Kerstin Andreae (BDEW): Die ehrliche Energiewende. Wo stehen wir wirklich?

Shownotes

Unser Thema: Die ehrliche Energiewende. Wo stehen wir wirklich? Was hemmt – was hilft? Und was braucht es jetzt?

Unser Gast: Kerstin Andrea, Vorsitzende der Geschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)

https://www.linkedin.com/in/kerstin-andreae/ https://www.bdew.de/

Die Energiewende ist längst mehr als ein technisches Projekt – sie ist zu einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung geworden, gerade für kommunale Unternehmen und die Energiebranche insgesamt.

Vieles klingt ambitioniert, manches ist realistisch, anderes bleibt politisches Wunschdenken. Doch wo stehen wir tatsächlich? Was bremst im System und was könnten wir längst umsetzen, wenn wir konsequenter wären?

Unser Gast Kerstin Andreae (BDEW) bringt klare Worte und langjährige Erfahrung aus Energiepolitik, Verbandsarbeit und Branchensteuerung mit. Gemeinsam suchen wir nach Orientierung im Dickicht der Debatten – verständlich, persönlich und mit einem Glas Wein.

Was zeigt sich im Alltag zuerst? Welche politischen, wirtschaftlichen und strukturellen Grenzen bestimmen das Tempo? Was wäre technisch längst möglich – und warum geschieht es dennoch nicht? Und wie viel kann Kommunikation leisten, wenn Erwartungen und Machbarkeit auseinanderlaufen? Eine Folge, die Orientierung bietet, den Blick schärft und deutlich macht, warum Ehrlichkeit in der Energiewende kein Risiko, sondern eine Voraussetzung für Fortschritt ist.

Mit Haltung und trocken - der Zukunftstalk mit Markus und Markus. Ein Podcast der WSW Wuppertaler Stadtwerke. https://www.linkedin.com/company/wsw-wuppertaler-stadtwerke-gmbh/?viewAsMember=true Dezember 2025

Transkript anzeigen

00:00:05: Mit Haltung

00:00:05: und Trocken,

00:00:06: der Zukunftstalk mit Markus und Markus.

00:00:10: Heute zu Gast, Kerstin Andreel.

00:00:18: Herzlich willkommen zu Mit Haltung und Trocken, der Zukunftstalk mit Markus und Markus.

00:00:23: Ich bin Markus Hilkenbach, einer der Geschäftsführer der WSW.

00:00:26: Ich bin Markus Schlomski, Arbeitsdirektor der WSW.

00:00:29: Hallo und herzlich willkommen und ich freue mich sehr auf unsere Runde jetzt hier.

00:00:33: Wir sprechen heute über ein Thema, das uns alle betrifft und das ist leider häufig sehr technisch und abstrakt diskutiert, nämlich die ehrliche Energiewende.

00:00:43: Wo stehen wir wirklich?

00:00:44: Was hemmt, was hilft?

00:00:45: Was braucht es, um schneller, mutiger und idealerweise konkreter zu werden?

00:00:50: Unser Gast heute, Kerstin André, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft.

00:00:57: Herzlich willkommen, liebe Kerstin.

00:00:59: Finden wir wirklich ganz toll, dass du hier mitmachst und uns heute besuchst.

00:01:03: Ich freue mich auch, vielen Dank.

00:01:05: Bevor wir einsteigen, noch eine Frage, also nicht, dass solche Themen nur mit guten Getränken zu überstehen sind, aber wir haben auch uns ein Chardonnay ausgesucht heute als Wein.

00:01:17: Wie ist das bei dir?

00:01:18: Trinkst du gerne Weißen?

00:01:19: Haben wir was richtiges ausgesucht oder ist das eher nicht Deins?

00:01:23: Also ich trinke, wenn dann eigentlich Riesling?

00:01:26: Ich gehöre zu dieser Fraktion.

00:01:29: Aber auch ein Chardonnay ist bestimmt toll und tendenziell eher ein Rotwein.

00:01:34: Aber ...

00:01:35: Also, wir haben alles falsch gemacht.

00:01:37: Nee, der ist lecker.

00:01:39: Also, ich bin völlig überrascht und werde den Chardonnay in meinem Programm

00:01:43: auffallen.

00:01:46: Also, der Wein steht, Gläser sind gefüllt.

00:01:48: Jetzt wird es ernst oder auch jetzt wird es ehrlich.

00:01:51: Denn unser Thema heute ist keins, dass man sich schön trinken sollte, auch wenn wir das vielleicht manchmal gerne würden, insbesondere bei den aktuell laufenden Diskussionen.

00:02:01: Kerstin, was bedeutet für dich persönlich eine ehrliche Energiewende und woran würdest du erkennen, dass wir das als Gesellschaft oder als Branche wirklich ernst meinen?

00:02:11: Naja, ehrlich heißt ja... dass man sehr faktenorientierte Arbeit sitzt und dass man deutlich macht wo stehen wir und wo wollen wir hin und auch deutlich macht warum will man irgendwo hin?

00:02:22: ich glaube in der vergangenheit haben wir an manchen punkten Mal mehr oder mal weniger und wir ist jetzt auch sind es wirklich alle politikgesellschaft branche nicht präzise genug nachgedacht und vielleicht auch nicht genug genug gewusst.

00:02:39: und Wenn wir eben heute auf die Situation schauen, dann wissen wir ja, dass wir diesen Transformationspfad, den wir gehen mussten, der ist ja Herb unter Druck geraten.

00:02:49: Warum ist er Herb unter Druck geraten?

00:02:51: Weil es externe Faktoren gab.

00:02:53: Insbesondere der Krieg in der Ukraine mit den ganzen Folgewirkungen dann für die Energiebranche, die diesen enormen Druck dann ausgeübt hat auf die Transformation, auf die Energiewende, auf die Energiepreise, auf die Wettbewerbssituation.

00:03:08: Das sind alles Sachen, die müssen unbedingt berücksichtigt werden.

00:03:11: Von daher denke ich für mich mit Ehrlichkeit verbunden eine sehr saubere und sehr faktenorientierte Kommunikation.

00:03:20: Jetzt wird viel geschrieben.

00:03:21: Es gibt viele Papiere.

00:03:22: Es ist nicht die erste Regierung, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen muss und sich damit beschäftigen muss.

00:03:27: Wo stehen wir nach Deiner Einschätzung nach wirklich?

00:03:30: Also nicht, was das geschrieben ist, sondern wie ist unsere Gesellschaft aufgestellt, was das Thema Energiewende angeht?

00:03:35: Ich finde ... besser als wir das im Moment vielleicht manchmal suggeriert bekommen.

00:03:41: Also wenn ich mir so anschaue, wie insgesamt ein Verständnis darüber besteht, dass wir nicht nur dem Klimawandel begegnen müssen, sondern dass es inzwischen die Energiewende auch was mit Souveränität, mit Unabhängigkeit, mit größerer Strategie und strategischen Souveränität zu tun hat.

00:04:05: dann gibt es, glaube ich, in der Gesellschaft durchaus einen Konsens, dass man diese Transformation gehen muss.

00:04:10: Der Bruch ist halt, dass sie teuer ist.

00:04:12: Und der Konsens, den es, glaube ich, in der Gesellschaft vermutlich sogar mehr gibt als in der Politik, hat schon was damit zu tun, dass wir diese Bezahlbarkeit gar nicht aus dem Auge verlieren dürfen.

00:04:25: Man muss sich das leisten können und man muss da sehr genau hinschauen, was geht und was muss man vielleicht auch abschwächen, damit ... Wir dann am Ende nicht schaden nehmen, was Gesellschaft aber eben auch wirtschaftliche Situationen angeht.

00:04:39: Wenn du Gesellschaft sagst, wir haben ja so ein bisschen auf und ab, Stichwort Heizungsgesetze und so weiter, also es gab ja erst eine starke gesellschaftlichen Trend für die Energiewende, dann ist kommunikativ auch einiges nicht perfekt gelaufen, darf man glaube ich so sagen.

00:04:58: Und dann ist das wieder in den Keller gegangen.

00:05:00: und wo stehen wir jetzt?

00:05:02: Was fehlt dir gerade am meisten?

00:05:03: oder wo glaubst du, wo stehen wir jetzt in der gesellschaftlichen Meinung zu dem Thema?

00:05:10: Na ja, was mir fehlt, ist so ein Grundverständnis davon, dass Transformation ein Weg ist.

00:05:14: Das ist ja nicht ein Ende.

00:05:15: Ich spring ja nicht irgendwo hin und dann bin ich da und ich muss diesen Weg gehen und dieser Weg ist manchmal auch nicht gradlinig, dann habe ich Seitenschritte, dann bin ich nicht hundert Prozent irgendwo ganz perfekt.

00:05:27: Und wir haben dieses Verständnis des Weges ein Stück weit verloren.

00:05:33: Die Zielsetzungen sind sehr klar definiert und trotzdem wissen wir alle, vielleicht erreichen wir die Ziele nicht in der Form.

00:05:41: Und was heißt es jetzt?

00:05:42: Da heißt es, dass wir in Schutz und Asche gehen und uns ganz furchtbar finden?

00:05:46: Oder heißt es, dass wir trotzdem einfach die Konsequenz beibehalten?

00:05:49: Weil, ich meine, eins ist, glaube ich, allen klar.

00:05:52: Wir werden... diesen kleinen Planeten, auf dem wir so alle gemeinsam leben, den müssen wir schon ein Stück weit schützen.

00:05:58: Und das tun wir im Moment nicht.

00:06:00: Wir haben natürlich die Problematik, dass wir einen kleinen Scope haben.

00:06:05: Das ist Deutschland.

00:06:06: Deutschland wirkt auf Europa.

00:06:08: Dann haben wir aber die Weltregion.

00:06:10: Die USA ist schon lange aus allem ausgestiegen.

00:06:12: Bei den Chinesen gibt es zwar sehr ambitionierte Investitionen, aber im eigenen Land bleiben wir dann auch noch auf vielleicht alten Technologien stehen.

00:06:23: Wie gelingt es, dieses in ein produktives Zukunftsszenario zu bringen?

00:06:27: Und ich glaube, wenn wir es schaffen, Transformation als ein Weg zu bezeichnen und auch diese Investitions- und Innovationsfreude, die dieser Weg haben kann, mit neuen Technologien zu beschreiben, dann kommen wir aus diesem Tal der Tränen vielleicht auch ein Stück weit raus.

00:06:46: Es wird ja ganz viele Bereiche betreffen der Menschen, also was das Thema Energiewende angeht, das Wohnen bewegen, wie gehe ich überhaupt mit meinem Alltag um?

00:06:54: Gibt es Bereiche, in dem du spürst, hier wird die Energiewende gerade mit echter Konsequenz umgesetzt?

00:07:00: Naja, wir haben bei der Stromerzeugung, bei den Erneuerbaren einfach super Zahlen.

00:07:05: Also wir sind jetzt bei knapp sechzig Prozent Stromanteil, bei der Stromnachfrage, das baut sich auch weiter aus.

00:07:13: Wir sehen ja auch fast schon wieder mit dann Folgeschehen oder Folgewirkung, sage ich mal, eine explodierende Solarlandschaft mit der Folge, dass wir in den Netzen Probleme bekommen, dass wir Strom zur Zeit haben, wo wir nicht brauchen.

00:07:29: Aber das sind doch die Punkte, wo wir ansetzen müssen.

00:07:32: Wie kann man das ins Produktive... übersetzen dann.

00:07:35: Dahinter steht natürlich Strom ist zwanzig Prozent unter unseres Primärenergiebedarfs, die anderen achtzig Prozent haben wir natürlich auch.

00:07:42: Also landen wir relativ schnell zum Beispiel im Verkehrssektor.

00:07:45: Die Mobilität, die auf Öl basiert und Öl müssen wir für viele, viele Milliarden jedes Jahr importieren, steht natürlich für eine Transformation in Richtung Elektromobilität.

00:07:58: Und das ist aber eine gute Geschichte.

00:08:00: Ladeinfrastruktur, ich fahre selber ein E-Auto und würde mal sagen, das läuft schon.

00:08:05: Ich finde immer eine Ladesäule und in Berlin und ich habe keine Wallbox.

00:08:10: Also es gibt diese guten Geschichten.

00:08:12: Wir haben den EE-Ausbau, die Mobilität, die Ladeinfrastruktur.

00:08:16: Es gibt Pläne für den Wasserstoffhochlauf mit dem Kernnetz.

00:08:18: Die Kommunen haben Wärmeplanungen vorgelegt oder arbeiten daran, sind ins Denken gekommen, wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus?

00:08:27: Da gibt es schon sehr, sehr viele gute Bausteine.

00:08:30: Ist das ein Problem, dass wir in Deutschland vergessen haben, uns auch für Erfolge zu feiern?

00:08:33: Total.

00:08:34: Ich finde, wir haben wirklich das Talent, dass die Dinge immer so halb leeres Glas und irgendwie ist es nicht gut und so.

00:08:44: Also wir haben schon ... Eine tolle ... Nehmen wir mal die Energiebranche.

00:08:48: Das ist eine fantastische Branche.

00:08:50: Ich weiß nicht, wie es bei euch in Wuppertal ist, aber ich ...

00:08:53: Das ist auch fantastisch.

00:08:55: Aber die Frage an euch war ... Unglaublich.

00:08:58: Ich höre, dass es nicht wirklich ein Problem ist, junge Menschen für die Energiebranche zu gewinnen.

00:09:05: Weil sie diesen Purpose haben, weil man da gestalten kann.

00:09:08: Energie ist nicht eine Jeans.

00:09:11: Verkauf oder verkauf ich nicht.

00:09:12: Aber Energie ist echt Daseinsvorsorge.

00:09:14: Und an dieser Sinnhaftigkeit, da wollen schon viele mitarbeiten.

00:09:18: Kannst du das ein bisschen konkreter machen?

00:09:20: Weil du sprichst ja von Mut und auch von Motivation jetzt bei jungen Menschen.

00:09:25: Und so kriegt ihr das in den Verbänden Politik und so weiter.

00:09:29: Und was braucht es, um dann noch mehr ... vielleicht darauf hinzuweisen oder darauf aufmerksam zu machen, dass es immer dieses Beispiel, wir können nicht mal den Steigungswinkel verändern, was den CO-Zwei-Ausstoß weltweit angeht und so weiter.

00:09:42: Also die typischen Diskussionen, die dann auftreten, welche Rolle kann Deutschland dort überhaupt spielen, macht das überhaupt was aus, wenn wir in die Richtung gehen und so weiter.

00:09:53: Wie kriegen wir diesen diesen Kommunikationskick da rein, um zu sagen, Mensch, feiert euch mal auch ab für ein paar Siege, wie Markus gerade sagt, oder schöpft daraus Mut für neue Themen.

00:10:07: Ich finde es ganz interessant, wenn man sich ein Globus anschaut und die Weltkarte, egal, wie der jetzt die Größenordnung sind, aber dann ist ja Deutschland total klein.

00:10:17: Und trotzdem sind wir die drittgrößte Industrienation.

00:10:20: Wir haben Japan überholt, was keine ... Das lag daran, weil Japan noch schneller alt wird als wir.

00:10:27: Wir haben ganz andere Probleme.

00:10:31: Aber trotzdem ist dieses Land, obwohl es so klein ist, von seiner Stärke her,

00:10:38: da

00:10:38: kann man drauf aufbauen.

00:10:40: Wenn ich in Brüssel bin, wo ich viel sein muss, weil Energiepolitik viel europäisch ist, da ist schon völlig klar, dass sehr geschaut wird, was macht Deutschland, welche Rolle nimmt Deutschland ein.

00:10:53: Und ja, wir haben einen kleinen Anteil an den CO-Zweihemissionen mit den zwei Prozent.

00:10:58: Aber die Wirkungen, die wir auf andere Länder, die Triebkraft, die wir da sind, die darf überhaupt nicht unterschätzt werden.

00:11:05: Ist

00:11:05: das denn so?

00:11:06: Weil der immer gesagt wird, wenn andere Länder uns irgendwie sehen, dass die uns einen Vogel zeigen, weil wir einen eigenen Weg der Energiewende gehen, der ... Volkswirtschaftlich, beziehungsweise von der Wirtschaftspolitik jetzt nicht.

00:11:19: Ja, aber da würde ich mal gerne Faktenorientierung haben.

00:11:23: Also das, was wir machen, dass man auf Euerneuerbare setzt, dass Gas der Partner ist, dass man die Infrastrukturen ausbaut und machen die anderen Länder auch Erneuerbare sind.

00:11:32: Wenn ich sie vergleiche mit Investitionen zu fossilen Energieträgern, ungefähr das doppelte.

00:11:38: Weltweit wird doppelt so viel in erneuerbare Energien investiert wie in fossile.

00:11:44: Gibt es unterschiedliche Zahlen und wahrscheinlich gibt es, manche höre, die sagen so noch viel mehr.

00:11:48: Das ist immer die Frage, was man da anguckt.

00:11:49: Aber doppelt ist echt die unterste Kante.

00:11:52: Also das heißt, viele Länder ... Das ist kein Sonderweg, zu sagen, wir gehen auf die Erneuerbahn.

00:11:58: Und noch mal, ich möchte wirklich ganz deutlich herausheben, die Erneuerbahn sind das, was wir machen können.

00:12:07: Welche Energieträger haben wir eigentlich?

00:12:08: Die Braunkohle?

00:12:10: Das ist Wind und Sonne.

00:12:12: Blöderweise, der wind halt viel im Norden.

00:12:15: Aber gut, immerhin.

00:12:17: Nur wir haben nicht viel anderes.

00:12:19: Das heißt, wenn die Wertschöpfung im Land ... organisieren will, dann muss ich mich auf das konzentrieren und dann muss das zumindest mal eine Rolle spielen.

00:12:26: Und bei der Braunkohle wissen wir, der Kohleausstieg wird sich auch marktlich vollziehen.

00:12:31: Also marktlich heißt, das wird irgendwann so teuer, dass da auch alle rausgehen.

00:12:36: Und die Erneuerbaren haben das Potenzial sehr günstige Energieversorgung zu gewährleisten, wenn das Surrounding stimmt, also wenn wir die Netze dafür haben, die Speicherkapazitäten, die steuerbaren Kapazitäten, die ich dazuschalten kann, das muss halt aufgebaut werden.

00:12:51: Und die Situation, die Problematik, die wir im Moment haben, ist, dass wir ein altes System noch haben und noch nicht abgeschrieben

00:12:58: haben.

00:12:59: Das ist auch manchmal die Kritik, dass wir das alte System zu schnell abgeschaltet haben.

00:13:03: Warte mal, erst mal der Gedanke des alten Systems ist noch da und das neue muss aufgebaut werden.

00:13:07: Ich sehe das tatsächlich bei dem Punkt der Gastkraftwerke.

00:13:09: Wir brauchen ja und inzwischen eine gehörige Menge.

00:13:12: Wir haben uns eigentlich ein Problem gemacht, was nicht da war.

00:13:15: Weil wir zu spät waren.

00:13:16: Und weil wir, da würde ich jetzt auch mal locker ein Jahrzehnt ansetzen, wo wir hätte handeln müssen, sehen, dass man da Veränderungen vonstatten... tun muss.

00:13:24: Aber worauf ich raus will, ist, es ist kein Sonderweg, was wir machen.

00:13:29: Es ist teuer.

00:13:30: Da führt kein Weg dran vorbei.

00:13:32: Das muss man anerkennen und über diese Kosten muss man reden.

00:13:36: Wer zahlt die, wie kann man die strecken, wo kann man effizienter werden?

00:13:41: Aber im Grundsatz ist die Frage, die Erneuerbaren auszubauen und das Beiwerk drum umzuschaffen, eine Frage von strategischer Souveränität.

00:13:50: Und angenommen, es würde uns gelingen.

00:13:53: von weniger Energieimporten abhängig zu sein und mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu machen, dann hätte das einen ganz klaren Impact auf die Wettbewerbssituation Deutschlands und auf die wirtschaftliche Situation Deutschlands.

00:14:05: Das wäre ja auch ein Werbefaktor der Energiewende, da wo wir jetzt auch festgestellt haben, wo wir viel zu wenig darüber reden.

00:14:11: Jetzt sind die Kosten auch angesprochen worden.

00:14:13: Jetzt wäre meine meine nächste Frage, wenn es eine unbequeme Wahrheit über die Energiewende gäbe und man müsste die aussprechen, welche wäre das denn?

00:14:22: Naja, also das eine ist relativ banal, die Story Wind und Sonne schicken keine Rechnung, ist zwar richtig, die schicken wirklich keine Rechnung, aber deswegen wird es nicht kostenlos.

00:14:31: Genau.

00:14:32: Und warum ist es so, weil wir über ein System reden und ich meine, das ist schon, wir versorgen hier über achtzig Millionen Menschen, zig Haushalte, eine ganze Industrie.

00:14:45: Und diese Versorgungsstruktur aufrecht zu halten, das ist halt auch eine Form der Daseinsvorsorge, die ja auch diesen Kostenpunkt hat und durch die Transformation im Moment teurer ist als das, was wir hatten.

00:14:58: Was wir hatten, wird aber auch teurer.

00:15:00: Also so dieser Zukunftsgedanke einer sauberen, sicheren und nachhaltigen Energieversorgung.

00:15:07: Und das jetzt kombiniert, dass ja auch bezahlbar ist.

00:15:10: Das ist eigentlich die politische Aufgabe.

00:15:12: Da muss die Branche leisten, da muss die Politik leisten.

00:15:15: Da kann man auch was machen, aber es wird eine Zeit dauern.

00:15:18: Da darf man nicht drum

00:15:19: herum reden.

00:15:20: Was nervt dich da gerade am meisten?

00:15:21: Dass man nicht überlegt, wie kommt man über diesen Sprung.

00:15:26: Das alte System ist noch da und wird sukzessive abgeschrieben.

00:15:32: Das neue System ist aufgebaut worden.

00:15:34: Eigentlich sind wir im Moment in der Situation, dass eine Generation das alles stemmen muss.

00:15:39: Und das ist zu viel.

00:15:40: Also, ich mein, sorry, wir drei, die wir sitzen, wir können das schon alle bezahlen.

00:15:44: Aber wir haben natürlich die Problematik einer ganz großen Bevölkerungsgruppe, die eigentlich die Sorge hat, sie kann es nicht mehr bezahlen.

00:15:52: Und natürlich die Wirtschaft, die ist Gewerbe, die Industrie.

00:15:55: Und wie komme ich jetzt über diesen Hubbel?

00:16:00: Dass das so anläuft und nach hinten raus wird es wieder günstiger.

00:16:03: Wenn das mal steht, wenn die Infrastruktur der Netze mal aufgebaut ist, fallen die Redis-Patch-Gosten doch auch nicht mehr so an.

00:16:10: Erklär ganz kurz, Redispatch kosten, irgendwo muss ich einen Kraftwerk abschalten, weil ich da den Strom nicht brauche, irgendwo muss ich eins anschalten, weil ich da den Strom brauche, den einen muss ich entschädigen und beim anderen muss ich bezahlen.

00:16:20: Und es wird teuer, aber irgendwann habe ich ja eine Infrastruktur, das heißt, ich kann den Strom auch wirklich gut transportieren.

00:16:26: Nur, die muss aufgebaut werden.

00:16:28: Das ist einer dieser Hubbeln, da muss ich drüber.

00:16:30: Wenn wir bei den Erneuerbaren irgendwann mal wirklich bei achtzig Prozent sind in der Stromnachfrage, dann wirken die preissenkt und zwar deutlich.

00:16:38: Nur da muss ich hinkommen.

00:16:40: Und das ärgert mich.

00:16:41: Das ist eigentlich das, was wir brauchen, die Lösung.

00:16:43: Wie kommen wir über diesen Hubbel?

00:16:45: Jetzt haben wir eine Regierung, die hat gesagt, wir nehmen eine halbe Billion Euro, Sondervermögen oder zusätzliche Investitionsmittel.

00:16:52: Und ich hoffe sehr, dass es gelingt mit diesen gigantischen Milliarden, die es da jetzt gibt, da auch ein Stück zu helfen.

00:16:59: Wann trinken wir eigentlich mal einen Schluck Wein?

00:17:01: Also, ich meine, ich hab an diesen Schaden, nee, wirklich, ich hab mich sofort dran gewöhnt.

00:17:04: Ich hab zwischendurch schon heimlich.

00:17:06: Man hat das gar nicht gehört.

00:17:08: Ich hab's aber gesehen.

00:17:10: In unserer Regierung.

00:17:12: Wer fühlt sich dafür zuständig oder ist dafür zuständig, darüber nachzudenken, wie kriegen wir die Kommunikation, die du jetzt, du hast es ja gut erklärt?

00:17:20: Wer fühlt sich dafür zuständig, diese Ängste, die eine Bevölkerung über steigende Energiepreise, ich weiß nicht, was genau kommt, was muss ich mit meiner Immobilie machen, ob sie mir gehört, ob ich sie gemietet hab, wie entwickeln sich meine Kosten?

00:17:31: Wer fühlt sich dafür zuständig, das den Leuten zu erklären?

00:17:34: Naja, also ich glaube, es würde wahrscheinlich so ein gutes Zusammenspiel sein zwischen Politik und Branche.

00:17:39: Wir haben im Moment die Schwierigkeit, dass manche Entscheidungen einfach noch nicht gefällt sind und deswegen kann dein Immobilienbesitzer einfach noch gar nicht sagen, was er macht.

00:17:47: Aber gehen wir es doch mal andersrum an.

00:17:50: Ich würde mir wünschen, es gibt einen ganz breiten gesellschaftlichen Konsens zwischen Politik und Wirtschaft und im Übrigen auch innerhalb der Politik über das grundsätzliche Verständnis dieser Transformation.

00:18:05: Ich bin zu oft in Veranstaltungen, wo Politiker unterschiedlicher Parteien, mit dem Fingerpointing sich erklären, ihr habt aber damals das und du hast damals das und ihr wollt doch nicht jenes so.

00:18:18: Und dann denke ich immer, ja Leute, das ist schon alles richtig.

00:18:21: Aber können wir uns darauf gemeinsam verständigen, dass dieser Transformationsweg auch nicht, den kann man auch nicht umdrehen.

00:18:27: Also wir sind ja wie in so einem Hürden laufen, fünf Hürden bist du schon gesprungen.

00:18:32: Die nächsten zugegeben sind ein bisschen höher als die ersten fünf.

00:18:35: Trotzdem, wir umkehren ziemlich doof.

00:18:37: So, und diesen gemeinsamen Konsens, der beinhaltet dann zum Beispiel auch die Frage, was kann an Stadtwerk eigentlich kommunikativ an genau dieser Stelle wohnen, Wärme versorgen, etc.

00:18:50: tun.

00:18:51: Und ich nehme an, ihr werdet wie alle anderen auch als Stadtwerke ja sehr viel solche Aufklärungsveranstaltung machen, ein Abend in der Stadthalle.

00:19:01: Wie geht's weiter in Wuppertal mit der Wärmeversorgung?

00:19:04: Da sind ja ganz viele unterwegs.

00:19:07: Und es wäre interessant zu wissen, wie die eure Erfahrungen mit diesen Gesprächen sind.

00:19:10: Aber das ist ja jetzt nicht so, dass ihr da einen wütenden Mob gegenübersteht.

00:19:14: Sondern da ist eine Bevölkerung, die sagt, okay, ich versteh, da muss man was

00:19:18: tun.

00:19:18: Die Skepsis steigt.

00:19:19: Spontane Antwort drauf, auch nicht lang drüber nachgedacht, aber spontan darauf geantwortet.

00:19:26: dass aus einer anfänglichen Motivation und einem breiten gesellschaftlichen Konsens heute erst Kepsis besteht, weil ... nicht finanzierbar, weil zeitlich nicht realisierbar, weil wirtschaftliche Probleme, globale Probleme etc.

00:19:42: das Thema überschatten, das darf man auch nicht außer Acht lassen.

00:19:45: Automobilzulieferindustrie haben wir hier im Bergischen Städte Dreieck sehr viel.

00:19:50: Es gibt ja schon viele, die auch andere Probleme haben und sagen, das ist jetzt wirklich untergeordnet, weil es geht hier um meine Existenz und um wirklich ernsthafte andere Themen.

00:20:00: Somit ist die Diskussion zu dem eigentlich Guten Ziel, natürlich, ist es gut, keiner kann ein Argument gegen Klimaschutz finden.

00:20:10: Das ist so wie Weltfrieden oder keine Hungersnot auf der Welt.

00:20:14: Ja, da gibt es keinen Argument gegen.

00:20:16: Gleichwohl ist es aber operativ dann schwierig in der Prioritätensetzung und dann in der Umsetzung.

00:20:22: Ja, absolut, das glaube ich sofort.

00:20:24: Das ist auch nachvollziehbar.

00:20:27: Viele Probleme sind sehr nah.

00:20:29: und andere Dinge, die weiter weg sind, und man entscheidet richtigerweise erst mal für die Dinge, die nah sind.

00:20:34: Und das ist vom Arbeitsplatz bis zur Schule, bis zur Frage, wie geht's mit der Pflege meiner Eltern weiter.

00:20:40: Und das ist nicht wirklich wichtig.

00:20:43: Es liegt jetzt bei mir eine Fernwärme oder eine Gasheizung.

00:20:46: Und dann kommt ihr auch nicht wirklich durch, wenn ihr argumentiert, naja, aber guck mal, wenn wir das so rechnen für die nächsten zwanzig Jahre, dann wird aber Gas ziemlich teuer.

00:20:53: Und vielleicht ist es trotzdem heute schon eine gute Entscheidung.

00:20:56: Verstehe ich alles.

00:20:57: Ist wirklich wahnsinnig schwierig.

00:20:59: Die Frage war, wer ist für zuständig?

00:21:01: Ich glaube, es würde helfen, wenn es erst mal klar ist, Leute, da geht es trotzdem hin.

00:21:07: Mit aller Freundlichkeit und Fröhlichkeit.

00:21:09: Und wir halt gerade bei Wärme mit dem Kommunikations- Du hattest das angesprochen aus der letzten Regierung, der Unklarheit der jetzigen Regierungen.

00:21:20: Das würde ich mir wünschen, dass man da mal sagt, komm, haken wir jetzt unter und dann gehen wir gemeinsam den Weg.

00:21:25: Und dann kann man und das wird ja diskutiert.

00:21:28: Also, welche Fördermaßnahmen gibt es?

00:21:30: Wie kann man die Stadtwerke, die regionalen Energieversorger dabei unterstützen, dass man so diesen Weg einfach suchst, zu sie wie geht.

00:21:37: Aber dass da man hier sagen, das ist mir jetzt ehrlich gesagt ziemlich Schnuppe, das kann ich total nachvollziehen.

00:21:43: Wir haben jetzt zwei Fragen, die wir allen stellen, die uns besuchen.

00:21:48: Und auch noch zwei persönliche.

00:21:50: Wenn du mitmachst, wird uns das sehr freuen.

00:21:52: Und wenn nicht stellen wir sie trotzdem

00:21:55: an.

00:21:55: Wir machen das eigentlich.

00:21:57: Was war dein erster Job und was hast du daraus fürs Leben gelernt?

00:22:00: Also mein allererster Job war direkt nach dem Abi, weil ich wollte was machen und war in einem Marktforschungsinstitut in Stuttgart gelandet, wo ich, ich glaube, elf Monate war.

00:22:14: und da haben wir dann so ... tatsächlich so telefonische Befragungen und Interviews gemacht, über irgendwelche Produkte schmeckt ihnen der Wein und gefällt ihnen das Etikett und Zuweis passt der und so.

00:22:26: Also, da war kein inhaltlicher Schwerpunkt, sondern ich wollte einfach mein eigenes Geld verdienen.

00:22:32: Und ich glaube auch, dass das, vielleicht jetzt gerade, wo ich drüber nachdenke, schon was ist, was mich auch ein bisschen geprägt hat, dass ich sehr schnell versuchen wollte, auf eigene Füßen zu stehen.

00:22:39: Ich habe ein tolles Elternhaus und so, aber ich fand es einfach einen guten Angang und auch mal rauszuziehen.

00:22:45: Was mich aber natürlich geprägt hat, war die Politik, weil ja dann lange, lange Jahre im Bundestag und da letztlich hat mich wirklich das übergeordnete Thema überhaupt, was ich habe und ich habe es einmal schon einfließen lassen.

00:22:58: Ich glaube, wir brauchen zu großen Veränderungen, brauchen wir Konsens.

00:23:03: Und das hat mich immer sehr geprägt und da habe ich viel aus der Politik gelernt.

00:23:07: Für den ersten Job elf Monate durchzuhalten ist das schon gar nicht so schlecht.

00:23:10: Ich bin Langstreckenläuferin.

00:23:12: Ehrlich gesagt, warte mal, warte mal, also dieser Job, dann hatte ich den nächsten, da ging auch nicht so lang.

00:23:18: Und dann war ich siebzehn Jahre im Bundestag, jetzt bin ich sechs Jahre beim WDEW.

00:23:22: Ich bin auch eigentlich, ich sitze auf so einem Sofa und dann bleibe ich doch mal, weißte.

00:23:26: Jetzt sind es jetzt nicht so viele Jobs, aber welche berufliche Entscheidung würdest du heute anders treffen?

00:23:32: Gibt es da überhaupt eine?

00:23:33: Ich hab nicht so eine berufliche Entscheidung, wo ich sagen würde, die war so ein Fehler oder so.

00:23:39: Aber ich hab eine andere.

00:23:41: Ich hab Volkswirtschaft studiert.

00:23:43: In einer Zeit, wo ich mein Freiburg war.

00:23:46: Manchmal aus heutiger Sicht denke ich mir, ich glaub, ich hätt gern an manchen Stellen ein bisschen fleißiger studiert.

00:23:51: Also, Volkswirtschaft ist ein sensationelles Thema und Markoeconomie und Wirtschaftspolitik und so.

00:23:59: Da denk ich, heute manchmal, vielleicht musste der mal wieder so ein Buch angucken.

00:24:02: So ein volkswirtschaftliches Lehrbuch oder so.

00:24:06: Aber richtig bereuen, tu ich eigentlich

00:24:07: nichts.

00:24:08: Aber wir würden doch alle unsere Schulzeit heute mit dem Blick aufs Leben

00:24:11: besser

00:24:12: nutzen.

00:24:13: Ich muss auch meinen Kindern zu erzählen, die verstehen das

00:24:15: aber auch nicht.

00:24:16: Ich hab drei und meine mittlere, die läuft wie geschnitten Brot durch.

00:24:21: Bei dem Kleinen muss ich gerade, der ist in den neunten, da muss ich schon schwer verhandeln.

00:24:24: Soffis,

00:24:25: neunterklasse für ein junges Emaschvis.

00:24:29: Ja, okay, aber so ein bisschen mehr.

00:24:33: Okay, das meinst du, es wird noch, er kann, also ihm kann noch was werden.

00:24:36: Ich bin da neun in Sitzung geblieben.

00:24:38: Du bist in neun in

00:24:40: Sitzung geblieben,

00:24:42: okay.

00:24:42: Du bist in Sitzung geblieben, cool.

00:24:43: Ja, das ist super, toll.

00:24:44: Aber so beruflich eine Entscheidung, die war wirklich falsch.

00:24:49: Das ist toll.

00:24:49: Das ist super.

00:24:51: Gibt es ein Thema, über das du ganz, ganz viel weißt?

00:24:55: Aber selten drüber sprichst.

00:24:57: Also du bist ja in ganz vielen Gesprächen und Kreisen und jeder meint, dich dann auch irgendwie zu kennen.

00:25:04: Nach fünf Mal irgendwie ein Glas Wein und so.

00:25:08: Apropos, apropos.

00:25:09: Gibt es was, was du mit dir trägst oder womit du dich viel beschäftigst, was aber gar nicht so bekannt ist?

00:25:16: Ja, tatsächlich, ich lese unheimlich gern.

00:25:18: Und ich lese Literatur.

00:25:22: Ich hab ein Literaturesalon, wir sind zehn Frauen und wir treffen uns alle drei Monate, nehmen uns zwei Bücher vor und manchmal ist es echt sehr hochtrabend.

00:25:32: Und dann lesen wir die und dann treffen wir uns wieder und besprechen die Bücher.

00:25:35: Und es ist ganz toll, es ist total interessant, mit Leuten über Bücher zu reden.

00:25:39: Also hast du das gleiche Buch gelesen, jeder fliegt das völlig anders an.

00:25:43: So wie das literarische Quartett oder so, sitzt ihr dann da zu sagen ... Ja, ein Reichrand,

00:25:47: hier haben wir es doch.

00:25:48: Aber so kann man sich das vorstellen.

00:25:51: Ja, also ich meine, angenommen, wir beide würden jetzt ein Buch finden, was wir beide gelesen haben und wir würden dieses Buch anders beschreiben.

00:25:57: Du anders als ich, weil dich hätten andere Sachen getriggert.

00:26:01: Das macht unheimlich Spaß.

00:26:02: Also mit mir kann man über Bücher reden.

00:26:04: Und das schaffst du in deinem stressigen

00:26:06: Alltag.

00:26:06: Hinst

00:26:07: du, bekommt dich auf so ein Buch einzulassen?

00:26:09: Tatsächlich habe ich, ja wirklich.

00:26:10: Also ich bin total strategischer Typ.

00:26:14: Und ich bin ehrlich gesagt furchtbar pragmatisch.

00:26:16: Also wenn ich weiß, okay, in zwei Monaten treffen wir uns.

00:26:19: Dann gucke ich, das Buch hat vierhundert Seiten, dann rechne ich aus, wie viele Seiten muss ich pro Tag lesen, schaffe ich da nie und am Wochenende muss ich dann alles nachholen.

00:26:26: Und manchmal höre ich im Podcast, also

00:26:29: im Hörbuch.

00:26:31: Wir haben uns vorgenommen, weil es manchmal ja auch sehr ernste Themen sind und ja auch heute ein bisschen rauskam, dass an manchen Stellen Motivation fehlt oder auch der Blick für den großen Weg und so weiter.

00:26:45: Wir wollen positiv immer enden in diesem Podcast.

00:26:50: Was läuft richtig gut?

00:26:51: Was motiviert dich?

00:26:52: Was treibt dich an?

00:26:53: Was sagst du?

00:26:54: Ist Spitze gerade in Deutschland mal von Ukraine-Krieg, von Wirtschaftskrise und so weiter.

00:26:59: Alles wichtige Themen mal abgesehen.

00:27:01: Aber was ist richtig cool?

00:27:03: Was ist gut?

00:27:04: Also ich ... Ich bin ja die Anhängerin der These, dass man wirklich leuchtende Augen braucht für die Dinge, die man tut.

00:27:10: Und ich finde, das, was wir machen als Energiesektor, kann wirklich zu diesen leuchtenden Augen führen und ich erlebte die.

00:27:18: Also bei den Menschen, mit denen ich mich unterhalte, bei den Mitgliedsunternehmen, klar, wir haben echt, das sind echt viele Probleme.

00:27:22: Also muss ich jetzt gleich nochmal sagen, nicht, dass jeder denkt, mal die Welt rosa.

00:27:26: Aber was wirklich motiviert, Und ich weiß nicht, ob das dir auch so geht.

00:27:29: Ich erleb dich oft auf LinkedIn, du bist auch da aktiv.

00:27:32: Mir geht es so, wenn ich durch LinkedIn scrolle, ich sehe ja nur super Projekte.

00:27:38: Dann machen die das, dann stehen da immer Leute und die haben diese leuchtenden Augen.

00:27:43: Und mein Gott, es ist verdammt schwierig, was wir hier vor uns haben.

00:27:48: Und die Welt ist in totaler Unruhe und da gibt es keine friedliche Weltordnung mehr und da ist nichts friedlich und da ist nichts geordnet und das ist alles ... macht Angst und Sorgen und sonst wie.

00:27:59: Und trotzdem machen wir was, was nicht nur diese Transformation hat, nicht nur das Thema Klimaschutz, sondern sie hat das Thema unabhängiger zu werden, strategisch souveräner zu werden.

00:28:11: Und das finde ich so wichtig angesichts einer Welt mit ziemlich durchgeknallten Regierungschefs.

00:28:18: Fände ich es super, wenn wir in Deutschland und in Europa schaffen zu sagen, pass auf, wir sind echt ein starker Kontinent.

00:28:24: Wenn ich dann so durch dieses Linkt im Gehe und dann sehe ich jede Menge toller Projekte, das macht echt gute Laune.

00:28:31: Stark.

00:28:32: Danke dir, liebe Kerstin.

00:28:33: Sehr gerne, hat Spaß gemacht.

00:28:34: Es war ein ganz, ganz

00:28:35: tolles Schlusswort auch für deine Offenheit und deine spannenden Gedanken.

00:28:39: Und wenn euch die Folge gefallen hat, soll ich sagen, dass man uns auch abonnieren kann, diesen Podcast und uns weiter empfehlen kann.

00:28:47: Und heutzutage soll man ja auch einen Like hinterlassen.

00:28:50: Da würden wir uns auch sehr darüber freuen.

00:28:53: Und ich kann schon mal tiesern.

00:28:54: In der nächsten Folge begrüßen wir Dr.

00:28:56: Carsten Gerhard.

00:28:57: Der Carsten Gerhard ist ein echter Macher.

00:29:00: Er ist Partner unter anderem bei Ernst & Young, also ein echt kluger Kopf.

00:29:05: und hat in Wuppertal die Nordbahntrasse aus der Taufe gehoben und die Nordbahntrasse erst wieder möglich gemacht und entwickelt und ist der Initiator von Circular Valley.

00:29:15: Da geht es um das Thema Kreislaufwirtschaft.

00:29:17: Ein ganz spannendes Thema, ich glaube eines der neben der Energiewende Diskussion, die wir gerade in der Welt führen, wird Kreislaufwirtschaft sicherlich eines der nächsten sehr großen Themen sein, mit dem sich unser Erdwall auseinandersetzen wird.

00:29:33: Und mit dem Kasten werden wir das nächste Mal über das Thema sprechen, freue ich mich auch schon drauf.

00:29:38: Das war's, unser Podcast mit Haltung und Trocken.

00:29:41: Bleibt neugierig, bleibt mutig, bleibt gesund, alles Gute.

00:29:45: Markus und Markus,

00:29:46: auf Wiedersehen.

00:29:47: Ja, vielen Dank für die Einladung.

00:29:49: Tschüss.

00:29:49: Ciao.

00:29:51: Das war mit Haltung

00:29:52: und Trocken.

00:29:53: Ein Podcast der Ruppertaler Stadtwerke.

00:29:56: Mit Markus Hilkenbach und Markus Schlomski.

00:29:59: Hat euch die Folge gefallen?

00:30:00: Dann freuen wir uns über

00:30:01: eure Bewertung

00:30:03: und über eure Gedanken auf Social Media.

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