese Tiere zu halten.
00:35:00: Das ist neben diesem Art Naturschutz natürlich auch das wir Gelder generieren, dass wir Zoos viele Millionen jedes Jahr in den Naturschutz stecken können vor Ort, ob das hier bei uns vor der Haustür ist Forschungsprojekte die wir gerade machen mit Feuersalamander oder den Luxe- oder ob es eben Projekten Afrika sind wo wir im Gelder generieren weil wir Menschen ehrlich gesagt das verbockt haben Und weil es die unbegrenzte Natur, die unbeeinflusste Natur nicht mehr geben.
00:35:26: und ich glaube was die wichtige Aufgabe der Zoos ist eben das dieses Wissen was wir über viele Jahre generiert haben.
00:35:33: Ich bin ehrlich aus Unwissenheit herausgeneriert haben noch nicht mit der Absicht jetzt generieren wir's ganz klar mit Absicht dass wir das wieder zurückbringen müssen in die Natur.
00:35:42: und ich sehe das sich arbeitet gerade bei den Elefanten wo Elefanten verschwunden sind aus kleinen Reservaten weil sie ihren eigenen Lebensraum zerstört haben wenn man sie abgegeben hat weil man sich eben nicht getraut hat wie früher.
00:35:54: Vor zwanzig Jahren hat man einfach die Tiere gekallt, das Kallen heißt geschossen, verwertet, das Elfenbein verwendet, die Haut verkauft, das Fleisch gegessen und dann sind wir mit dem Washington Artenschutz Abkommen gekommen.
00:36:06: Dann sind wir bei unserer westlichen Moralvorstellung gekommen Elefant oder andere Tiere darfst du nicht töten Und haben gesagt Wir kommen nicht mehr als Touristen zu euch.
00:36:14: wenn ihr das macht wird das nicht mehr gemacht.
00:36:17: und jetzt, obwohl der Elefant in seiner Anzahl abnimmt aber dort wo er beschützt wird im südlichen Afrika Pozwana, vermehrt er sich so unkontrolliert dass es seinen eigenen Lebensraum zerstört.
00:36:27: Und das muss eben auch unsere große edukative Aufgabe sein den Menschen darauf vorzubereiten, dass wenn wir unsere Tiere erhalten wollen müssen wir in der Regel regulatorisch eingreifen.
00:36:37: weil wir es verbockt haben ist es unser Pflicht!
00:36:39: Weil wir die Natur so verändert haben, dass sie nicht mehr selbst regulatorisch funktioniert.
00:36:43: Es ist der Kipppunkt gekommen Auch beim Klimaschutz.
00:36:46: es reicht nicht mehr zu sagen, okay wir lassen's mal wo wir sind.
00:36:51: Wir machen dann Zaun drum herum und das wird schon gut werden?
00:36:53: Das mag in einigen Bereichen gehen aber in vielen Bereichen müssen wir proaktiv eingreifen was auch schmerzhaft sein kann.
00:37:00: Anne, wir können noch Stunden darüber sprechen weil ich es sehr interessant finde!
00:37:05: Wir enden in dem Podcast immer positiv.
00:37:08: Was motiviert dich?
00:37:09: Weil du machst das auch schon sehr lang.
00:37:11: Du bist ja auch, wie man gerade merkt, ein Überzeugungstäter und hochintrinsisch motiviert bei den Themen.
00:37:18: aber was motiviert Dich jeden Morgen?
00:37:20: Du hast vorhin den Sonnenaufgang im Zoo beschrieben, aber was treibt Dich an und was motivieren
00:37:24: Dich?
00:37:25: Mich motiviert dass wir jederzeit besser werden, was unsere Tierhaltung angeht, dass wir unsere Tierheitungen optimieren, dass es schaffen Tiere die hoch bedroht sind immer besser zu züchten.
00:37:35: Ich sage immer von diesem Traum, den ich bei den Hürzehnt-Arras habe.
00:37:37: Dass wir jetzt durch Aralandia, wo wir eben ja dieses tolle Hochzeitsbojere geschaffen haben und sich Paare finden auf physiologische Art und Weise.
00:37:45: Wo wir sie nicht mehr genetisch zwangsverheiraten.
00:37:47: Und deshalb die Reproduktionsrate hochgeht dass wir dort, wo der Lebensraum noch vorhanden ist Tiere wieder züchten um sie aussetzen zu können.
00:37:57: Und das wir eben Gelder generieren für Lebensräume, die wir bewahren Und wo wir Lebensräume wieder schaffen, wieder rekonstruieren.
00:38:05: Ob das vor der eigenen Haustier ist?
00:38:07: Wo die Wuppa ein wunderbares Beispiel ist über Generationen, wo einfach die Natur wieder zurückkommt.
00:38:12: und sowas motiviert mich.
00:38:13: eben diese Wuppaa dieser Stadt den Namen gegeben hat einen Ökosystem mit in der Stadt es kommen die Lachse wieder hoch eine Renaturierung Wir haben den Uhu wieder auch ausgestorben.
00:38:24: Es motiviert sich dass ich diese Aufgaben habe noch überhaupt nicht gut sind, dass wir noch viel besser werden müssen.
00:38:30: Dass es so viel Arbeit ist um diese vielleicht heroischen Ziele die ich habe eben in Zukunft immer noch besser umzusetzen.
00:38:38: Aber das ist meine große Motivation zu wissen, dass wir auf einem guten Weg sind aber noch ganz am Anfang sind und dass ich die Kritik der Zogkritiker auch gerne nehme, die vollkommen recht haben es werden noch viel zu wenig Tiere ausgewildert Wir halten noch viel so wenig hoch bedrohte Tiere, wir müssen unsere Arten noch umstellen.
00:38:55: aber darum geht's eben das durchzusetzen und das auch in die Bevölkerung zu bringen.
00:38:59: Ich muss nicht den bunten Vogel sehen sondern ich kann mich an dem kleinen braunen Vogel erfreuen Und an der Natur und den Ökosystemen.
00:39:06: Und Anlagen, die auch Ökosesysteme für einheimische Tiere sind.
00:39:10: Der kleine braune Vogel!
00:39:11: Vielen Dank Arne für dein Blick auf die Dinge.
00:39:13: Vor allen Dingen für die Leidenschaft für unseren Zoo.
00:39:15: Das finde ich ganz toll und ich werde mit dem kleinen braunen Vogel auch noch unbedingt angucken.
00:39:19: Guck sie dir an, die verrückte Socorotaube ja fast so blöde zu überleben.
00:39:24: Ja
00:39:24: geht alle in den Zoo und vor allem alle die Zuhören bleibt dran.
00:39:29: schön dass ihr auch da wart also für einen ganz ganz tollen Talk Hat uns alle sehr, sehr begeistert und nicht vergessen.
00:39:36: Wir freuen uns über jeden Like und jeden Kommentar.
00:39:38: Und hoffentlich sehen wir uns bald wieder!
00:39:40: Ja herzlichen Dank auch von mir lieber Anne.
00:39:42: Toll dass du da warst.
00:39:43: das war unser Podcast mit Haltung und Trocken.
00:39:45: bleibt neugierig bleibt mutig bleibt im Gespräch.
00:39:48: Tschüss
00:39:48: Herzlichen Dank.
00:39:49: Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht.
00:39:50: Danke schön Dass ich darüber reden durfte.
00:39:51: Dankeschön
00:39:52: Vielen Dank Tschüss
00:40:00: Mit Markus Hilkenbach und Markus Schlomsky.
00:40:03: In der nächsten Folge begrüßen
00:40:04: wir
00:40:04: Josef Beutelmann, Vorsitzender
00:40:06: der
00:40:07: Aufsichtsreite der Bamenia Gotauer Versicherungen – die Krankenkassen stabilitätssichern
00:40:12: wenn Ansprüche,
00:40:13: Kosten-
00:40:14: und Erwartungen
00:40:15: wachsen.
00:40:15: Hat euch die Folge gefallen?
00:40:17: Dann freuen wir uns über eure Bewertung und über eure Gedanken auf Social Media!
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