Vom Versorger zur Infrastruktur-Plattform: Was bleibt vom klassischen Geschäftsmodell?
Shownotes
Gast: Elke Temme, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bochum Thema: Vom Versorger zur Infrastruktur-Plattform: Was bleibt vom klassischen Geschäftsmodell?
Darum geht's in der Folge:
Elke Temme: https://www.linkedin.com/in/elke-temme/ WSW Wuppertaler Stadtwerke: https://www.wsw-online.de/
Podcast: Mit Haltung und trocken, der Zukunftstalk mit Markus und Markus (WSW Wuppertaler Stadtwerke) Veröffentlichung: Mai 2026
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00:00:05:
00:00:20: Herzlich willkommen zu Mithaltung und Trocken, der Zukunfts-Talk mit Markus und Markus.
00:00:24: Ich freue mich, dass ihr wieder dabei seid!
00:00:27: Ich bin Marke Schlomsky auch von WSW.
00:00:29: Herzlich Willkommen freu ich mich, das ihr auch dabei seid.
00:00:33: Wir sprechen heute über ein sehr spannendes Thema den Wandel von einem klassischen Unternehmen oder in diesem Fall der Energieversorgung hin zu einer modernen Infrastrukturplattform.
00:00:43: Was das auch heißt, werden wir gleich erfahren.
00:00:45: Wir werden auch darüber sprechen was das für das Unternehmen selbst bedeutet Für die Kundinnen und Kunden Für das Selbstverständnis des Unternehmens Und dazu freue ich mich ganz besonders auf unseren heutigen Gast.
00:00:57: Elke Thämmer Ganz toll dass du da bist.
00:01:00: Elke Temmer hat viele viele Jahre Management-Erfahrung unter anderem bei AWE, im VW-Konzern.
00:01:07: Und jetzt ist sie seit zwei Jahren Geschäftsführer in der Stadtwerke Bochum.
00:01:11: Toll dass du da bist.
00:01:12: toll das du mitmachst.
00:01:13: herzlich willkommen!
00:01:15: Ja freue mich auch hier zu sein.
00:01:17: danke für die Einladung bin sehr gespannt.
00:01:19: Hallo auch von Mirke schön dass Du da bist.
00:01:22: Jetzt ist es natürlich in der alten Tradition darf ein Glas Wein bei uns nicht fehlen.
00:01:26: wir haben heute einen Weißbegunter ausgesucht.
00:01:29: Wir hoffen dass wir deinem Geschmack getroffen haben.
00:01:32: Und findest du in deinem stressigen Alltag auch einmal so die Mousse für ein gutes Glas Wein?
00:01:37: oder ist das im Alltag schwierig einzubauen?
00:01:39: Nein, immer.
00:01:41: Sehr gut!
00:01:42: Sehr sympathisch.
00:01:43: Ja sehr sympathisch!
00:01:44: Ich bin tatsächlich... es gibt ja so eine Bier- oder Wein.
00:01:47: ich bin eindeutig die Beintrinkerin hat mir's eher so auferlegt nein nicht unter der Woche als sonst auch gerne zu viel wird aber ich finde am Wochenende gehört ein Glas Wein auf jeden Fall dazu und mit Weißburg und da habt ihr tatsächlich genau meinen Geschmack getroffen.
00:02:03: Also von daher ...
00:02:04: Perfekt!
00:02:05: Stoß wir noch mal an, schön dass du da bist.
00:02:08: Herzlich willkommen.
00:02:09: Danke für die Einladung.
00:02:10: Elke, wir starten immer so ein bisschen mit ein paar persönlichen Fragen damit wir dich oder insbesondere die uns zuhören, dich ein bisschen besser kennenlernen bevor wir auf das eigentliche Thema kommen.
00:02:20: was war dein erster Job und was hast du daraus fürs Leben gelernt?
00:02:25: Ja mein erster job war tatsächlich sehr spannend und sehr kurz.
00:02:30: Ich hatte nämlich tatsächlich nach dem Studium angefangen bei Highlight und Werner.
00:02:34: Das Unternehmen gibt es nicht mehr, ein Bauunternehmen in München und habe da tatsächlich komplett ins Klo gegriffen gehabt.
00:02:42: Ja das war tatsächlich so dass ich dann eben eigentlich für ein Trainiprogramm aber eigentlich dafür da war in den Abteilungen Mitarbeiter zu bespitzen weil man sich von denen trennen wollte.
00:02:54: Und das war so krass, dass ich dann tatsächlich innerhalb der Probezeit auch mich neu orientiert habe.
00:03:01: und was hab' ich gelernt?
00:03:02: Das ist tatsächlich dieses Thema Haltung wo ich gesagt habe, nee, das passt jetzt nicht zu meinen Werten.
00:03:06: Das tue ich nicht!
00:03:08: Aber das war schon eine echt krasse Erfahrung.
00:03:11: Also als ersten Job.
00:03:12: Herzlich
00:03:15: willkommen im Berufsleben.
00:03:16: Ja genau.
00:03:16: Weißt du ja, was dich erwartet?
00:03:21: Ja, das war eine schwierige Entscheidung aber im Nachhinein... Für mich hat es das noch mal klar angemacht.
00:03:27: Neben diesem Tiefpunkt, wo wir jetzt auch schon losgegangen sind, gibt es als Rückblick heute etwas was du mit Abstand sagst?
00:03:37: Das würde ich heute anders machen, was beruflicher Entscheidungen angeht?
00:03:41: Tatsächlich nein.
00:03:42: Super!
00:03:44: Ich bin total zufrieden wie mein Weg gegangen ist.
00:03:49: Nur gerade, aber ich hab da immer gut was mitgenommen und am Ende des Tages sitze ich jetzt hier.
00:03:55: Bin super zufrieden.
00:03:56: also ne?
00:03:57: Super!
00:03:57: Du hast ja einen tollen Weg gemacht, ich habe vorhin schon mal angeschnitten.
00:04:01: Man muss gar nicht zu stark darauf eingehen aber du hast ja eine wirklich tolle Karriere gemacht.
00:04:05: auch in unterschiedlichen Konzernen RWE ein großer Konzern VW warst du lang und auch ne tolle Rolle gehabt.
00:04:12: Elektromobilität verantwortlich für Elektromobilität im VW-Konzern das macht ja auch nicht jeder.
00:04:18: gibt es etwas was du persönlich oder auch beruflich was dich in den letzten Jahren am meisten verändert hat?
00:04:24: Wo du sagst, das war ein einschneidendes Erlebnis oder dass es etwas wo du was gelernt hast oder gesagt hast.
00:04:30: Das ist anders als vorher?
00:04:32: Also ich glaube es gibt so zwei Themen die tatsächlich mich immer mehr beschäftigen.
00:04:37: Das eine ist das Thema Haltung.
00:04:40: nochmal also... Ich finde, dass wir in der Gesellschaft immer stärker in so extreme Wandern.
00:04:48: Dass dieser Zusammenhalt weniger wird politisch aber auch in anderen Bereichen und da merke ich auf einmal das sich den Drang verspüre dann Kontrapunkt zu setzen und auch jetzt eben zu gucken in dem Umfeld, was ich beeinflussen kann bei den Stadtwerken.
00:05:09: Bei mir Zuhause und so das anderszumachen.
00:05:12: Das ist beispielsweise jetzt dass wir eben sehr stark auch das Thema Werte auch bei uns bei den Stadwerken verankert haben und auch immer wieder auch darauf achten, dass so das ein oder zweite ist tatsächlich auch das thema Klimawandel denn sei es nun Ahrtal oder was auch immer aber wo man einfach merkt Da verändert sich was.
00:05:33: Und da ich ja jetzt keine zwanzig mehr bin, ist es schon so irgendwie, wo ich denke, nee.
00:05:37: Ich möchte das meinen Kindern auch eine lebenswerte Zukunft hinterlassen und das spornt mich schon noch mal an.
00:05:46: Also deswegen auch das Thema Elektromobilität, das Thema Wärmewende, des Thema Transformation insgesamt.
00:05:52: Das ist schon was, was ich vor zwanziger Jahren nicht in diesem Umfang auf dem Schirm hatte aber wo ich merke dass mir das immer wichtiger wird meinen Teil dazu beizutragen.
00:06:06: Empfindest du das ein bisschen, dass die Dinge von außen was passiert über Jahre schon in der Ukraine, in Europa?
00:06:12: Was jetzt passiert auch im Iran?
00:06:14: Das Werte-Korsett verschiebt sich.
00:06:16: Merkst du das auch, dass es im Unternehmen, im Alltag miteinander bei deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Auswirkungen hat?
00:06:23: Nämlich tatsächlich nicht so wahr!
00:06:26: Ich muss aber auch... Also ich finde wir haben ja Tolles Team bei uns, das muss ich wirklich sagen.
00:06:31: Wir legen aber auch sehr viel Wert darauf und wir achten auch sehr da drauf.
00:06:34: Super!
00:06:34: Also das ist schon ... Ich weiß ja, dass ich ganz am Anfang irgendwie ... Da gab es mal so ein Ereignis, wo eine Abteilung jetzt nicht optimal gehandelt hat, aber im besten Sinne.
00:06:44: Und dann gab's so einen Intranet, kannst du ja immer bei uns auch so posten?
00:06:49: Dann hat der eine oder andere gesagt, boah, das war jetzt doof und so.
00:06:51: Alles okay, finde ich richtig gut.
00:06:53: Und da gab es tatsächlich auch so einen Post, unter der Gürtellinie und da sind wir daneben oder auch sofort eingestritten.
00:07:01: Und dann haben wir auch persönliches Gespräch geführt,
00:07:03: etc.,
00:07:04: um einfach auch sicherzustellen und haben das entsprechend sofort kommentiert, um einfach klar zu machen, nee!
00:07:09: Wir können immer sagen es ist nicht okay und das sehe ich anders oder das war doof.
00:07:14: aber so die Art und Weise wie?
00:07:16: Ich glaube die ist schon wichtig dass wir immer Respekt
00:07:20: ist schon ein großes
00:07:21: Thema.
00:07:21: Genau, sondern respektvoller Umgang miteinander das ist schon.
00:07:24: Ich glaube, es wird bei uns auch wirklich gut gelebt.
00:07:28: Super!
00:07:29: Steigen wir ein?
00:07:31: Ja!
00:07:31: Ins spannende Thema Transformation der Weg von einem klassischen Versorger hin zu einer Infrastrukturplattform.
00:07:39: was bedeutet das für dich für euch?
00:07:41: wie geht ihr das an?
00:07:43: Weg von dem klassischen Verkauf einer Kilowattstunde zu einer wirklich digitalisierten Welt, in eine Plattformwelt.
00:07:51: Ja also erst mal was heißt das?
00:07:54: Ich glaube dass es eben genau... auf der einen Seite weiterhin natürlich darum geht, einen sicheren Betrieb eine sichere Versorgung sicherzustellen.
00:08:03: Aber es geht eben auch darum in der Art und Weise wie wir das tun und was wir machen dass wir eben Kunden, Daten IT Prozesse, dass das eben bewusst zusammengeführt wird und auch zusammen gedacht wird.
00:08:17: Und das heißt eben auch, dass wir die Infrastruktur so aufstellen.
00:08:22: Dass wir eben auch nach vorne raus die komplexen Anforderungen auch entsprechend bedienen können.
00:08:27: Kannst
00:08:27: du plastisch mal ein Beispiel machen für die, die es jetzt nicht jeden Tag in der Form erleben?
00:08:33: Wie wirkt sich das aus?
00:08:34: oder wie
00:08:35: gibt's ein konkretes
00:08:36: Projekt?
00:08:37: Ja, da sind mehrere Themen aus meiner Sicht.
00:08:41: Das Zentrale ist erstmal, dass Du gesammthaft das Thema als Sag ich mal, digitale Strecke verstehst.
00:08:48: So dass du einfach auch sagst, da brauchst du eine IT-Architektur, eine IT ist nicht mehr eine Supportfunktion sondern das ist halt ein Enabler der überhaupt erst bestimmte Produkte möglich macht.
00:09:02: also wenn du siehst jetzt keine Ahnung die normalen Stromtarife abrechnen Geht halt nicht, wenn du nicht eine wirklich super funktionierende IT hast die das entsprechend auch darstellen kann abwickeln kann mit sämtlichen Prozessen Metering Steuerung des ganzen Abrechnungen und das musst Du halt einmal gesamthaft durchdacht haben.
00:09:25: Versteht das jeder im Unternehmen diesen Wandel?
00:09:27: Sag ich mal auch diese Veränderungen des Begriffes so was ist unser Versorgungsgeschäft?
00:09:32: und jetzt machen wir etwas anderes.
00:09:34: also ich glaube dass es ein Weg.
00:09:36: Ja, wir sind ja in der Transformation.
00:09:39: Wir sind ja auch alle noch nicht komplett dort.
00:09:42: Das wäre gelogen zu sagen, das haben wir alle.
00:09:45: Ich glaube aber dass es immer wichtiger wird auch dieses Thema hinzubekommen weil das ist so ein bisschen für mich wie ihr wisst ich war auch mal bei Volkswagen.
00:09:54: Insofern kann ich da also ein bisschen den Vergleich ziehen?
00:09:57: Wir fahren ja weiter Autos!
00:09:59: Und wir sehen auch, dass da so ein bisschen immer mehr sich das in Richtung IT dort entwickelt mit der Software.
00:10:06: Es gibt aber Konkurrenzprodukte außerhalb von Deutschland.
00:10:10: Da ist das Auto nicht ein Auto mit Software sondern das ist IT auf Rädern!
00:10:18: Und woran macht sich das fest?
00:10:19: Also beispielsweise, dass du halt gar keinen Schlüssel mehr hast sondern mit deinem Handy deinen Auto öffnest oder dass du natürlich überall sehen kannst wo fährt dieses Auto jetzt gerade.
00:10:31: Oder aber wenn Du ausparkst und Du schwenkst hart sage ich mal links rein und fährst vorwärts Wenn Du dann anfängst rechts einzuschragen Dann geht der automatisch in den Rückwärzgang.
00:10:43: Ja und da sind so diese Themen, die einfach IT-mäßig gedacht werden und dazu sage ich mal mehr Komfort auch bei dem Kunden führen.
00:10:55: Und das ist natürlich auch ein Thema der Kunde, die Erwartungen steigen.
00:11:01: Wenn du einen Paket bestellst dann willst du nicht in eine Woche warten.
00:11:06: und hier ist es auch so.
00:11:07: wenn du jetzt keine Ahnung ne PV-Anlage sagt sie die will ich haben Dann willst du auch wissen wo ist denn die Bearbeitung?
00:11:14: Wo steht das Ganze?
00:11:15: man kann dich damit rechnen und wenn du da irgendwie sagst ich brauche jetzt nen Termin dann darf er nicht erst in drei Monaten sein.
00:11:22: Und das kannst du nur bedienen, wenn du erstens konsequent vom Kunden her denkst.
00:11:27: Aber eben auch eine digitale Strecke dahinter hast und digitale Prozesse weil ansonsten kriegst du das ja gar nicht bearbeitet.
00:11:34: Ja?
00:11:35: Und es tun Wettbewerber eben auch.
00:11:37: dass ist glaube ich auch nochmal wichtig zu verstehen.
00:11:40: die Stadtwerke wuppertal sind Am Ende des Tages nicht die Wettbewerber zu den Stadtwerken buchum, sondern das ist dann eine Octopus.
00:11:49: Eine eins Komma fünf für die neuen Player ja IKEA die plötzlich mit Strom und dynamischen Stromtarifen auftauchen Und die natürlich den Vorteil haben dass sie jetzt anfangen und sofort das einmal durch deklinieren während wir natürlich auch noch ein bisschen Legacy haben alte Apps hier mal mit Excel und so weiter und es einmal Noch aufräumen müssen, aber das müssen wir auch tun um wettbewerbsfähig zu sein.
00:12:16: Weil die Anforderungen sich verändern, die Wettbe werber auf jeden Fall komplett auf digital aufgestellt sind und die Erwartungshaltung natürlich ist dass wird dort auch mithalten.
00:12:28: Glaubst du bei dem was du gerade beschrieben hast gibt es einen?
00:12:30: in der letzten Zeit oder Jahren.
00:12:32: Wir sind ja alle auf dem Weg und du hast gesagt, das ist auch völlig zu Recht!
00:12:36: Wir haben da kein Start-up-Charakter um das vorsichtig auszudrücken weil wir eine andere Historie haben die auch in Teilen gut ist und ihre Berechtigung hat.
00:12:46: Weil wir ein sehr verlässliches Geschäft betreiben insbesondere was die Infrastruktur angeht.
00:12:51: aber sei es drum ist wichtig dass wir uns in diese Richtung entwickeln Sehenden oder die Aktiven in der Branche da auch sehr intensiv bei sind.
00:13:01: Gibt es was, was die Entwicklung beschleunigt hat.
00:13:03: aus deiner Sicht?
00:13:04: Hat sich da in den letzten Jahren etwas getan oder ist das ein stetiges Vorankommen?
00:13:09: Also ich glaube es ist in Summe genau diese Themen.
00:13:14: erstens wir haben neue Wettbewerber und insofern gibt's eine andere Auswahl und dann müssen wir mithalten.
00:13:19: technologisch ... sehen wir eben auch, dass sich eine Menge verändert hat.
00:13:25: Spätestens jetzt mit Kai noch mal mehr und natürlich hat sich auch... Die Produktwelt verändert sich ja auch gerade, dadurch dass die Wärme über Wärmepumpe mehr elektrisch wird.
00:13:38: Und im Zweifel steuerbar.
00:13:40: Das Auto als Teil des Energiesystems wenn ich Elektroauto nehme plötzlich ... Wir haben dynamische Stromtarife wir haben dezentral PV auf den Dächern.
00:13:50: also dieses Thema der Optimierung war ja früher gar nicht da und das sind aber Themen die jetzt... Also das ist noch mal eine Veränderung auch Lösungen sucht und die kriegst du auch nur mit einer entsprechenden Plattform bedient.
00:14:07: Jetzt in unserer klassisch geprägten Branche, welche zentralen Elemente so des traditionellen Geschäftsmodells bleiben denn aus deiner Sicht erhalten?
00:14:16: Und welche verlieren immer mehr an Bedeutung und werden vielleicht sogar ganz verschwinden?
00:14:20: Also die Aufgaben, die wir bedienen müssen, die bleiben quasi alle ja.
00:14:25: also wir müssen das Netz vernünftig bedienen, ein Netzbetrieb.
00:14:30: Das muss sicher sein, das muss gut ausbalanciert sein.
00:14:34: Wir haben unsere Kunden die wir mit Strom versorgen, die wir with Wärme versorgten.
00:14:43: Die wird sich jetzt bei Wärmen sicherlich ändern.
00:14:45: dass ich sage es ist vielleicht kein Gaskraft mehr sondern irgendwie eine Großwärmepumpe.
00:14:51: aber ich sag mal was wir machen prinzipiell das ändert sich nicht.
00:14:57: Das Wie ändert sich aber fundamental aus meiner Sicht.
00:15:00: Also was passiert hinterm Vorhang?
00:15:02: Wie wird der Kunde bedient, welche Produkte nehme ich?
00:15:06: Ja also das ist das, was sich ändert und es ändert natürlich dadurch auch die Art und Weise wie wir arbeiten weil ich sage mal repetitiver Aufgaben oder die werden halt tendenziell wegfallen.
00:15:19: ja dafür wird halt der Fokus immer mehr auf einer guten IT-Infrastruktur liegen auf einer guten Datenqualität, auf einem Data Lake.
00:15:29: Dass du halt das so strukturiert hast dass du eben auch in der Lage bist flexible Veränderungen sei es regulatorische Art oder wettbewerbliche Art zu reagieren.
00:15:38: ich glaube das ist zentral und das ist auch das was wir jetzt sehr konsequent gerade beschreiten.
00:15:44: also das Thema wir bauen gerade IT-Infrastruktur, also ein Architekturmodell prägen wir gerade aus.
00:15:50: Gucken das für uns von alten Zöpfen und Alten Apps
00:15:52: usw.,
00:15:53: trennen einen Data Lake, gucken die Datenqualität nach oben.
00:15:59: Und dieses Thema Digitalisierung ist ein Kernelement grade was wir entsprechend in den Stadtwerken tatsächlich umsetzen.
00:16:09: Wir messen Digitalisierungsgrade in jeder Abteilung um es auch messbar zu machen.
00:16:15: Wir reduzieren unseren Papierverbrauch, haben ihn mittlerweile halbiert.
00:16:20: Da muss alles digitaler gehen und unterschreibt nichts mehr per Hand.
00:16:23: Also diese Themen um auch wirklich dann mit Vorbild das voranzutreiben.
00:16:27: aber davon bin ich tatsächlich sehr überzeugt dass das so wichtig ist um auf Dauer auch wertbewerbsfähig zu bleiben.
00:16:38: Das Datenqualität angesprochen welcher Rolle spielen Daten?
00:16:42: Und was für Daten sind sind wichtig in der Zukunft.
00:16:45: Also ich glaube Daten, also es wird immer gesagt, Daten ist das neue Gold und so.
00:16:50: Das weiß ich nicht!
00:16:52: Ich glaube schon dass Daten... Es gibt
00:16:54: ja viele.
00:16:55: Ja genau.
00:16:57: Ich glaube dass das Daten insgesamt natürlich an Bedeutung gewinnen werden weil du damit die Themen auch steuerst.
00:17:05: aber das Thema Datenqualität ist aus meiner Sicht da auch noch mal ein Ein so gravierender Punkt, weil gerade wenn du sagst, du automatisierst die Sachen und wendest KI an.
00:17:18: Und wenn du das auf einer falschen Datenbasis machst, dann kommt natürlich auch nur Unsinn raus.
00:17:23: Also deswegen ist dieses Thema Datenqualität.
00:17:27: Eine KI kann nicht lernen, wenn die Daten darunter falsch sind.
00:17:30: Deswegen ist dieses thema-Datenqualität aus meiner Sicht noch mal ein extrem wichtiger Punkt wo es jetzt auch wichtig ist da hinzugucken und besser zu werden.
00:17:41: Ihr seid da bestimmt schon perfekt?
00:17:42: Nein,
00:17:44: ja nicht!
00:17:46: Aber für ein Stadtwerk um richtig und wirklich zum Infrastruktur-Plattformen zu werden was braucht es dafür Fähigkeiten, Strukturen oder auch für Partnerschaften auch für so einen Stadtwerk.
00:17:57: also als allererstes glaube ich braucht das erst mal ein gemeinsames Verständnis dass alle an einem Strang ziehen.
00:18:04: Das ist ja wie immer, du musst erstmal ein gemeinsames Verständnis schaffen.
00:18:10: das hängt ja von den operativen Einheiten IT, es muss verstanden sein, dass es ein Enabler ist und dass sich das auf Augenhöhe miteinander passiert.
00:18:20: ich glaube das ist ein extrem wichtiger Punkt.
00:18:23: um überhaupt erst mal die Basis zu legen dann braucht es Aus meiner Sicht klare Architekturprinzipien, ein Zielbild.
00:18:31: Wo will ich mit meiner IT?
00:18:33: Wie soll die in Summe aufgebaut sein um sicherzustellen dass Daten also eine Datum auch nur einmal irgendwo abgelegt ist das alle auf dieselbe Datum zugreifen?
00:18:42: wie fließt das ineinander?
00:18:44: wir sind die Schnittstellen.
00:18:45: wo wird was abgelegt?
00:18:47: Das glaube ich ist extrem wichtig Ja und das Thema Partnerschaften aus meiner Sicht auch unabdingbar Weil wir sind jetzt nicht, also Stadtwerke haben eine gewisse Größe.
00:19:00: Aber wenn ich jetzt sage, wir wollen eben auch gegen einen Octopus entsprechend mithalten können dann glaube ich tun wir gut daran unsere Kräfte zu bündeln und dort eben auch zu gucken, was können wir eben gemeinsam machen.
00:19:14: Ich meine das tun wir ja auch beispielsweise bei der RKU so wo wir gemeinsam hier auch beteiligt sind.
00:19:20: aber wir machen es auch im Kleineren also beispielsweise beim Thema Cyber Security was ja auch ein wichtiger Punkt bei dem ganzen Thema ist haben wir jetzt beispielsweise gerade ein gutes Team aufgebaut was aber eben auch für die kleineren Stadt weg drumherum bei uns eine Beratung mit anbietet Weil wir sagen, es macht keinen Sinn.
00:19:38: Dass jeder das neu findet?
00:19:39: Ja, dass jeder was aufbaut, sondern dann lass uns einmal so einen Kompetenzcenter hier ausbilden und die bei uns gegenseitig unterstützen.
00:19:49: Ich sage immer so gerne, der Freund ist draußen.
00:19:51: Ja und das ist ja komplett außerhalb der Stadtwerke wählt weil die Player- und die neuen Wettbewerber sind ganz anderer und deswegen je mehr wir uns gegenseitig unterstützen und gucken was wir wo wir Kräfte bündeln können und wo wir Fähigkeiten ausbauen desto schneller sind wir und desso besser sind wir alle zusammen
00:20:11: Ist eine gute Brücke.
00:20:12: Gibt es denn etwas, ihr seid ja Stadtwerke Bochum ist ja auch kein kleines Stadtwerk, gehört ja zu den größeren Stadtwerken?
00:20:18: Gibt's was?
00:20:19: wo du sagst bei den Themen die du auch vorhin beschrieben hast, wo in der Umsetzung auch schon seit und vielleicht auch weiter als andere gibt es typische Fehler?
00:20:28: oder gibt das etwas wo du sagtest da achte drauf wenn dir diesen Weg geht was ist wichtig was sollte man vermeiden?
00:20:35: oder wo seid ihr?
00:20:35: habt ihr ein paar Schleifen gehabt die man vielleicht nicht gehen müsste.
00:20:49: Ich glaube, das Wichtigste ist wirklich dass man das als Gesamtbild versteht und dass man nicht in sie los denkt.
00:20:56: Und dass es nicht darum geht, ein Einzeloptimum zu erreichen.
00:21:01: Das haben wir an der einen oder anderen Stelle und haben jetzt eben auch geguckt und umgestellt das wir wirklich im Gesamtbild daraus formen und das heißt eben auch, dass wir keine Ahnung fünf CRMs haben ja und das sind Beschwerdemanagement je nach Bereich jetzt nicht plötzlich von ganz unterschiedlichen IT-Systemen bedient wird, damit man es eben auch hinterher wieder zusammenfahren kann.
00:21:28: Also da glaube ich ist es gut bei aller Flexibilität auch immer wieder genau ein gutes Augenmaß zu halten.
00:21:35: was muss aber auch zentral definiert sein.
00:21:38: und das zweite glaube ich etwas extrem wichtiges.
00:21:41: du hattest ja gerade auch gesagt wo steht er da?
00:21:42: und zwar ist aus meiner Sicht immer der Faktor Mensch.
00:21:46: Also wenn die Mitarbeitenden irgendwie den Nutzen nicht sehen oder irgendwie da nicht mitgenommen werden, sich abgehängt fühlen dann kannst du da noch so viel erzählen.
00:21:59: Das haut nicht hin und das tun wir schon viel Ja, also aus meiner Sicht viel so.
00:22:04: Also wir haben eben eine Projektgruppe die nennt sich Machet Einfach, also macht IT einfach genau.
00:22:11: So aus verschiedenen Bereichen wo immer wieder kleine Anwendungsbeispiele auch gezeigt werden, guck mal das kannst du so oder so machen... Also wir arbeiten mit Masterplan, wo Schulungen online zu allen möglichen Themen angucken.
00:22:26: Da machen wir jetzt gerade eine Challenge und genau dem Thema Digitalisierung und KI welcher Bereich macht am meisten?
00:22:34: Und kriegt die meisten Punkte um das ein bisschen auch spielerisch zu machen ja und wenden das eben an verschiedensten Stellen noch an dass wir beispielsweise keine Ahnung bei Kundenbriefen die gehen alle einmal über einen KI-Punkt, bevor sie rausgehen.
00:22:50: Also um einfach auch das zu üben und zu lernen und sicherzustellen dass wir immer freundlich und verständlich sind also solche Themen um die Mitarbeitenden da auch ranzuführen neben Klar natürlich Zielen und so weiter.
00:23:03: Aber ich glaube, dass es auch wichtig ist immer wieder zu gucken wo stehen die Mitarbeiter?
00:23:09: Und das ist halt ... Du hast immer welche, die sind da total begeistert und drinnen vorweg aber du musst eben auch gucken, dass du ... Keiner
00:23:16: zurückbleibt.
00:23:17: Das keiner zurück bleibt und alle auch noch verstehen was wir denn da tun.
00:23:22: Super!
00:23:24: Zum Abschluss.
00:23:24: Welche Schlagzeile würdest du gerne in fünf Jahren im Handelsblatt über unsere Branche lesen?
00:23:31: Welche
00:23:32: Schlagzeile würde ich gerne lesen?
00:23:35: Stadtwerke als Umsetzer der Energiewende.
00:23:41: Es ist vollbracht.
00:23:47: Ja, aber ich glaube schon dass wir da wirklich einen riesen Beitrag leisten weil wir eben auch integriert denken können und sind und eine Daseinsvorsorge hier auch betreiben und nicht eine Kurzfristoptimierung.
00:24:00: und deswegen glaube ich wirklich wäre wenn nicht wir und das dürfen alle mal wahrnehmen
00:24:07: Der Weg dahin ist allerdings ja, du hast viele positive Dinge auch beschrieben und nicht alles ist jeden Tag einfach.
00:24:14: Insbesondere solche harten oder komplizierten komplexen Veränderungsprozesse.
00:24:19: Was motiviert dich dazu das anzugehen?
00:24:22: Jeden Morgen mit einem Grinsen ins Gesicht ins Büro zu kommen und zu sagen heute starren wir wieder durch und gehen wieder einen Schritt weiter?
00:24:30: was motivierte ich persönlich und beruflich vielleicht?
00:24:33: Ja also erst mal Ich gehe tatsächlich gut gelaunt ins Büro.
00:24:38: Es gibt selten Tage, wo ich das nicht tue weil ich erstens die Aufgabe einfach geil finde hier jetzt wirklich diese Transformation da umzusetzen.
00:24:49: Wir haben eine Energiewende, Mobilitätswende mega.
00:24:53: wir haben ein tolles Team.
00:24:55: Ich arbeite super gerne mit denen zusammen.
00:24:57: Super schön!
00:24:58: Und ich finde, wir haben einen guten Fahrplan und sind gut unterwegs.
00:25:02: Es gibt ein paar Themen die man immer ausräumen muss, sonst wäre es ja auch langweilig.
00:25:06: Aber ich finde wirklich ...
00:25:08: Alles top perfekt?
00:25:10: Ja, alles ist perfekt, aber ich gehe weg nicht gerne.
00:25:13: Ja,
00:25:13: schön.
00:25:14: Danke schön für die offenen und spannenden Einblicke, liebe Elke.
00:25:19: Es hat sehr viel Spaß gemacht.
00:25:20: und dann alle, die zuhören.
00:25:22: Wenn euch das Gespräch gefallen hat, diskutiert gerne mit.
00:25:25: Hinterlasst einen Kommentar, gebt uns ein Like und teilt die Folgen.
00:25:28: Und vor allen Dingen was uns sehr freuen würde, schaltet wieder ein wenn es die nächste Runde gibt!
00:25:33: Ob von mir.
00:25:34: herzlichen Dank lieber Elke, dass du da warst?
00:25:36: Das wars auch jetzt schon wieder mit dem Podcast Mithaltung und Trocken.
00:25:39: Bleib neugierig, bleibt mutig, bleibt im Gespräch.
00:25:42: Tschüss bis bald!
00:25:43: Vielen
00:25:44: Dank!
00:25:48: Hat Spaß gemacht!
00:25:55: In der nächsten Folge begrüßen wir Lambert T. Koch, Wirtschaftswissenschaftler und Präsident des Deutschen Hochschulverbandes.
00:26:02: Mit ihm sprechen wir über den Wettbewerb der Köpfe.
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