Lokaler Wandel – Wie gehen wir damit um?

Shownotes

Gast: Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal Thema: Lokaler Wandel – Transformation in Kommunen zwischen Anspruch und Alltagspraxis

Darum geht's in der Folge: Lokale Transformation: Wie Wandel vor Ort gelingt, ohne Menschen zu überfordern Stadtentwicklung: Wohnungsmarkt im Wandel, Generationenwechsel, Rolle einer Stadtentwicklungsgesellschaft Mobilität und Energiewende: Konkrete Herausforderungen auf kommunaler Ebene Bürgerbeteiligung: Wie echtes Engagement den Wandel trägt Kommunikation: Warum Transparenz und nachvollziehbare Schritte entscheidend sind Persönlich: Warum sie ihren Weg wieder gehen würde, weshalb sie den Austausch mit politikfernen Menschen sucht – und wo sie in Wuppertal Kraft tankt

Miriam Scherff: https://www.linkedin.com/in/miriam-scherff-5ab409224/ WSW Wuppertaler Stadtwerke: https://www.wsw-online.de/

Podcast: Mit Haltung und trocken, der Zukunftstalk mit Markus und Markus (WSW Wuppertaler Stadtwerke) Veröffentlichung: April 2026

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00:00:05: Mit Haltung und Trocken, der Zukunftstalk mit Markus und Markus.

00:00:13: Heute zu Gast Miriam

00:00:14: Scherf, SPD-Politikerin und Oberbürgermeisterin der Stadt Ruppertal.

00:00:20: Herzlich willkommen zur Mithaltung und trockenen der Zukunfts Talk mit Markus & Markus!

00:00:24: Ich bin Marco Schlomski, Arbeitsteigte der WSW und freue mich auch wieder sehr, dass ihr wieder dabei seid.

00:00:29: Heute geht es um den lokalen Wandel Und darum, wie wir damit im Alltag umgehen.

00:00:34: Städte beispielsweise wie Wuppertal stehen in diesen Zeiten besonders unter Druck.

00:00:40: Es geht um Wohnraum Mobilität Energie Arbeitsplätze Schulen und so weiter also Lauter spannende Themen.

00:00:47: gleichzeitig verändert sich aber auch die Erwartungshaltung, die Gewohnheiten im Zusammenhalt und in dem Zusammenleben vor Ort.

00:00:56: Wir wollen darauf schauen was dieser Umbruch konkret mit dem Stadtleben macht und wie Politik Verwaltung und Gesellschaft gemeinsam damit umgehen können.

00:01:04: Um diese spannenden Themen haben wir heute einen ganz tollen Gast bei uns.

00:01:08: Miriam Schärf Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal.

00:01:11: schön dass du da bist.

00:01:13: ja hallo Hallo

00:01:14: auch von meiner Seite Miriam, schön dass du dabei bist.

00:01:16: Ich freue mich sehr, dass du den Weg zu uns gefunden hast!

00:01:19: Wir haben auch wieder – das ist doch schon ein bisschen Tradition – einen Wein mitgebracht.

00:01:23: Wir trinken ja immer gerne auch ein Glas Wein mit unseren Gesprächspartner und Partnerinnen.

00:01:28: heute ein Weißwein in Sauvignon Blanc aus Frankreich.

00:01:33: Jetzt ist die Frage, das wissen wir immer vorher nicht, magst Du überhaupt Wein?

00:01:36: Und wenn findest Du auch mal Gelegenheit, einmal in Ruhe ein Glas Wein zu trinken im

00:01:41: Job?!

00:01:42: Also, ich mag Wein.

00:01:43: Tatsächlich mag ich Weißen auch lieber als Roten?

00:01:46: Gott sei Dank!

00:01:47: Ja das Alter der Rote den vertrag' ich gar nicht mehr so gut aber weiß Wein mag Ich und trinke Aber Nicht Mehr So Oft.

00:01:54: Meistens Komme Ich Nicht Dazu Aber Ich freu mich Immer Mal Wenn Ich Dann Doch Die Zeit Finde Ein Gläschen Zu Genießen.

00:02:00: Super Perfekt Auf Euer Wohl Und Schön Dass Du Da Bist Zum Wohl

00:02:04: Zum Wohlen

00:02:06: Miriam.

00:02:06: Bevor wir Einsteigen Stellen Wir Immer Ein paar Persönliche Fragen Der jüngsten Oberbürgermeisterin Deutschlands, packst du den Titel eigentlich?

00:02:16: Es geht so.

00:02:17: Weil ich tatsächlich ganz oft auf mein Alter angesprochen werde und die Menschen bei mir immer besonders oft feststellen, dass ich ja noch ganz jung bin!

00:02:23: Okay aber dann lassen wir das weg.

00:02:25: also was war denn dein erster Job und was hast du daraus fürs Leben gelernt?

00:02:30: Das ist jetzt immer die Frage der Definition des ersten Jobs.

00:02:33: Also ich hatte das Glück, dass ich tatsächlich in meiner Jugend nicht arbeiten musste.

00:02:38: Ich bin privilegiert aufgewachsen und gestehe

00:02:40: es... Kein Ferienjob!

00:02:41: ...kein Feriendrop nichts.

00:02:44: Und ich habe in meiner Ausbildung das erste Mal gearbeitet.

00:02:47: Da hab' ich mein eigenes Geld dann verdient deswegen in der Reihenlehre.

00:02:51: wahrscheinlich zählt das als erster Job Nichtsdestotrotz, meine Eltern hatten eine eigene Gebäudereinigung.

00:02:57: Wenn es dann mal notwendig war, bin ich da auch mal mitgefahren und dann hab' ich auch im Jugendlichen Alter mal beispielsweise in Kindertagesstätten die WC's mal mit gereinigt oder ähnliches Und ich glaube das sowas erdet.

00:03:10: Aber insgesamt habe ich eigentlich bei meiner Ausbildung dann richtig wirklich gearbeitet, auch mal durchgängig Hat immer viel Spaß gemacht und gelernt habe ich da einiges.

00:03:21: Wir haben immer viele Workshops und Seminare gemacht, und hab dann für mich auch versucht herauszufinden was nehme ich für mich mit?

00:03:27: Das ist ja mal so eine persönliche Entscheidung.

00:03:29: Ich habe tatsächlich bei einem Seminar mitgemacht, da ging es um Schubladendenken und da hat man eine Situation präsentiert und dann mussten eben die Workshop-Teilnehmer überlegen was kann bei dieser Person los sein dass dieses Ergebnis gerade so da war?

00:03:44: Und dann hat man halt eben festgestellt das man oft auch darüber nachdenkt was schlechtes gerade dahintersteckt muss absicht oder irgendwelche Intrigen und die Realität ist aber vielleicht ganz offene.

00:03:55: andere wir heute auch als Oberbürgermeisterin noch sehr stark, weil ich eben wenn irgendwas passiert.

00:04:01: Ich bewerte das nicht immer sofort sondern ich versuche immer nochmal den Schritt zurückzugehen und drüber nachzudenken.

00:04:07: was ist da jetzt wirklich der Hintergrund an einer bestimmten Situation bei Handeln von Personen oder ähnliches?

00:04:14: Super mit deiner Erfahrung von heute.

00:04:17: und wenn du auf deinen Weg schaust von der Unterstützung deiner Eltern bei der Reinigung der Kindertagesstätte Bis heute gibt es irgendwas in deinem beruflichen Weg, wo du sagst das würde ich heute mit der Erfahrung von heute anders machen.

00:04:31: Tatsächlich würde ich das nicht anders machen also... nicht so viele Stationen in meinem Berufsleben gehabt, bis ich jetzt Oberbürgermeisterin geworden bin.

00:04:40: Das ist das Vorteil wenn man dann die jüngste Oberbürgermeisterin in Deutschland ist.

00:04:46: Aber wirklich also ich habe mich bewusst für eine Ausbildung nach der Schule entschieden und ich würde es genau wieder so machen weil Ich war einfach schulmüde und wollte nicht an eine Uni gehen trotz Abitur Und ich wollte einfach wirklich Arbeit mein eigenes Geld verdienen selbstständig werden Ausbildung studiert, weil ich dann eben diesen Job so toll fand insgesamt und mich da auch weiterbilden wollte.

00:05:09: Ich war Ehrgeizig zielstrebig und wollte dann auch weiter nach oben kommen.

00:05:13: also war eben ein Studium Voraussetzung für so etwas und hatte eben einfach das Glück dass sich dann vielfältige Aufgaben übernehmen durfte die eigentlich gar nichts mit dem zu tun hatten was ich ursprünglich gelernt habe.

00:05:23: Das war dann der Teil wo ich auch IT schon bei meinem ersten Arbeitgeber machen durfte.

00:05:29: Bin ja dann auch gewechselt mit Projektmanagement oder ähnliches mitbekommen und alles das, was ich in meinem Berufsleben damals gemacht und gelernt habe.

00:05:42: Das brauche ich jetzt als Oberbürgermeisterin.

00:05:44: also das ist einfach optimal gelaufen.

00:05:49: Du bist ja Wuppertalerinnen durch und durch?

00:05:52: Und mal unabhängig jetzt von Wuppertal als Ort, aber vielleicht ist es auch in Wuppenthal gibt's einen Platz?

00:05:58: Ein Lieblingsplatz in deinem Leben.

00:06:00: Insbesondere jetzt du hast ja sieben Tage die Woche von morgens bis abends strömt da Wasser auf dich ein, du musst viel kommunizieren.

00:06:07: Viel aufnehmen ist ja vielleicht den Wuppertal auch nicht aber wo kannst du abschalten?

00:06:13: Also ich halte mich sehr gerne im Buchholz auf also aus vielfältigsten Gründen.

00:06:18: meine Tochter hat da Fahrradfahren gelernt.

00:06:20: Kannst

00:06:20: das ein bisschen erklären?

00:06:21: für die die nicht aus Wuppenthal kommen?

00:06:23: Ach

00:06:23: so genau Buchholze!

00:06:24: Genau das ist ein Waldstück nenne ich das jetzt einfach mal dafür.

00:06:28: die Sambertrasse von Kronenberg runter bis zum Zoo kann man schön langfahren, aber man kann da eben auch in den Wald reingehen.

00:06:37: und wenn man das gemacht hat dann hört man nur noch Vogelgezwitscher.

00:06:41: Und da sind gar nicht so viele Menschen unbedingt unterwegs weil da so viele Spazierwege entlang führen.

00:06:48: trotzdem gibt es dann eben verschiedenste Gaststätten, wo man dann einkehren kann und einfach auch mal ein alkoholfreies Radler oder auch mit Alkohol genießen kann.

00:06:58: Oder in den Waldstöcken sind tolle Lokalitäten, wo die Sonne genießen können oder ähnliches.

00:07:04: Und das mache ich heute noch als Oberbürgermeisterin äußerst gerne – auch wenn ich das ein- oder andere Mal öfter erkannt werde!

00:07:11: Wenn du auf unsere Stadt schaust, Wuppertal als Großstadt ist ja auch vielleicht ein bisschen auch als Beispiel zu sehen.

00:07:17: Auch für andere Städte die in ähnlicher Situation sind und vor Ähnlichem Herausforderungen stehen.

00:07:23: Wo spürst du bei diesen Städten oder von mir aus dann in Wuppertaal beim Alltag der Menschen?

00:07:29: Wo nimmst du die Veränderung oder diese Herausforderungen?

00:07:33: bei?

00:07:33: Wohnen Mobilität Energie?

00:07:36: soziales Miteinander, Migration was auch immer.

00:07:40: Was nimmst du da am stärksten wahr?

00:07:42: oder wo empfindest du?

00:07:44: Da spürt man sich gerade etwas.

00:07:47: Das ist das Spannende an Politik weil... Das kann man gar nicht thematisch eingrenzen.

00:07:51: Veränderung findet in jedem Themengebiet statt, also wenn man jetzt an das Thema Wohnen denkt dann ist es beispielsweise dass zentrale oder innerstädtische Wohngebiete die werden immer attraktiver für Menschen auch ein Wuppertal, dass sie da wohnen wollen dieses urbane Lebensgefühl was man zum glück und Wuppertaal so oder so haben kann Und eine Herausforderung, vor der wir da an dieser Stelle auch noch stehen.

00:08:15: Was ist denn mal wenn die Boomer-Generation ihre Häuser zukünftig verkaufen muss oder verkaufen wird zwangsweise?

00:08:22: Die dann eher in den Randgebieten stehen unter anderem also und das ist immer so ein Spagat, den wir in der Politik gehen müssen zwischen Wir haben Wohnraummangel aber da ist vielleicht auch in den Zukunft Wohnraum der frei wird.

00:08:34: Dann geht es weiter beim Thema Energie.

00:08:36: Also auch da spürt man dass immer mehr Menschen in Wuppertal auf Wärme pumpen umsteigen oder Photovoltaikanlagen sich auf das Dach machen.

00:08:44: Das war früher ja undenkbar, im Bereich Mobilität finde ich ist es auch sehr stark weil auf der einen Seite ja das Auto immer noch Hauptverkehrsmittel Lieblingsverkehrsmittel der Wuppertaler und Wuppertaalerinnen.

00:09:00: Nichtsdestotrotz wird sich vielfältiger, es gibt immer auch mal wieder neue Sachen wenn man an E-Scooter beispielsweise denkt die dann plötzlich da waren und genutzt werden.

00:09:08: viele Menschen die nutzen auch verschiedenste Verkehrsmittel.

00:09:11: die nehmen dann vielleicht auf der einen Seite um zur Arbeit zu fahren das Auto aber in ihrer Freizeit nehmen sie vielleicht auch mal gerne den Bus fahren Fahrrad oder nutzen dann eben auch unterschiedliche andere verkehrsformen die wir zur Verfügung stehen haben.

00:09:25: Das ist die Herausforderung, dass die Straßen in der Vergangenheit für Autos gebaut wurden.

00:09:33: Jetzt fangen wir an, umzubauen, dass sie für alle Verkehrsformen nutzbar sind mit allem Menschen was davon haben.

00:09:41: Du hast viele Punkte zu angesprochen wie Mobilität, Wohnen und Energie.

00:09:45: Es gibt noch ganz viele andere durch deine Gespräche.

00:09:48: Du bist unglaublich viel in der Stadt und triffst auf Menschen unterschiedlicher Couleur.

00:09:53: Nehmen die Menschen das alles diesen Wandel als Fortschritt war oder fühlen viele sich auch ein bisschen bedroht?

00:09:58: Und sind ein bisschen ängstlich und wissen nicht genau was passiert?

00:10:01: Was muss ich mit meiner Wohnung machen?

00:10:03: Ist das eher eine Bedrohung für mich oder ist es etwas wo's mir einfacher fällt als Mensch zu sagen ja das ist genau der richtige Weg.

00:10:10: Also das wird ganz unterschiedlich wahrgenommen, weil es gibt ja solche und solche Menschen.

00:10:14: Auf der einen Seite gibt's die Menschen, die blicken da sehr gelassen dem entgegen, die vielleicht ein besonderes Interesse an bestimmten Themen haben und sich mitentwickeln selber sogar Ideen entwickeln um den Fortschritt voranzutreiben Und dann gibts aber eben auch einfach Menschen Den ist das zu viel auf einmal.

00:10:33: und da müssen wir eben auch als Politik aufpassen, dass wir diese Menschen denen das zu schnell geht.

00:10:38: Dass wir die nicht abhängen, dass wieder den Menschen erklären was da passiert, was wir vorhaben, was die Zielsetzung ist aber auch der Mehrwert für diese Menschen ist und dass wir ein Tempo finden, was für die meisten Menschen in Wuppertal passend ist wenn wir einen Wandel angehen und nicht dass wir Menschen die vielleicht ein bisschen anderes Grundverständnis haben, dass sie immer an hundert Prozent erfällt abgehangen werden, weil wir damit natürlich auch vielleicht Parteien stärken.

00:11:06: Die kritisch angesehen werden sag ich jetzt mal und ja ich setze mich für sichtbare Veränderungen ein, auch im Stadtbild sage ich jetzt Mal.

00:11:14: nur für mich bedeutet dann eben Stadtbild dass wir uns das Thema Sauberkeit zum Beispiel auch mal anschauen.

00:11:20: Das gehen wir gerade mit der AWG mit dem Grünflächenamt gezielt an und da eben auch vielfältig Themen für die Menschen sichtbar zu machen was Wandel bedeuten kann.

00:11:29: Ich würd gern noch mal einmal auf das Thema Wohnen zurückkommen oder nochmal einmal tiefer einsteigen.

00:11:36: Das ist ja für viele Menschen einmal Wohnraum, ein Thema und dann natürlich auch das ganze Thema der Nebenkostensteigerung

00:11:43: usw.,

00:11:44: ein großer Sorgenfaktor geworden.

00:11:47: Nimmst du hier eine strukturelle Veränderung wahr?

00:11:50: Und wenn ja wo sind eure, wenn ich so sagen darf politische Ratstechnischen Handlungsspielräume, die euch zur Verfügung stehen.

00:12:03: Wo man tätig werden kann und wo haben sie halt auch ihre Grenzen?

00:12:07: Wie würdest du das ... einordnen das Thema.

00:12:10: Also diese Sorge, die nehme ich auf jeden Fall bei den Bürgerinnen und Bürgern war also wenn man sich mal anschaut wie sich Kaufpreise in den letzten Jahren Wuppertal entwickelt haben oder auch Mietpreissteigerungen bestimmten Bereichen obwohl wir grundsätzlich einen relativ niedrigen Mietspiegel haben im Vergleich zu anderen Kommunen die umliegen sind.

00:12:28: aber nächstes ist so trotz steigen an der stelle auch die mieten und es gibt eben einfach menschen in dieser stadt die können sich bestimmte sachen dann einfach nicht mehr leisten.

00:12:38: also auch eigentum muss man sich leisten können und da müssen wir dann entsprechend aufpassen.

00:12:44: und auf der anderen seite gehts natürlich auch darum dass wir uns über neue wohnform gedanken machen möchten.

00:12:49: denn früher wenn man ich sag mal älter geworden ist dann war der lauf der dinge mit Pech ist man irgendwie ins Altenheim gebracht worden.

00:12:58: Und dann hat man da seinen Lebenarm verbracht, das ist aber eigentlich eine Wohnform ... Das möchten ganz viele Menschen für sich selber gar nicht.

00:13:05: Die wollen in ihrem Lebensumfeld bleiben.

00:13:07: also müssen wir uns Gedanken darüber machen wie entwickeln wir den Wohnen im Alter genau?

00:13:11: Wie machen wir das möglich dass Menschen die nicht in einen alten heim möchten, dass sie zu Hause irgendwie wohnbleiben können.

00:13:18: Da geht es um das Thema Barrierefreiheit, da geht's um das thema Nahversorgung, die wir sicherstellen müssen damit dann eben auch Menschen mit Einschränkungen an Lebensmittel kommen, dass die Ärzte aufsuchen können oder ähnliches und hat eben auch was mit sozial miteinander zu tun.

00:13:36: Dann geht es auch rumoffice ist auch noch ein Beispiel.

00:13:39: früher sind immer alle Menschen zur ihrer Arbeit gefahren und heute ist es so das dann auch viele Menschen inzwischen zu Hause wohnen bleiben und Homeoffice machen.

00:13:47: Da erinnert sich auch der Anspruch an Wohnraum, weil man dann natürlich auch Arbeitszimmer oder ähnliches braucht nach den Ansprüchen vielleicht zu genügen, dass man bestimmte rechtliche Dinge einhalten muss oder ähnlich ist.

00:13:59: Auf der anderen Seite kommt aber das Problem, dass Flächen begrenzt sind.

00:14:03: Und da müssen wir ganz genau aufpassen wie würde agieren?

00:14:06: Gibt es da Programme in Wuppertal?

00:14:09: Wie geht ihr das politisch

00:14:11: an?

00:14:12: Also es ist so, dass wir die GWG auf der einen Seite haben.

00:14:16: Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft hat ungefähr zwei Komma fünf Prozent der Wohnung in Wuppertal.

00:14:22: Da sieht man das ist ein sehr geringer Anteil.

00:14:24: was wir also machen müssen und das tun wir auch gerade ist.

00:14:28: Dass wir auf private Eigentümer zugehen, dass Lücken Baulücken vielleicht erschlossen werden.

00:14:34: Und da wollen wir gerade motivieren, dass sich dann eben meldet, dass man diese Bau lücken zuschließt.

00:14:40: Wir sind grade auch dabei Stadtentwicklungsgesellschaft gemeinsam auch mit der Politik auf den Weg zu bringen, dass wir da eben auch mit privaten Investoren oder mit Projektentwicklern nochmal ganz andere Wege gehen können.

00:14:52: Um dann zu unterscheiden, machen werden irgendeine Brachefläche vielleicht Wohnraum hin, der dringend benötigt wird und wenn ja Wäldchen-Wohnraum für junge Menschen, für ältere Menschen, an vielen Stellen mangelware oder nutzen wir Flächen eben für wirtschaftliche Aspekte.

00:15:09: Da haben wir ganz großes Portfolio und das ... bauen wir auch nach wie vor aus.

00:15:14: Haben natürlich große Chancen durch Digitalisierung, du hast es gerade erwähnt, mobiles Arbeiten und Homeoffice führt ja auch dazu dass Menschen mehr zu Hause sein können das Generation länger zusammenbleiben können.

00:15:24: und auch das Thema Betreuung das geht uns ja auch als Arbeitgeber an.

00:15:27: Das ist auch ein Thema für uns wo wir versuchen Möglichkeiten zu schaffen dass Leute Menschen länger zusammen bleiben und auch die Möglichkeit haben überhaupt so da hinzubekommen Dass man das auch dann umsetzen kann.

00:15:39: Ein weiteres Thema, das Wohnen ist natürlich auch die Bewegung in unserer Stadt.

00:15:43: Also in deiner Stadt wie wird Mobilität?

00:15:45: Auch verändert.

00:15:47: Das ist auch natürlich ein Thema, wo viele Transzären da geht es darum was darf Parken kosten?

00:15:51: weil wie das Parkraum gemacht wird.

00:15:53: wir erleben dass auch täglich wenn wir mal eine Ladestation machen wollen und dafür fallen normale Parkplätze weg was das für einen Aufstand teilweise auch ist.

00:16:01: der Takt der Busse ist eine große Diskussion.

00:16:03: Es ist auch so wenn Spuren mal wegfallen um den öffentlichen Nahverkehr schneller zu machen.

00:16:08: das ist wieviel kann man den Menschen aus seiner Sicht an Veränderungszumuten.

00:16:12: Und wann glaubst du, dass es dann auch irgendwie einen Widerstände gibt?

00:16:15: Dass Leute sagen jetzt ist auch irgendwann Schluss ich werde ein bisschen eingeschränkt und das passt nicht mehr zu meinem Welt oder Lebensbild.

00:16:23: Also Mobilität wird deswegen so emotional diskutiert, weil es direkt den Alltag der Menschen berührt.

00:16:29: Und man ist gewohnheitstier, kennt man vielleicht auch von sich selber.

00:16:33: und wenn dann große Veränderungen bevorstehen, macht sowas Angst, weil man vielleicht Gewohnheiten anpassen muss.

00:16:39: aber Gewohnigkeiten, die ändert man nicht innerhalb von zwölf Stunden sondern das ist ein Prozess.

00:16:45: und deswegen ist meine persönliche Einstellung Wenn wir Mobilität in Wuppertal ändern wollen akzeptabel im Tempo eben für die meisten Menschen in dieser Stadt machen.

00:16:56: Wenn man dann etwas über die Brechstange macht, dann führt das oft dazu dass Leute dann wenn sie negative Dinge sehen weiß ich nicht Sie stehen da vielleicht vermehrt im Stau weil eine Spur wegfällt.

00:17:06: Dann ärgert es eben einfach Menschen und Ich glaube wir tun uns einen ganz großen Gefallen damit wenn wir am Anfang Kleinschrittiger vorgehen.

00:17:13: ein gutes Beispiel ist vielleicht im Luisenviertel.

00:17:16: Da hat Man Ein ganz kleines stück gesperrt Es gab volle große Sorgen

00:17:21: Ganz toll geworden.

00:17:22: Stände, genau!

00:17:23: Und am Ende hat man festgestellt es ist so toll geworden und mit Mehrwert verbunden... Hätte

00:17:26: man mutiger sein sollen?

00:17:28: Nee ich glaube man hätte nicht mutiger seien sondern wenn man zu viel gesperrt hätte, zuviel auf einmal gewollt hätte dann hätte man vielleicht wieder die Menschen überfordert und wenn da was schief gegangen wäre dann hätte ja die ganze Maßnahme werden wieder eingestampft worden.

00:17:40: Deswegen glaube ich wenn man den menschen zeigt dass Veränderung auch gut für sie ist das sie dann vertrauen in große veränderungen auch bekommen oder dass man vielleicht auch manchmal ausprobiert.

00:17:51: Der Vergangenheit haben wir dann immer den Fehler gemacht, dass wir das irgendwie als Realabor vielleicht auch betitelt haben.

00:17:56: und Realabor klingt schon so, als wäre man irgendwie so eine Maus in ein bisschen Erschaffungslabor als Forschungsabjekt, obwohl man ein lebender Mensch ist einfach mit Sorgen, Ängsten und Wünschen.

00:18:09: Und ich glaube, wenn wir dann aber den Menschen das Gefühl geben erstens Partizipationen die können sich beteiligen.

00:18:14: Sehr frühzeitig im Prozess und so wird es gerade bei dem Parkraumkonzepten in der Nordstadt ja auch gemacht haben oder dass man bevor mal was endgültig beschließt, dass man einfach sagt, du pass auf wie als Stadt glauben daran?

00:18:25: Wie haben die Zahlen vorliegen?

00:18:26: Das kann funktionieren!

00:18:28: Aber bevor wir das endgühltig beschließen, könnt ihr euch selber das mal da rein fühlen dass man dann nach sechs Monaten noch mal überprüft, wie war das denn jetzt vor euch?

00:18:36: Und dass man da eben diese Ergebnisse nochmal für die Politik aufbereitet.

00:18:40: Bevor man endgültig sagt es ist gemeinschaftlich für alle der richtige Weg den wir einschlagen wollen.

00:18:45: Dann fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt glaube ich mehr mitgenommen.

00:18:49: Also es kann sein, dass dieser kleine Teil am Lorenziusplatz und die Akzeptanz und die Freude, die jetzt alle daran haben dazu führt, dass der kleinere Teil vielleicht auch nochmal größerer wird.

00:18:59: Eventuell!

00:19:00: Es gibt Menschen durchaus, Wir könnten doch noch mehr vom Luisenviertel autofrei machen.

00:19:06: Das ist jetzt keine Entscheidung, die ich einfach... Wir müssen den Einzelhandel vor Ort wieder mitnehmen.

00:19:12: Die haben Sorgen und Ängste, aber wenn das Wunsch der Politik ist, dass die Stadtverwaltung sich mit den Anreinern auf den Weg macht zu untersuchen wie so was möglich gemacht werden kann, bin ich jetzt die Letzte, die sich da gegen verwehren würde, solange wirklich alle einig sind, dass wir uns gemeinsam auf diesen Weg sind dass wir das machen, solange das für die Menschen den richtigen Mehrwert bietet.

00:19:50: technisch oder finanziell und was wieviel Baustellen gibt's dann in der Stadt?

00:19:56: Und was ist das richtige Datum, wann es fertig sein soll und so.

00:20:00: Sondern eher mal diesen Spirit-Charakter nehmen.

00:20:03: also Was kann denn Energiewende?

00:20:05: weil weil Negatives haben wir jetzt glaube ich die letzten anderthalb Jahre viel darüber gesprochen kann auch drüber streiten ob da aus Berlin Alles so richtig gemacht wurde was das Thema angeht Aber das blende ich mal aus sondern sondern eher mal die Frage Energiewende, da steckt ja auch viel Positives drin.

00:20:23: Die Grundidee ist aus unserer Sicht die richtige und der Weg kann nur der Richtige sein.

00:20:29: Wie kann man denn David Spirit reinbringen?

00:20:32: Der Spaß macht, der Lust auf diese Veränderung macht ... Und die Energiewende in Wuppertal vorantreibt!

00:20:40: Also... Da haben wir auch mehrere Akteure.

00:20:43: Auf der einen Seite macht die Stadt Wuppertal was, da sind wir dabei, die kommunale Werbeplanung auf den Weg zu bringen.

00:20:50: Das klingt aber für die Bürger wieder so

00:20:53: abstrakt

00:20:53: und unsexy ... Mega Dienstleister!

00:20:55: Dass sie ja gar nicht wissen, was gerade passiert, sondern das klingt dann wieder theoretisch und vielleicht wollen die mir irgendwas wegnehmen oder ähnliches?

00:21:03: Und ich glaube man kriegt mehr Spirit da rein wenn man dann auch die Akteur mitnimmt, die es einfach machen weil sie dieses Thema zusammengenommen hat.

00:21:11: da gibt es ja Menschen, die sagen hey lass uns doch mal was Genossenschaftliches irgendwie machen.

00:21:16: Lass uns das gemeinsam auf den Weg bringen und wir bauen alle zusammen als Bürger dieser Stadt zum Beispiel Photovoltaikanlagen und wenn sie dann Erträge bringen, dann partizipieren wir da vielleicht noch von.

00:21:28: Und ich glaube, wenn wir das hinbekommen dass wir diese Akteure sichtbar machen, gar keine offizielle Institution der Stadt versuchen, die Menschen zu überzeugen mit erfolgreichen Projekten.

00:21:41: Dann kann das auch dazu führen dass dann auch skeptische Bürger sich mehr angesprochen fühlen weil es macht immer einen Unterschied macht das jetzt die Stadt in so einer offiziellen Rolle oder machen das einfach bürgerfreiwillig?

00:21:53: Weil sie an dieses Thema glauben.

00:21:55: Wo erlebst du aktuell die härtesten Zielkonflikte zwischen diesen Themen Klimaschutz, Bezahlbarkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung in dieser Stadt?

00:22:05: Das merke ich beim Wohnen.

00:22:08: Braum schaffen tatsächlich am meisten.

00:22:11: Weil wir alle haben ja irgendwie den Anspruch, dass wir Nachhalt bauen wollen.

00:22:15: Wir wollen Niedrigenergiehäuser am liebsten mit grünen Fassaden, grün Dächern.

00:22:20: Wir möchten Photovoltaikanlagen.

00:22:22: dann soll das Ganze noch so gebaut werden, dass dann auch Regenwasser irgendwie versickern kann damit es nicht auf Nachbargrundstücken zu Überschwemmungen führt oder ähnliches.

00:22:32: Mit Wärme pumpen und allem Pipapo.

00:22:35: aber Baukosten sind extrem hoch aktuell und zwar schon ohne Klimaschutzanspekte.

00:22:41: Und wenn wir eben heute einen neuen Wohnraum schaffen wollen, aber dieses völlig nachhaltige Konstrukt dann führt das heute zu sehr hohen Mieten.

00:22:52: Wenn wir das umsetzen würden und hohe Mieten können sich ganz viele Menschen in dieser Stadt nicht leisten.

00:22:57: Das heißt aktuell ist Klimaschutz eher freiche Menschen sage ich jetzt mal.

00:23:02: Das finde ich so schade weil Klima-Schutz betrifft uns alle und damit meine ich nicht mal die Stadt Wuppertal, sondern das muss die Bundespolitik eher auf den Weg bringen.

00:23:12: Das Klimaschutz... für alle erlebbar ist.

00:23:17: Also auch wenn man sich mal Förderprojekte anschaut, das ist vielleicht so ein kleiner Kritikpunkt den ich dann an der Stelle mitbringe Dann gibt es eben Förderprogramme wo man sich darauf bewerben kann Wenn man eben umsteigt auf Photovoltaikanlagen oder ähnliches.

00:23:29: Aber wer partizipiert denn von diesem Förder-Programm?

00:23:32: Das sind Menschen die das Geld haben Vielleicht auf ihre Häuser Fotovolteig zu machen damit sie vielleicht zukünftig in dem Bereich sparen.

00:23:41: Das andere können nicht daran teilnehmen weil die sich vielleicht für ihren kleinen Balkon, den sie haben diese Anlage nicht mal leisten können beispielsweise.

00:23:49: Und hier würde ich mir tatsächlich wünschen dass Wendförderprogramme auf den Weg gebracht werden von Bund oder auch von Land das man dann da auch guckt.

00:23:57: wie kriegt man denn den Zugang für Menschen die für die das besonders hilfreich wäre und die dann auch sehr davon partizipieren wenn Sie bei den Energiekursen sparen können?

00:24:07: Miriam politische Arbeiten oder auch deinen Alltag der Ich sag mal, leidet ja inzwischen schon unter extremen Zeit Erwartungsdruck.

00:24:17: Ihr habt eine unmittelbare Transparenz durch Social Media und so weiter.

00:24:21: also man kann auch nicht mal Dinge mal atmen lassen sondern es ist ja sofort da was an Argumenten ausgetauscht wurde.

00:24:31: Es ist in der Öffentlichkeit der Erwartung.

00:24:33: druck steigt natürlich durch diese Art der Kommunikation und der Transparens die grundsätzlich ja gut ist aber sehr Schwert auch einiges.

00:24:40: Wie hältst du da deinen Kompass in der politischen Arbeit?

00:24:46: Wie gehst du damit um, wie findest du dein Weg.

00:24:49: Also für mich ist immer wichtig dass ich am Ende hinter Entscheidungen die ich treffe wirklich stehe.

00:24:55: wenn man als Oberbürgermeisterin irgendeine Entscheidung trifft dann gibt es immer jemanden der gegen diese Entscheidung ist.

00:25:01: Wenn ich jetzt als Beispiel nehme das Thema Stadt-Sauberkeit Dann setze ich mich gerade im hohen Maße dafür ein Plätze, die von vielen Menschen besucht werden.

00:25:10: Dass sie ordentlich, dass sie gepflegt aussehen.

00:25:12: und dann machen wir momentan zum Beispiel ... So ein Wildwuchs-Team haben wir da gegründet, das dann vielleicht auch mal Unkraut wegmacht.

00:25:19: Es gibt ganz viele Menschen in Wuppertal die sagen, sie finden es richtig gut weil wenn die ihren Garten persönlich zu Hause auflegen machen die auch Unkrauth weg.

00:25:26: aber in dem Moment gibts eben einfach Menschen die sagen wie kannst du denn das Unkrauht wegmachen?

00:25:30: Wie Löwen zahlen beispielsweise?

00:25:32: Weil dass ist ja auch Nahrung vielleicht für Tiere in dieser Stadt beispielsweise.

00:25:38: und das ist dann halt eben so'n Aspekt wo man dann halt sagen muss ich kann es nicht allen Menschen in der Stadt recht machen.

00:25:44: Also muss ich sagen, das ist die Entscheidung und ich muss aushalten dass es einfach Menschen gibt dieses Doof finden.

00:25:50: Und das ist dann eben mein politischer Kompass, dass ich halt authentisch hinter meinen Entscheidungen stehe und solange ich die Argumente vertreten kann mache ich das dann eben einfach.

00:26:00: Alle fünf Jahre haben dann die Menschen dieser Stadt Gelegenheit zu äußern ob sie das gut oder nicht so gut fanden.

00:26:05: Gelingt uns das schon gut?

00:26:07: Das nehmen wir die Menschen schon inhaltlich.

00:26:12: Man kann dich ja auch, Social Media ... Kann man auch immer wieder erfahren was du vorhast und was so in dir vorgehen.

00:26:19: Ist das jetzt schon genug?

00:26:21: Jetzt hat man einen Flock gesetzt, dass jeder der Interesse hat sich damit auseinanderzusetzen weil es ist gefährlich wenn Vertrauen umkippt ins Skepsis oder in Ablehnung.

00:26:34: Auch da muss man unterscheiden zwischen den verschiedenen Menschen in dieser Stadt also ich glaube für Politik interessieren, die vielleicht auch die richtigen Ansprechpartnerinnen sind wenn es um Partizipationsprozesse geht.

00:26:49: Die haben verstanden und können mich anschreiben ansprechen und ich interessiere mich dafür was sie sagen und ich nehme das auch mit in meine politische Arbeit.

00:26:57: aber es gibt immer einen Bodensatz auch im Wuppertal an Menschen die wissen gar nicht was wir machen, die wissen wahrscheinlich nicht mal dass ich Oberbürgermeisterin bin Das ist auch in Ordnung, dass sie das nicht grüßen.

00:27:09: Es gibt

00:27:10: es doch gar nicht!

00:27:12: Da muss ich noch einen Weg finden, wie reich ich diese Menschen.

00:27:15: Und da bin ich gerade auch dabei verschiedene Formate zu entwickeln, wo ich sage, ich warte nicht darauf dass die Menschen zu mir kommen das sie mir bei Social Media folgen sondern ich muss zu den Menschen gehen in die Quartiere muss sie aktiv ansprechen sichtbar sein und sagen hey Ich möchte wissen was euch beschäftigt und dann muss man aber auch entsprechend liefern mit Kleintreiligen vielleicht sehr wirksamen Maßnahmen um auch zu zeigen guck mal hier geht es nach vorne für interessiert, dann bewegt sich einfach was.

00:27:44: Und diese Menschen erreichen wir aus meiner Sicht heute noch nicht und da sind wir auch gerade dabei unsere Bürgerbeteiligungsprozesse nochmal anzupassen, dass sie einen aufsuchenderen Charakter bekommen und mehr Beteiligungsmöglichkeiten möglich werden.

00:27:59: Spannend!

00:28:00: Es gibt so eine Diskrepanz, die erleben wir in unserer Branche auch.

00:28:03: Energie, Mobilität wie auch immer das Sonne-Diskrepanz gibt oder auch unterschiedliche Wahrheiten kann man schon fast sagen zwischen Bundespolitik, Landespolitik und dann der lokalen Realität, der lokalen Wahrheit, die einen operativ trifft wenn man wieder zu Hause ist mit der echten Welt konfrontiert wird.

00:28:23: Wenn du dir was wünschten dürftest welche Themen würdest du sagen?

00:28:28: Die nehme ich bunt.

00:28:30: Das kann dich hier zu Hause viel besser alleine entscheiden oder machen?

00:28:35: Das ist eine echt gute Frage.

00:28:37: Also ich bin grundsätzlich der Meinung, dass eigentlich in fast allen Themengebieten eine Kommune selber entscheiden kann was für sie am besten ist.

00:28:46: Es ist ja auch gar nicht so das die Kommunen ein jeglicher Hinsicht miteinander vergleichbar sind sondern jede Kommune hat ganz eigene Herausforderung schon allein aufgrund der Tatsache weil vielleicht unterschiedliche Kommunen in der Vergangenheit Schwerpunkte gesetzt haben.

00:29:01: Das heißt, die eine Stadt wie Wuppertal muss jetzt vielleicht aktuell viel Schulraum schaffen und es gibt vielleicht andere Kommunen, die haben das in den letzten Jahren schon gemacht und dafür müssen sie vielleicht gerade ganz viele ihrer Sporthallen neu bauen weil die dafür einfach einen Investitionsstau angebaut haben.

00:29:19: und deswegen ist es einfach wichtig dass wir finanziellen Spielraum bekommen als Kommune Menschen, Kommunen die sich da zusammensetzen.

00:29:28: Gemeinschaftlich auch Forderungen formulieren, die ich auch unterstützen möchte ganz deutlich das Aktionsbündnis für die Würde unserer Städte der Städtetag insgesamt.

00:29:38: Die formulieren das wo sie dann beispielsweise vom Land erwarten oder fordern viel mehr, dass es einen höheren Eigenanteil gibt.

00:29:46: Der zur freien Verfügung gestellt wird anstatt das alles immer nur in Fördertöpfen landet wo man sich darauf bewerben muss.

00:29:53: dann hat beim Pechung kriegt sie vielleicht nicht, Kommunen können sich oft auch die Eigenanteile gar nicht mehr leisten.

00:29:58: also bewärmen Sie sich nicht auf Fördertöpfe obwohl sie eigentlich Geld daraus benötigen würden weil vielleicht das Projekt daraus wichtig ist was man dann umsetzen könnte.

00:30:08: und das ist halt so eine Herausforderung.

00:30:10: ich würde mir wünschen mehr Geld, was wir zur freien Verfügung haben und dass wir die Sachen selber umsetzen können.

00:30:19: Wenn du jetzt ans Ende deiner ersten fünf oder zweiten zehn Jahren Legislatur- oder Amtszeit denkst, was muss deiner Stadt gelungen sein damit dieser Wandel so nicht nur verwaltet wird sondern auch aktiv gestaltet werden kann?

00:30:35: Also ich bin ja gerade dabei, den Wuppertalplan auf den Weg zu bringen.

00:30:39: Da soll ja zum Jahresende fertig sein, dass die Politik den dann auch beschließen kann.

00:30:45: und das gestellte ich ja so aus... Das ist hier die Besonderheit an diesem Wuppertaal-Plan, dass ich nicht daherkomme und sage, das ist mein Wupperteilplan als Oberbürgermeisterin sondern das ist unser gemeinschaftlicher Wupperteilplan Die Idee wo wollen wir mit unserer Stadt in den nächsten fünfzehn Jahren hin?

00:31:02: Und dann können eben die Leute, die Politik, die Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt mitentscheiden in welcher Stadt sie sich in fünfzehn Jahren wohlfühlen.

00:31:11: Darauf möchte ich ja auch die Arbeit der Stadtverwaltung ausrichten, wenn es darum geht, wenn wir Projekte priorisieren beispielsweise oder wenn wir Ideen entwickeln, passt das zu unseren Zielbildern, zu unseren Herausforderungen?

00:31:22: Wenn wir dann in fünf Jahren soweit sind dass die Leute tatsächlich sehen, dass wir dieses Zielbild erreichen können, ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, weil wir dann halt eben dieses fünfzehn Jahresziel auch gemeinschaftlich erreichen können.

00:31:37: und dann gucken wir mal wie es an der Stelle weitergeht.

00:31:40: Es gibt ja im Deinem Alltag in der Stadt ganz viele Themen, die nicht vergnügend steuerpflichtig sind.

00:31:46: Auf gar keinen Fall!

00:31:48: Ich will aber du strahlst... unglaublich viel Lebensfreude und Motivation auch aus.

00:31:55: Was sehr positiv, glaube ich, ist für das Amt.

00:31:57: aber was motiviert dich dazu oder was bringt dich dazu?

00:32:00: Weil wir wollen in dem Podcast immer positiv enden!

00:32:02: Was ist dein geheim Rezept um auch bei den schwierigen Themen wie gerade gesagt Lächeln zu behalten und morgens freudig in den Tag zu starten?

00:32:13: Ja das klingt jetzt wahrscheinlich sehr pathetisch, aber es ist wirklich die Wahrheit.

00:32:16: also Politik für die Menschen in dieser Stadt.

00:32:20: Und das, was ich mir immer vor Augen führe ist.

00:32:22: Wenn ich meinen Job nicht gut mache, dann leiden dreihundertfünfundsechzigtausend Menschen darunter und manchmal sind Sachen schwierig langwierig.

00:32:32: Dann ärgert man sich vielleicht auch mal an einem Tag weil irgendwas nicht so geklappt hat, was man sich vorgenommen hat.

00:32:37: aber Ich weiß halt eben wenn dann ein positives Signal für die Bürgerin da ist Man hat ein Projekt abgeschlossen Das muss jetzt keins sein Was ich initiiert habe Weil manchmal dauern ja auch Projekte Die sind dann aus der Vergangenheit und ich darf dann jetzt das Bändchen durchschneiden.

00:32:52: Aber da merkt man so viel Dankbarkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt, und das hält meinen Lächeln dauerhaft in meinem Gesicht weil das ist das was ich erreichen möchte dass die Menschen dieser Stadt glücklich sind, dass sie ein besseres Leben haben und es gibt dann eben diese vielen Menschen die sich in der Stadtgesellschaft einsetzen.

00:33:10: Das ist auch eine ganz große Besonderheit viele Ehrenamtler die Ideen entwickeln und ja die motivieren mich jeden Tag gut gelaunt durch die Gegend zu laufen.

00:33:20: Vielen Dank, liebe Miriam!

00:33:22: Für deine Einblicke, deine Perspektiven und vor allem für deine tolle Energie für unsere Stadt.

00:33:27: Und wenn euch das Gespräch gefallen hat, empfiehlt uns weiter, abonniert uns und hört immer wieder rein, macht Werbung für uns... ...und vielen, vielen Dank, dass du da warst.

00:33:36: Ja sehr gerne, danke für die Einladung!

00:33:38: Ganz

00:33:38: herzlichen Dank auch von mir, liebe Miranda.

00:33:40: Das war der Podcast mit Haltung und Trocken.

00:33:43: Bleibt neugierig, bleibt mutig, bleibt im Gespräch.

00:33:46: Vielen dank alles Gute tschüss.

00:33:48: Vielen Dank.

00:33:48: Tschüss!

00:33:50: Das war mit Haltung und Trocken, ein Podcast der Ruppertaler Stadtwerke – mit Markus Hilkenbach und Markus Schlomsky.

00:33:59: In der nächsten Folge begrüßen wir Felix Schulz von Thunen, Leiter der Initiative CEO der Zukunft.

00:34:05: Mit ihm

00:34:06: sprechen wir darüber

00:34:07: wie Führungskräfte wachsen.

00:34:09: Hat euch die Folge gefallen?

00:34:10: Dann freuen wir uns über eure Bewertungen und Gedanken auf Social Media.

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