Dr. Carsten Gerhardt: Kreislaufwirtschaft als Chance und Herausforderung
Shownotes
Unser Thema: Kreislaufwirtschaft als Chance und Herausforderung für Kommunen, Städte, Unternehmen und private Haushalte. Was braucht es, damit sie funktioniert und nicht nur ein Etikett bleibt? Unser Gast heute: Dr. Carsten Gerhardt, Partner bei der internationalen Unternehmensberatung EY, Ernst & Young, und Gründer der Wuppertalbewegung und des Circular Valley. https://www.linkedin.com/in/carsten-gerhardt-458ba915/ https://circular-valley.org https://wuppertalbewegung.de
Die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüssel für Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Doch zwischen politischen Zielen, kommunaler Realität und privatem Alltag klafft oft eine spürbare Lücke.
Vieles klingt gut, manches ist möglich – aber wenig davon wird konsequent umgesetzt. Was also braucht es, damit Kreisläufe funktionieren und nicht nur ein Etikett bleiben?
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Carsten Gerhardt, einem Macher, der Wuppertal und die Region seit Jahren mitgestaltet und als Gründer des Circular Valley bundesweit Impulse setzt. Gemeinsam schauen wir darauf, wo Kreislaufwirtschaft ganz konkret beginnt, in Städten, Unternehmen und Privathaushalten, und welche Potenziale heute noch ungenutzt bleiben.
Wir diskutieren, warum Organisationen sich trotz verfügbarer Technologien schwertun, welche Beispiele wirklich funktionieren, wo Mut entsteht und welche Hürden den Wandel bremsen: Kosten, Strukturen, Zuständigkeiten oder fehlender Druck.
Und natürlich geht es um die Frage, was passieren müsste, damit Menschen, Unternehmen und Verwaltungen nicht nur mitmachen, sondern mitgestalten wollen und welche Veränderung den größten Unterschied machen würde.
Ein Gespräch, das zeigt, wie viel möglich wäre, wenn Anspruch, Haltung und Umsetzung häufiger zusammenfinden.
Mit Haltung und trocken - der Zukunftstalk mit Markus und Markus. Ein Podcast der WSW Wuppertaler Stadtwerke. https://www.linkedin.com/company/wsw-wuppertaler-stadtwerke-gmbh/?viewAsMember=true Dezember 2025
Transkript anzeigen
00:00:05: Mit Haltung und Trocken.
00:00:06: Der Zukunftstalk mit Markus und Markus.
00:00:09: Heute zu Gast, Dr.
00:00:15: Karsten
00:00:15: Gerhardt.
00:00:18: Herzlich willkommen zu Mit Haltung und Trocken, der Zukunftstalk mit Markus und Markus.
00:00:22: Ich bin Markus Hilkenbach, Vorstandsvorsitzender der Wuppertaler Stadtwerke.
00:00:27: Auch herzlich willkommen von mir.
00:00:28: Ich bin Markus Schlomski, Vorstand und Arbeitsdirektor der WSW.
00:00:32: Freu mich sehr auf alle Zuhörer.
00:00:34: Wir haben heute ein superspannendes Thema, wie ich finde.
00:00:38: Ich glaube, dass das neben Energiewende weltweit absolut auf dem Vormarsch ist und uns die nächsten Jahrzehnte prägen wird, nämlich das Thema Kreislaufwirtschaft.
00:00:48: Unser heutiger Gast, Dr.
00:00:50: Karsten Gerhardt, Partner bei der Unternehmensberatung Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst-Hen-Yang.
00:00:56: Karsten ist jemand, der insbesondere auch Wuppertal mitgestaltet wie kaum ein anderer.
00:01:03: Erst Gründer und Vorsitzender, das war eins, Wuppertalbewegung, der die Nordbandtrasse zum Rat und Freizeitweg gemacht hat, Gründer von Circa La Velli und Ideengeber für viele Projekte, bei denen aus normalen Konzepten hier in der Stadt oder Diskussionen in der Stadt
00:01:19: wirklich
00:01:19: konkrete Projekte wurden und konkrete Dinge heraus wurden.
00:01:23: Ein Impulsgeber mit Haltung in der Wirtschaft, in der Stadt und in der persönlichen Debatte, Und einer, der sich nicht damit zufrieden gibt, Dinge nur zu analysieren.
00:01:33: Deswegen freue ich mich auf ein spannendes Gespräch.
00:01:36: Herzlich willkommen, lieber Carsten.
00:01:37: Vielen Dank, Markus.
00:01:38: Schön, hier zu sein.
00:01:39: Ich freu mich auch sehr, gerade jetzt, ich habe das Glück, in dieser Stadt geboren zu sein und ich kenne die Nordbandtrasse noch im Betrieb damals, als der Schienenbus darüber gefahren ist, was daraus gemacht worden ist.
00:01:52: Viele Zuhörer werden die ja nicht kennen, aber es lohnt sich immer, die Wuppertalerinnen und Wuppertaler kennen das alle, die Nordbandtrasse zu erleben.
00:01:59: Das ist so ein Leuchtturmprojekt, das hat so viel Qualität in diese Stadt gebracht, so viel Freude, das kann man gar nicht oft genug auch erwähnen, was da auch passiert.
00:02:10: Aber bevor wir loslegen, wir haben ein Weißwein.
00:02:12: Heute ausgesucht ein Riesling aus Rheinhessen.
00:02:16: Wie ist es bei dir, Karsten?
00:02:17: Womit kann man dir eine Freude machen?
00:02:19: mit welchen Weinen?
00:02:20: Haben wir das richtig ausgesucht oder ist das nicht dein Geschmack?
00:02:23: Der klingt prima.
00:02:25: Mit einem Grauburgunder liege ich immer richtig.
00:02:28: Ich bin kein besonderer Weinexperte, muss ich gestehen.
00:02:31: Dann probieren wir ihn nochmal.
00:02:32: Ich verlass mich völlig auf das, was ihr hier verlängst.
00:02:36: So, heutiges Thema.
00:02:39: Wie schaffen wir es Ressourcen, nicht einfach zu verbrauchen, sondern im Kreislauf zu halten?
00:02:43: Kreislaufwirtschaft als Chance und Herausforderung für Städte, Unternehmen, Kommunen und auch für uns im Alltag.
00:02:50: Was braucht es, damit sie funktioniert und nicht nur ein Etikett bleibt?
00:02:54: Das ist unser heutiges Thema und kommt damit auch gleich zu unserer ersten Frage.
00:03:00: Carsten, was bedeutet Kreislaufwirtschaft für dich ganz persönlich?
00:03:04: Wo beginnt sie konkret im Alltag?
00:03:07: In der Stadt, bei Unternehmen, im Privaten, wie definierst du das?
00:03:11: Also für mich bedeutet sie vor allen Dingen kein Verzicht.
00:03:14: Und ich sage das gleich a priori, weil häufig man mit Kreislaufwirtschaft hier verbindet, dass man bestimmte Produkte nicht mehr nutzen sollte.
00:03:24: dass man sich einschränken sollte im Leben, dass man lästigerweise Dinge immer wieder zurückbringen soll, irgendwo zum Fundautomaten.
00:03:34: Für mich bedeutet Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy zuvor das mal, dass wir kollektiv versuchen, möglichst keine negativen Emissionen zu verursachen über das nicht vermeidbare Maß hinaus.
00:03:47: Was die Natur nicht macht, das sollten wir auch nicht tun.
00:03:50: Sprich, keine übermäßigen CO-Einträge in die Atmosphäre, kein Plastik ins Meer.
00:03:54: Also schädliche Umweltbelastungen zu vermeiden.
00:03:58: Aber es geht mir jetzt nicht zu vorderst, darum zu schauen, dass wir uns reduzieren, sondern dass wir halt Mittel und Wege finden.
00:04:05: Die Ressourcen, die wir einmal der Natur entnehmen, dann möglichst lange oder am besten für immer in unserem menschlichen Kreislauf zu führen.
00:04:14: Das
00:04:14: ist ein unglaublich breites Spektrum.
00:04:16: Also das trifft hier alle Punkte in unserem Leben.
00:04:18: Wo siehst du denn die größten ungenutzten Potenziale?
00:04:21: so in Wirtschaft bei Verbraucherinnen und Verbrauchern oder in der öffentlichen Hand?
00:04:26: Also wenn ich das mal so durchgehe, ich glaube Wirtschaft versucht schon sehr effizient zu Wirtschaft und möglichst keine unnötigen Emissionen zu kreieren.
00:04:36: Von daher würde ich sagen, sind die Potenziale durchaus im privaten Bereich und bei der öffentlichen Hand.
00:04:42: Im privaten Bereich müssen wir uns ja nur angucken, was wir alles in die graue Tonne oder die anderen Tonnen hineingeben.
00:04:49: oder wenn man einmal am Sperrmülltag durch die Stadt geht, dann sieht man, was da alles letztlich bei uns ja dann in einer Verbrennung in anderen Teilen der Welt auf der Deponie landet.
00:05:00: Also von daher unglaubliche Potenziale und sicherlich Potenziale auch bei der öffentlichen Hand, die jetzt in Deutschland beispielsweise in den kommenden Jahren auch wieder sehr, sehr viel bauen will.
00:05:12: Sondervermögen, viele hundert Milliarden Euro.
00:05:15: Und da ist natürlich genau jetzt die Frage, was macht man denn am Ende?
00:05:20: Mit dem gebaut man damit etwas, was sehr lange hält, was man am Ende wiederverwerten kann, was man noch reparieren kann.
00:05:27: Oder bauen wir jetzt die Rahmendetailbrücke zwei, drei, vier, die dann entsprechend in dreißigvierzig Jahren wieder in Sanierungsfall ist.
00:05:34: Das wäre natürlich eine Katastrophe.
00:05:36: Deswegen, glaube ich, ist es ganz besonders wichtig, dass die öffentliche Hand auch darauf achtet, in einer Art und Weise zu bauen, dass die Schulden, die wir jetzt den kommenden Generationen für die Bauvorhaben auferlegen, am Ende nicht auch noch belastende Bauprojekte werden und diese dann wieder abreißen müssen.
00:05:54: Also von daher öffentliche Hand und Privatwirtschaft oder private Haushalte sicherlich als die größten Hebel aus meiner Sicht.
00:06:02: Jetzt ist es ja so, dass du dich dem Thema ja nicht nur intellektuell, analytisch irgendwie angenährt hast, sondern du hast dem ganzen Thema ja auch insbesondere jetzt mit Circular Valley auch eine echte Substanz gegeben.
00:06:15: Wann war dir klar, Das muss ich auf andere Füße stellen.
00:06:19: Das muss ich institutionalisieren.
00:06:22: Da muss ich mehr draus machen.
00:06:23: Das ist mir ein größeres Anliegen, als beim Glas Wein nur drüber zu sprechen.
00:06:31: Würde ich gerne zwei Momente in Anführungsstrichen in meinem Leben nennen.
00:06:37: Der eine liegt schon etwa zehn Jahre zurück.
00:06:40: Da war ich mal weit weg auf Bali.
00:06:43: Und bin da sehr begeistert mit meiner ... Schwimmbrille ins Meer gegangen und war dann wirklich erschrocken, als ich unter Wasser mich einmal rumgedreht habe und gesehen habe, was dort alle schwammen.
00:06:56: Also unterhalb der Wasseroberfläche im Paradies war wirklich jede Menge Plastik.
00:07:01: Ich würde sagen, beim dreihundertsechzig Grad Blick habe ich bestimmt drei Dutzend unterschiedliche größere schwebende Plastikteile gesehen.
00:07:09: Das hat mich sehr geschockt.
00:07:11: Dann habe ich es aber vielleicht ein Stück weit wieder verdrängt.
00:07:13: Und dann war es kurz vor Corona, zwei neunzehn, zwei zwanzig, dass ich über den Global Gap Report gestolpert bin.
00:07:20: Der Report, der sagt, wie viel wir jedes Jahr als Menschen von unserer Technosphäre in die Biosphäre geben.
00:07:27: Und das sind hundert Milliarden Tonnen.
00:07:29: Und diese Zahl, die hat mich dann nicht mehr losgelassen.
00:07:32: Ist eine sehr abstrakte Zahl, aber man kann sie runterbrechen.
00:07:35: Und dann sind es fünfunddreißig Kilogramm pro Person und Tag, die wir in die Umwelt entlassen.
00:07:41: thirty kilogram pro personen tag im globalen mittel das sind halt das ist halt sehr viel ceo.
00:07:48: zwei ein geruchsloses gas das das ist die zahl die die mich total geschockt hat und das war dann ein stück weit.
00:07:55: motivation.
00:07:56: kannst du uns in in zwei drei setzen in kürze einmal mitnehmen.
00:08:01: was ist circular willi und was was macht ihr da?
00:08:03: wir bleiben natürlich beim übergreifenden Thema Kreislaufwirtschaft, aber dann kann man es kurz einordnen, was dort gerade passiert.
00:08:10: Die Idee von Circular Valley ist ein Silicon Valley der Circular Economy zu schaffen.
00:08:15: Also ein Ort, wo Enthusiasten für das Thema Circular Economy, sprich Kreislaufwirtschaft, zusammenkommen und Lösungen entwickeln, wie wir schädliche Umweltanträge reduzieren.
00:08:25: Das können sein, Start-ups, die wir in unserem Akzeleratorprogramm aus aller Welt herholen, aber genauso unternehmen die Branchen- und Wertschöpfungsketten übergreifend zusammenarbeiten.
00:08:35: Immer mit dem Ziel weniger schädliche Umwelteinträge, weil letztlich kommt das alles zu und zurück.
00:08:41: Ja, super.
00:08:42: Initiative.
00:08:43: Wenn du in deinen Umfeld blickst, wer geht denn beim Thema Kreislauf mutiger vorhanden als wir?
00:08:49: und warum gerade die?
00:08:50: und was können wir auch von diesen Beispielen auch lernen?
00:08:55: Zum einen sicherlich die Circular Valley Partner Unternehmen und Partner Institutionen.
00:09:00: Die gehen voran.
00:09:01: Das ist eine Gruppe, ein Ökosystem von Partnern, von Menschen, von Persönlichkeiten, die sagen, wir müssen zusammenarbeiten, die dann auch gemeinsam Formate auflegen wie das Circular Valley Forum oder die Circular Valley Convention.
00:09:15: Und wenn ich es mal ein Stück weit global anschaue, dann muss ich sagen, dass es leider China ist, die da So wie in vielen anderen Bereichen, bei der Batterieproduktion, bei der Produktion von Solarzellen.
00:09:26: Für uns sind sie auch auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft führend, weil sie zunehmend dahingehend kombinierte Recycling- und Produktionszentren zu bauen.
00:09:36: Die denken nicht mehr Recycling und Produktion getrennt, sondern da ist die Grundidee langfristig.
00:09:43: Ich fahre mit dem Grüne Punktlaster in die Chemiefabrik rein und am anderen Ende kommt neuwertiger Kunststoff beispielsweise wieder raus.
00:09:51: Also diese Idee derartige kombinierte Zentren zu bauen, die finde ich ganz faszinierend.
00:09:56: und ein Regime, das eher in fünf Jahresplänen als in Wochenplänen denkt.
00:10:02: macht das sehr gut.
00:10:03: Ja, aber warum?
00:10:05: Warum?
00:10:05: leider warum?
00:10:06: Vielleicht müssen wir auch mal lernen, auch mal über den Zaun zu schauen und zu gucken, dass wir was von den Chinesen lernen und nicht meinen, dass die Chinesen alles von uns lernen müssen.
00:10:14: Absolut.
00:10:15: Also wir sind glaube ich tatsächlich in der Dekade des umgekehrten Wissenstransfers angekommen.
00:10:21: Wir haben lange, ab den achtziger Jahren haben wir wissen, dass wir hier über lange Zeit in Europa aufgebaut haben, haben wir exportiert und glaube müssen akzeptieren, dass dass gut funktioniert hat, dieser Wissen-Export, aber dass wir jetzt auch umgekehrt lernen dürfen.
00:10:36: Ich hatte leider gesagt, weil ich natürlich gerne sagen würde, dass in der westlichen Welt es ausschließlich die herausragenden Beispiele gibt, die wir exportieren können, aber muss eben sagen, gibt es auch woanders.
00:10:48: Kannst du das, du bist ja international auch viel unterwegs, kannst du es konkret machen?
00:10:54: Was genau sollten wir uns von denen, die es besser machen, abschauen?
00:11:01: um hier eine höhere Traktion in das Thema zu bringen.
00:11:04: Sei es wirklich bei den Haushaltenunternehmen ganz egal.
00:11:08: Aber was macht das aus?
00:11:09: Was können wir uns abgucken?
00:11:10: Was konkret?
00:11:12: Ich glaube, die Konsequenz in der Umsetzung, weil intellektuell verstanden, haben wir ja auch bei uns wunderbar, dass Abfälle eigentlich Rohstoffe sind.
00:11:23: Bei uns kommen dann häufig Diskussionen auf, aber das ist teurer.
00:11:27: So ein Rezyklat auf einen ähnlichen Qualitätsstandard zu bringen wie ein neu der Natur entnommenen Stoff.
00:11:34: Das kostet dann in der Regel zwanzig, dreißig, vierzig Prozent mehr.
00:11:38: Und dann heißt es bei uns sofort, machen wir nicht, lohnt sich nicht.
00:11:42: Und andere Länder gehen da strategischer vor.
00:11:46: und sagen, langfristig werden wir das brauchen.
00:11:48: Das ist jetzt auch eine Investition in die Zukunft, sehr konsequent aus den Postkonsumerströmen Rohstoffe wieder rauszuholen.
00:11:56: Selbst wenn es heute teurer ist, da es langfristig unersweichlich ist, investieren wir da rein und machen das.
00:12:04: Das sind halt gewisse Anfangsinvestitionen, die sich langfristig aber definitiv auszahlen.
00:12:10: Also konsequent ist vor Folgen dessen, was von allen als richtig erkannt ist, würde ich sagen ist.
00:12:15: Das ist schon ein Erfolgsrezept.
00:12:17: Du erlebst ja viel Unterstützung für deine Circular Welle, aber wenn du das leider nicht so schnell passiert, fünf Millionen Euro kriegen würdest heute, was würdest du damit machen, um das nochmal weiter voranzutreiben?
00:12:30: Ich würde in einem begrenzten Raum, wie zum Beispiel der Stadt Wuppertal, einen umgekehrten Logistik-Service einrichten.
00:12:39: Ich würde dafür sorgen, dass wir Lieferdienste bekommen in der Stadt, die nicht nur zum Haushalt hin, alles liefern, sondern die auch vom Haushalt zurück alles mitnehmen.
00:12:52: Also eine Kombination von Taxi, von Pizzalieferdienst, von Amazon, der, wie gesagt, alles das, was durch die Haustür passt, reinbringt und auf demselben Weg aber auch alles das, was man durch die Haustür wieder austragen kann, mitnimmt.
00:13:09: Ich rede jetzt nicht über Sperrmüll.
00:13:12: Ich rede tatsächlich darüber, dass man ... alle Transportdienstleistungen sehr viel stärker kombiniert und aufhört, diese Trennung zu machen.
00:13:20: Wir haben Taxis für Menschen, wir haben Pizza-Lieferdienste für die Pizza, dann haben wir noch Amazon-Post etc.
00:13:28: für die Pakete, Supermarkt-Lieferdienste.
00:13:31: Das macht unsere Straßen völlig unnötig voll und fast keiner von denen nimmt was mit.
00:13:37: Und deswegen kommen wir sehr schlecht an Wertstoffe.
00:13:43: Weil wenn die Wertstoffe wieder mitgenommen würden, von jemandem, der ohnehin da ist, weil er gerade was anderes bringt, weil er ein Paket abgegeben hat oder eine Lebensmittellieferung oder weil er Menschen transportiert hat, wenn der wieder mitnähe, was im Haus an Wertstoffen nicht mehr gebraucht wird.
00:14:02: Ob das alte Zeitungen sind, alte Schuhe, alte Dosen, Glas, dann hätten wir sehr viel saubere Ströme, die wir nachher auch viel leichter wieder verwerten können.
00:14:14: Ich meine, ihr könnt Liter von singen, was am Ende alles in den Tonnen landet.
00:14:19: So wie es heute in der Tonne landet, kann vieles einfach nur noch verbrannt werden.
00:14:23: Und der grüne Punkt und ähnliche Sammelsysteme, die leiden natürlich auch drunter, dass da häufig auch viele Dinge immer einmal landen, die eigentlich nicht reingehören.
00:14:33: Das würde man alles vermeiden.
00:14:34: Von daher, mit den fünf Millionen würde ich so ein Liefer- und Abholdienst Etablieren, sehr konsolidiert, alles liefert und abholt.
00:14:43: Komme ich noch mal zu der Ist-Situation, die du ja gerade auch beschrieben hast.
00:14:47: In Teilen gibt es denn eine Branche, eine Idee, die dich inspiriert oder wo du sagst, die haben das schon, die setzen das bei uns in Deutschland oder in Wuppertal oder in der Region schon um.
00:15:01: Und was ist aus deiner Sicht, ja man nennt es häufig heiße Luft oder so, weil gerade solche Hippenthemen ja auch animieren das überall drüber zu schreiben überall drauf zu schreiben das jetzt kreis auf wirtschaft das ist jetzt nachhaltig was auch immer und es wird viel mit überschriften um sich geworfen ohne dass wirklich eine echte substanz drin steckt.
00:15:23: also beide beide welten wo wo sagst du das ist wirklich top?
00:15:27: und bei dem anderen mein gott da wird viel gequatscht und da könnte mehr rein.
00:15:32: was mir moment gut gefällt sind aktivitäten im bereich der Reifen, das Reifenrecycling, also Autoreifen.
00:15:40: Das sind ja schon viele Millionen Tonnen, die da jedes Jahr in Deutschland und Europa anfallen.
00:15:46: Und da gehen jetzt die unterschiedlichsten Unternehmen sehr systematisch dran, das zu erfassen, zurückzuführen, zu schreitern, zu pyrolysieren, sodass man am Ende wieder Carbon Black, Stahl, Gummi, das alles zurückgewinnen kann.
00:16:03: Von Skandinavien bis nach Südauropa runter sehe ich da viel was passiert.
00:16:09: Das finde ich gut.
00:16:10: Was ich so ein bisschen skeptisch sehe, sind die unterschiedlichen Aktivitäten im Bereich der Verpackungen.
00:16:17: Also da sieht man ja sehr häufig Verpackung, wo dann drauf steht, mit so und so viel Prozent Rezyklatanteil.
00:16:25: oder hier haben wir was ich im Deckel, der Deckel ist aus hundert Prozent Rezyklat und der Rest dann nicht.
00:16:32: Da passiert einfach viel, was am Ende auch kontraproduktiv ist.
00:16:36: Also um ein Beispiel zu machen, wenn man jetzt hergeht und statt, dass man früher eine Tüte hatte, die hundert Prozent aus Plastik war, macht man sie jetzt aus Papier, aber mit einem Sichtfenster aus Plastik.
00:16:49: Dann hat man ein Komposit, was am Ende gar nicht drin ist.
00:16:53: Man kann es schlecht trennen, wenn man besser hundert Prozent beim Kunststoff geblieben.
00:16:58: Das sind gut gemeinte Lösungen, die aber am Ende nur eine komplett unnötige Komplexität reinbringen.
00:17:04: Wenn ich mal da dabei bleibe, gibt es denn für dich ein ganz großes Missverständnis über Kreislaufwirtschaft?
00:17:09: Und welche wäre das?
00:17:11: Missverständnis.
00:17:13: Missverständnis, aus meiner Sicht, da kommen wir ein bisschen zum Anfang zurück, wäre, dass wir in irgendeiner Art und Weise darüber reden, dass das lästig ist.
00:17:25: Ich glaube, man kann das sehr positiv sehen, beispielsweise Getränkebehälter.
00:17:29: Die klassische Glasfandflasche.
00:17:33: Das ist auch eigentlich ein ganz wunderbares Produkt.
00:17:37: Gerade Spudelwasser, viel besser in der Glasflasche.
00:17:40: Und wie gesagt, von daher ist für mich das größte Missverständnis, dass Kreislaufwirtschaft irgendwas mit schlechterer Qualität oder Verzicht zu tun hat.
00:17:51: Sondern
00:17:52: das
00:17:53: am Ende ist es eigentlich ein Gewinn.
00:17:55: Wenn ich jetzt von einem Porzellanteller-Essel, das ist ja auch Kreislaufwirtschaft, der wird nachher gespült und wird morgen wieder verwendet.
00:18:01: In anderen Ländern der Welt würden jetzt hier Pappteller stehen, von denen man schlecht essen kann, Pappteller und Pappbesteck.
00:18:09: Da ist die Kreislaufwirtschaft, dass wir hier dauerhafte Produkte haben, die ... und endlich genutzt werden können, gewinnen Lebensqualität.
00:18:15: Und das ist für mich der Charakter von, der echte Charakter von Kreislaufwirtschaft.
00:18:19: Glaubst du, dass wir als Menschen diese intrinsische Motivation und Erkenntnis gewinnen?
00:18:26: glaubst du eher an einen betriebswirtschaftlichen Motivator oder brauchst auch regulatorik, also Gesetze.
00:18:34: Du hast über China gesprochen und China ist ja jetzt auch kein Vorzeigebeispiel für freiwilliges Handeln wahrscheinlich in diesen Bereichen.
00:18:44: Also was braucht es dafür, damit wir aus Ideen, aus dieser guten Idee, das wird ja nie einer bestreiten, es wird jeder mittragen.
00:18:53: Das Schwierige ist ja, wie kriegt man dann aus dieser Idee denn auch wirklich ein gesellschaftliches Modell?
00:18:59: Da finde ich regulatorik und einen sanften Druck extrem hilfreich.
00:19:04: Ein schönes Beispiel für sanften Druck, der uns allen unendlich viel gebracht hat, ist der Katalysator.
00:19:12: eingeführt in den Achtzigerjahren, hat die Autoindustrie Zeta und Mordio geschrieben.
00:19:17: Wenn heute mal irgendwo der Cut nicht mehr funktioniert und einer fährt vorbei und wir riechen, wie es stinkt, ist uns völlig klar, da war die Regulation absolut segensreich.
00:19:27: Und im Bereich der Kreislaufwirtschaft, wir können uns alle noch daran erinnern, sind alt genug, was hat es für Aufregungen gegeben, als das Dosenfund eingeführt wurde?
00:19:36: Aber für uns ist völlig selbstverständlich, dass wir eine Dose oder auch eine Pettflasche heute, dass wir die zurückgeben, wenn wir einen Zentr dafür kassieren.
00:19:46: Und das hat bei den Dosen dazu geführt, dass wir da einen wunderbaren Kreislauf haben, ganz wenig neues Aluminium braucht, da reinzugehen.
00:19:55: Wir haben sehr schöne Qualitäten.
00:19:58: Da war es die Regulation.
00:20:00: Von daher glaube ich, dass Regulation hier sehr segensreich ist und schlichtweg Befandung von Ja, das jedem klar ist, da ist Fand drauf.
00:20:10: Man sieht es an den Petflaschen.
00:20:11: Die hebt jeder gerne auf, wenn sie irgendwo liegen sind.
00:20:13: Fand muss aber hoch genug sein.
00:20:16: Für die Bierflaschen mit, was ist da drauf, sechs Cent jetzt?
00:20:19: Aus Glas, da bücken sich die wenigsten noch gerne.
00:20:23: Aber wie schnell man sich an diesen Pfand gewöhnt hat und wie schnell plötzlich diese Dose einen eigenen Wert erzeugt hat.
00:20:29: Was man ja immer wieder wertigt, weil es gerade in Spanien, wo man jede Dose wegwirft, wo es keine Möglichkeit gibt, die wieder zurückzuführen, was heute schon für jemanden, der in unserem System lebt, ein Fremdkörper.
00:20:39: Also schon ein System ist, was man nicht mag, wo man sagt, da ist was falsch.
00:20:42: Das ist nicht richtig, was wir tun, das ganz normal in den Müll zu geben.
00:20:46: Das finde ich ein sehr, sehr gutes Beispiel.
00:20:47: Gibt es denn auch aus deiner Sicht eine unbequeme Wahrheit zum Thema?
00:20:52: die du sagen könntest?
00:20:54: Ich glaube, was uns sehr stark im Weg steht beim Thema Verwendung von Rezyklaten, von dem Kreislauf geführten Stoffen ist, und das ist jetzt vielleicht ein bisschen eher was für die Betriebswirtschaftler unter uns, ist die Kostenkalkulation in Unternehmen, weil der Materialwert eines Produktes heute ist häufig vernachlässigbar gering.
00:21:21: Die Turnschuhe werden in Asien für unter fünf Euro hergestellt, das alles drin nähen und verpacken und und und.
00:21:28: Der Material wert als solcher, das noch mal viel geringer, der ist vielleicht einen Euro.
00:21:34: Und wenn man da jetzt ein rezykliertes Material nehme von gleicher Qualität, nicht irgendein down-gescycledes Material, sondern wenn man gleiche Qualität aus Rezyklat erzeugt, dann ist das vielleicht mal ist das Material für so ein Turnschuh nicht mehr ein Euro, sondern Eurofünfzig.
00:21:56: Und die Fünfzig Cent, die würden die meisten Menschen bei uns beim Kauf gerne bezahlen.
00:22:03: Das ist quasi Rundungsfehler bei Produkten, die mittlerweile im häufiger Dreistellig hundert Euro und mehr kosten.
00:22:09: Aber unglücklicherweise, wenn Materialkosten am Anfang hochgehen, dann entlang der ganzen Kette von Beteiligten die danach noch was machen mit dem produkt nehmen alle noch mal ihren schnapps um die prozentuale marge zu halten und am ende kostet dann der schuh aus rezyklierte material nicht mehr hundert euro sondern hundert zwanzig oder hundert dreißig.
00:22:35: und Da sagen dann viele menschen das ist zu viel.
00:22:38: ja entweder ich will es nicht oder ich kann es nicht mehr bezahlen.
00:22:41: und das ist finde ich so eine das aus meiner sicht wirklich eine unbequeme wahrheit dass Die Kostenrechner in unserer Wirtschaft, Kreislaufführung, sehr, sehr teuer machen.
00:22:53: Das ganze Kreislaufthema spielt eigentlich nur vorne auf der Material-Ebene.
00:22:57: Und die Material-Ebene bei den meisten Produkten ist super gering.
00:22:59: Aber wenn man alles nachher dann nochmal beaufschlagt, dann verstärkt sich so eine kleine Mehrkostenteil am Anfang der Kette und wird am Ende eine ganz große Amplitude.
00:23:10: Das finde ich sollte man vermeiden.
00:23:13: Wir haben bei uns im Podcast jetzt eine Rubrik, wo wir immer jedem Gast, der zu uns kommt, sich bereit erklärt, mit uns hier zusammenzusitzen und zu sprechen.
00:23:25: Dem stellen wir zwei Fragen, die immer gleich sind und zwei individuelle, persönliche Fragen.
00:23:30: Also die große Fanbase, die wir noch gar nicht haben, in unserem Podcast.
00:23:37: Die wartet also schon förmlich drauf.
00:23:39: Die erste ist, was war dein erster Job und was hast du daraus fürs Leben gelernt?
00:23:44: Ein erster Job war ein paar Hundert Meter hier hoch, hier oberhalb von den Stadtwerken.
00:23:50: Das war Lagerarbeiter in einer Färberei.
00:23:53: Ich wollte im Studium mal schauen, was richtige Arbeit ist.
00:23:57: Und was habe ich daraus gelernt?
00:23:59: Ich habe daraus gelernt, dass man größter Respekt vor Menschen haben muss, die körperlich arbeiten System am Laufen halten.
00:24:07: Ich fand das... Wahnsinnig anstrengend, morgen zum sechs Uhr anzufangen.
00:24:11: Und wenn ich nach Hause gekommen bin, um sechszehn Uhr, dann war ich platt.
00:24:16: Das hat bei mir dann nur noch gereicht zum Fernsehen und dann schlafen und am nächsten Morgen wieder los.
00:24:20: Von daher, das war mein erster Job, Lagerarbeiter und was ich daraus mitgenommen habe fürs Leben ist.
00:24:25: Noch mehr Respekt, als ich ihn vielleicht vorher schon hatte, vor den Menschen, die das System am Laufen halten.
00:24:31: Du hast danach ja noch viele andere Sachen gemacht nach der Lagerarbeit.
00:24:35: Gibt es denn eine berufliche Entscheidung, die du heute anders treffen würdest, wo du sagst, da bin ich doch einmal falsch abgebogen?
00:24:42: Nein.
00:24:43: Glücklicherweise nicht.
00:24:45: Ich bin ja danach im Studium in die Unternehmensberatung gegangen und mache das bis heute und bin sehr dankbar, fühle mich da sehr privilegiert, weil ich derart viele Branchen, Unternehmen, Menschen, Themen
00:25:00: Wie lange machst
00:25:04: du das
00:25:07: jetzt schon?
00:25:08: Ich kenne eine Luft, die ist ja auch in dem Gespräch heute rausgekommen.
00:25:15: Ganz schön viele Teller in der Luft hast und auf unglaublich vielen Hochzeiten tanzt.
00:25:21: Und ich weiß, dass dir das schwerfallen würde, aber ich stelle die Frage trotzdem, wenn du dir eine Pause gönnen solltest, also eine erzwungene Pause.
00:25:30: Wie wird das aussehen?
00:25:31: Wie würdest du diese Zeit gestalten, mal von all den Notwendigen oder auch von dir als wichtig empfundenen Themen, wenn du dir die weg denkst?
00:25:41: Was würdest du tun?
00:25:42: Wie lange wäre die Pause?
00:25:45: Halbis Jahr.
00:25:46: Halbis Jahr.
00:25:47: Ich würde erst mal eine Wanderung über die Alpen machen.
00:25:53: Und danach würde ich ... glaube ich, eine Weltreise machen, um mal mit Ruhe mir das anzugucken und tiefer in die Kulturen einzutauchen, als ich das auf Geschäftsreisen kann, weil gefühlt war ich schon fast überall, aber auch nicht da, weil es immer nur geschäftlich sehr kurz ist.
00:26:15: Von daher glaube ich die Wanderung und dann eine Weltreise.
00:26:19: Und wenn man dir dann dein Handy lässt, aber dich zwingt, das auf drei Apps zu minimieren.
00:26:26: Welche drei Apps werden das, wo du sagst, die würde ich schon gerne mit über die Alpen und auf die Weltreise nehmen?
00:26:33: Das erste wäre sicherlich eine Wetter-App.
00:26:37: Das zweite wäre WhatsApp, weil das ja den Kontakt zur ganzen Welt erhält.
00:26:45: Und ja, das dritte wäre so eine Verkehrs-App, um zu gucken, wie man da, wo man nicht mehr wandert oder so weiter kommt.
00:26:53: Eine Reiseapp im
00:26:54: weiteren Sinne.
00:26:55: Nachrichten über die Welt bräuchtest du dann nicht?
00:26:57: Nachrichten über die Welt bräuchte ich nicht, weil ich ohnehin das Gefühl habe, dass sie sich immer wiederholen.
00:27:03: Es ist mir vor ein paar Jahren mal passiert, da habe ich eine Illustrierte genommen.
00:27:06: Das war jetzt kein Nachrichtenjournal, aber eine Illustrierte.
00:27:08: Und habe das gelesen und dann dachte ich irgendwann, komisch, das kommt dir doch irgendwie bekannt vor.
00:27:13: Dann habe ich, nachdem ich schon relativ lange gelesen hatte, festgestellt, dass das Heft fünf Jahre alt war.
00:27:20: Aber ... Das war mir in dem Fall nicht aufgefallen, weil es immer wieder ähnliche Nachrichten sind oder ähnliche Meldungen.
00:27:27: Weil Nachrichten ist doch auch so, oder?
00:27:29: Immer werden irgendwo Zöll erhöht, irgendwo gibt es Entlassungen, irgendwo ist ein Bus umgefallen, irgendwo ist eine Naturkatastrophe.
00:27:34: Das mit dem
00:27:35: Bus, das ist nicht so.
00:27:38: Bei euch nicht.
00:27:39: Es gibt immer leider sehr viele negative Nachrichten.
00:27:46: Da kann ich gut darauf verzichten.
00:27:47: Das sind schöne Brücke zum ... Zum Abschluss, weil wir haben uns vorgenommen, weil es gibt ja auch in den Gesprächen und in den Themen nicht nur positive Themen und wenn du das auch jetzt noch mit den politisch aktuell diskutierten Themen Zöller hast du angesprochen, was auch immer für Kriege gerade sind, aber wir wollen gerne in dem Podcast immer motivierend und positiv enden.
00:28:09: Was motiviert dich morgens an diesen ganzen Themen, die du beschrieben hast?
00:28:14: weiterzuarbeiten.
00:28:16: Woran hast du Spaß?
00:28:17: Was macht dir Freude?
00:28:19: Wo glaubst du, das läuft richtig spitze in der Stadt oder auch im Land?
00:28:24: Was motiviert und uns weiter antreibt oder insbesondere dich antreibt?
00:28:29: Was ich wirklich mit Freude verfolge, sind die Gestehungspreise für Strom.
00:28:36: Ich habe so eine App, wo ich mal Interesse halber reingucke.
00:28:41: Und wenn ich sehe, wie oft mittlerweile schon der Strompreis nahe null oder negativ ist, dann sehe ich, dass die erneuerbare Energienrevolution, die viel gescholdene, die sicherlich noch jede Menge Herausforderungen hat, wie weit die doch schon voran ist.
00:28:58: Und das Potenzial, dass erneuerbare Energienwind und Sonne auch bei uns haben.
00:29:02: Wie gesagt, unbeschadet.
00:29:03: Wir haben
00:29:04: dir das nicht vorgegeben.
00:29:08: Das macht mich ... Das macht mich wirklich froh, zu sehen, dass da im Moment eine echte Revolution im Gang ist und dass wir in Deutschland erneuerbaren Strom für Passent produzieren können.
00:29:24: Das finde ich toll und macht mir Mut, weil Energie ist der Anfang von allem und wenn wir genug günstige Energie haben, können wir Kreislaufwirtschaft machen, können wir unseren Lebensstandard halten.
00:29:33: Also bin ich glücklich über das, was da passiert.
00:29:36: Vielen Dank lieber Karsten, dass du die Zeit genommen hast, zu uns zu kommen.
00:29:39: Ein ganz ganz tolles Thema, wo man merkt, dass du dafür brennst, genauso wie für die Nordbandtrasse, die wir jeden Tag erleben dürfen.
00:29:47: Wenn die Menschen jetzt draußen, die uns zugehört haben, meinen, das wäre gut, dann können sie ein Like da lassen oder die Folge einfach weitergeben oder für uns werben.
00:29:57: Schön, dass ihr dabei wart.
00:29:58: Das war wieder ein ganz tolles Thema.
00:30:01: Ich freue mich auch schon auf die nächste Folge.
00:30:04: Dort begrüßen wir Dr.
00:30:06: Charlotte Beisel.
00:30:07: Sie ist Vorständin unter anderem für das Thema Personal bei den Düsseldorfer Stadtwerken und unser Thema.
00:30:13: Und ich glaube, das ist nicht nur eines, was speziell jetzt für die Branche interessant ist, ist das Thema Fachkräftemangel zwischen Systemgrenzen und Führungsfragen.
00:30:23: Was ist strukturell bedingt und was können wir aktiv gestalten?
00:30:27: Das wird sicherlich auch ein ganz spannendes Gespräch.
00:30:30: Das war's mit unserem Podcast mit Haltung und Trocken.
00:30:33: Bleibt neugierig, bleibt mutig, bleibt im Gespräch.
00:30:36: Tschüss, alles Gute, vielen Dank.
00:30:38: Tschüss, alles Gute.
00:30:41: Das war mit Haltung und Trocken.
00:30:43: Ein Podcast der Ruppertaler Stadtwerke mit Markus Hilkenbach und Markus Schlomski.
00:30:49: Hat euch die Folge gefallen?
00:30:50: Dann freuen wir uns über eure Bewertung und über eure Gedanken auf Social Media.
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